Das Team aus dem Wiler Südquartier muss gegen wiedererstarkte Gäste aus dem Aargau eine verdiente Heimniederlage hinnehmen. Die Rüebliländer machten sowohl offensiv als auch defensiv vieles besser. Erst nach dem zwischenzeitlichen 0:3 bäumten sich die Wiler nochmals auf.Wer im Vorfeld nur auf die Namen schaute, musste ohnehin davon ausgehen, dass der FCA der klare Favorit ist. Der bisherige Saisonverlauf und die gezeigten Leistungen haben aber beweisen, dass der FC Wil auch mit Mannschaften aus dem oberen Drittel mithalten kann, was aber bislang fehlte, waren die positiven Resultate. Dies sollte sich auch gegen Aarau nicht ändern.

Beide Mannschaften starteten wach in die Partie, wobei aber leichte Vorteile für die Gäste auszumachen waren. Es war dies aber mehr eine optische als eine spielerische Überlegenheit. Das Heimteam wirkte bemüht, es fehlte aber von Beginn weg die nötige Präzision und Entschlossenheit in den Offensivaktionen.

Früher Rückstand

In der 17. Spielminute setzte sich Rossini gegen Lekaj durch und erzielte die Führung für die Gäste. Die Vorlage kam von Varol Tasar. Diese Führung schien das Heimteam zu verunsichern, denn in der Folge wollte nur wenig gelingen. Der FC Aarau war in dieser Phase die gefährlichere Mannschaft und hätte nach einer halben Stunde fast auf 0:2 erhöht.

Das Heimteam bäumte sich vor der Pause nochmals auf und suchte den Ausgleich. Zé Eduardo kam aus rund 20 Metern frei zum Abschluss, seine Direktabnahme flog aber deutlich am Gehäuse vorbei. Besser, aber nicht gut genug, machte es kurze Zeit später Marko Muslin. Er liess zwei Aarauer Abwehrspieler und Schlussmann Deana aussteigen, setzte seinen Abschluss aber an den Aussenpfosten.

Glück und Pech liegen nahe beieinander

Des einen Freud, des anderen Leid – Wo Muslin zuvor am Pfosten scheiterte, machte es Pascal Thrier besser. Seine Direktabnahme landete ebenfalls am Pfosten, fand von dort aber den Weg ins Tor. Keine drei Minuten später erhöhten die Gäste auf 0:3. Nach einem unzureichenden Klärungsversuch von Granit Lekaj, erhöhte Varol Tasar mittels präzisem Flachschuss für die Gäste.

Es ist positiv anzumerken, dass die Wiler nicht aufgegeben haben und dank einem Traumtor von Zé Eduardo noch zum Ehrentreffer kamen. Ein Treffer mit dem Prädikat «Tor des Monats». Auch die Einwechslung von Neuzugang Roman Kienast konnte nichts mehr am Resultat ändern. Somit blieb es beim verdienten 1:3 für die Rüebliländer.

Ein sichtlich angefressener Marko Muslin: «Wir haben verdient verloren. Drei Tore bekommen, das ist zu viel um hier zu gewinnen.» Auch Trainer Konrad Fünfstück sah das ähnlich: «Die Niederlage heute ist äusserst verdient, wir haben Aarau heute drei Tore geschenkt.» Es wartet nun ein schweres Auswärtsspiel gegen Wohlen auf den FC Wil. Ein Spiel, dass mit Sicherheit sehr wegweisend sein wird.

FC Wil 1900 – FC Aarau 1:3 (0:1)

IGP Arena, Wil: 920 Zuschauer. – SR: Amhof.

Tore: 17. Rossini 0:1, 55. Thrier 0:2, 58. Tasar 0:3, 73. Zé Eduardo 1:3.

FC Wil 1900: Baumann; Goncalves, Lekaj, Muslin, Schällibaum; Stillhart, Zé Eduardo; Kucani (58. Latifi), Vonlanthen, Keller (61. Keller); Cortelezzi (75. Savic).

FC Aarau: Deana; Nganga, Besle, Thaler, Mehidic (46. Thrier); Hammerich, Perrier; Tasar (68. Peyretti), Frontino, Audino (92. Giger), Rossini.

Bemerkungen: Wil ohne Hamdiu, Ilazi, Maroufi, Lombardi, Sacirovic, Huber (alle verletzt) und Roesler (nicht im Aufgebot). Aarau ohne Yapi (gesperrt), Jäckle, Garat, Misic, Cani, Peralta (alle verletzt) und Paulinho (nicht im Aufgebot). – 44. Pfostenschuss Muslin

Verwarnungen: 51. Perrier, 60. Stillhart, 83. Audino.