Es ist weder für Fussgänger noch Velofahrer eine gut gelöste Situation. In der Bahnhofsunterführung begegnen sie sich ungewollt und häufig kommt es zu unübersichtlichen Situationen. Zwar werden die Velofahrer mit Hinweistafeln und Bodenmarkierungen aufgefordert, auf Schritttempo zu reduzieren – was allerdings beileibe nicht alle befolgen.

Eine unbefriedigende Situation, findet die SP der Stadt Wil. Sie hat darum eine Interpellation zu diesem Thema eingereicht. «Die Platzverhältnisse sind eng und die Übersicht ist schlecht. Diese Situation überfordert alle Nutzer. Zudem ist die Steilheit der Rampen für Radfahrende und Menschen im Rollstuhl markant», schreiben die Sozialdemokraten. Der Umweg über den Ilgekreisel und die Hubstrasse sei gefährlich und eng, so dass eine Umleitung wohl nicht genutzt würde.

Das sind die Fragen

Schon lange besteht in der städtischen Velostrategie die Idee, den alten Posttunnel am Bahnhof für Velofahrer zu nutzen. Doch Neuigkeiten dazu hat es in den vergangenen Monaten nicht gegeben. Für die SP Grund genug, den Stadtrat mit einem Fragekatalog zu bedienen. Dabei will die Partei wissen, mit welchem Konzept die Stadt eine sichere Querung für Radfahrende, Rollstuhlfahrende und Fussgänger vorantreibe. Weiter will Stadtparlamentarier Christof Kälin als Erstunterzeichnender wissen, wie der ehemalige Posttunnel zu einer neuen Veloverbindung des Südquartiers ins Stadtzentrum umgebaut werden könnte und welche gleichwertigen Alternativen es gibt. «Wie weit fortgeschritten sind die Verhandlungen mit der SBB und den anderen involvierten Parteien wie der Behindertenorganisation Procap?», will die SP weiter wissen. Auch die Kosten interessieren – und ein möglicher Zeitpunkt der Umsetzung.

Antworten wird der Stadtrat im Rahmen der Beantwortung der Interpellation in den nächsten Wochen oder Monaten liefern.