Heinrich Alder ist erst der 7. Oberuzwiler Kulturpreisträger, und die letzte derartige Ehrung liegt zehn Jahre zurück. Gemeinderat Reto Almer, zuständig für das Ressort Kultur, erinnerte in seiner Laudatio einleitend an die aktuellen Jubiläen. Vor Wochenfrist hat die Gemeinde Oberuzwil ihr 1200jähriges Bestehen gefeiert. Der Kulturpreisträger Heinrich Alder wohnt seit genau 50 Jahren in Oberuzwil. Schliesslich hat die durch ihn initiierte «Schüeli» die 40. Ausgabe gefeiert.

Anerkennung für besondere Verdienste

Der Kulturpreis sei die Anerkennung für besondere Verdienste um die kulturellen Werte der Gemeinde. Mit der Vergabe an Heinrich Alder gehe der Preis an eine Person, welche das Oberuzwiler Kulturleben so aktiv geprägt habe wie kaum jemand anderer, attestierte Reto Almer dem Geehrten. Der Preis gebe der Wertschätzung für das langjährige, ausserordentlich engagierte Wirken als innovativer und aktiver Kulturförderer der Gemeinde Ausdruck. 


Lange Liste der Verdienste

Jahrzehntelang hat Heinrich Alder als erfolgreicher Oberstufenlehrer und zeitweise auch als Schulleiter gewirkt. Nach der Pensionierung hat er während sieben Jahren umsichtig und mit Herzblut den Mittagstisch geleitet. 22 Jahre lang war er ein prägendes Mitglied der Kulturkommission. Dabei hat er kulturelle Anlässe auf den Weg gebracht und massgeblich mitorganisiert, beispielsweise Serenaden, Weihnachtssingen, Neuzuzüger-Begrüssung und Märli-Lesungen. Freiwillig schaut er heute noch zum «Märliweg». Er war Mitglied im OK des Gemeindejubiläums 2003. Im Tennisclub war er Gründungsmitglied und erster Spielleiter.

Schliesslich war die Überreichung des Kulturpreises an der «Schüeli» 2019 bewusst gewählt worden. Der zu einem Dorffest gewordene Anlass ist vor 40 Jahren durch ihn geschaffen und viele Jahre organisiert und geleitet worden. Zusammen mit der Chilbi, so Reto Almer, gehöre er zum meistbesuchten Anlass der Gemeinde.

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Heinrich und Lisa Alder umringt von ihren Kindern und Enkeln.


Ein stiller Schaffer

Ein Schaffer und Macher sei Heinrich Alder, ein Mensch mit innovativen Ideen, kreativen Lösungen, offen für Neues und mit einer charmanten Überzeugungskraft. Das Scheinwerferlicht sei ihm aber nicht wichtig. Im Vordergrund stünden für ihn Begegnungen mit Menschen. Reto Almer erwähnte auch den roten «Puch», der die Präsenz Alders im Dorf verrate. Aber der Geehrte liebe auch das Reisen. Die freie Zeit geniesse er gerne mit seiner Frau Lisa und den drei Kindern Kathrin, Philipp und Matthias sowie den fünf Enkeln.

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«Schüeli-Biberli» liess Heinrich Alder an die Besucher des Grossanlasses verteilen.


«Schüeli-Biberli» als Dank

Der sichtlich gerührte Heinrich Alder gab seiner Freude über die Zuerkennung des Kulturpreises und die lobenden Worte Ausdruck. Die «Schüeli» wird momentan von seinem Schwiegersohn Pascal Germann geleitet. Sie ist und bleibt aber sozusagen Heinrich Alders «Kind», das ihm noch immer sehr am Herzen liegt. Als Dank für die Ehrung hat er die vielen Besucher der «Schüeli» 2019 mit Hunderten von Biberli mit dem «Schüeli»-Signet überrascht.