Mit dem Vernetzungsprojekt 2017-2024 der Stadt Wil soll die traditionelle, vielfältige Kulturlandschaft mit den wertvollen Lebensräumen erhalten und mit einer zielgerichteten Nutzung und Pflege optimiert werden. Dabei wird laut Mitteilung der Stadt Wil die natürliche Artenvielfalt gefördert und der typische Charakter der Landschaft gewahrt. Dazu seien zahlreiche Massnahmen umgesetzt worden, welche nun mit einem Zwischenbericht analysiert wurden.

Gegen Mäuseplage: Turmfalke und Hermlin

Im vergangenen Frühjahr hatten zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe mit einer Mäuseplage zu kämpfen. Durch die Förderung der natürlichen Feinde der Mäuse können die Bestände reduziert werden. Hermeline machen in den Gängen Jagd nach den Mäusen und der Turmfalke aus der Luft. Während der Turmfalke immer häufiger anzutreffen sei und durch geeignete Nistkästen an Scheunen weiter gefördert werden könne, leide das Hermelin unter der aus- und aufgeräumten Landschaft. Dabei sei das Hermelin eigentlich sehr anspruchslos: Es brauche lediglich Strukturen wie Ast- und Steinhaufen, die es als Versteck benutzt. Diese einfach umzusetzenden Massnahmen werden im Vernetzungsprojekt gefördert, schreibt die Stadt Wil.

Weiter heisst es in der Mitteilung: «Die Massnahmen unterstützen auch die im Vernetzungsprojekt festgelegten Leitarten wie den Neuntöter, der Trauerschnäpper, die Zauneidechse oder den Schachbrettfalter. Diese konnten bei der Erfolgskontrolle im vergangenen Jahr auch tatsächlich nachgewiesen werden. Besonders erfreulich sind die drei in Wil beobachteten Brutpaare des Neuntöters und die zahlreich angetroffenen Sechsfleck-Widderchen».

Mehr Betriebe und mehr Flächen

Im Zwischenbericht habe aufgezeigt werden können, dass die Vernetzungsflächen und die beteiligten Betriebe erneut leicht zugenommen haben. Abschliessend heisst es im Statement der Stadt: «Es musste aber auch festgestellt werden, dass nicht alle Ziele erreicht wurden und noch Vernetzungslücken bestehen. Die Qualität der Biodiversitätsförderflächen soll weiter gefördert werden. Die Stadt beteiligt sich finanziell an Wiesenaufwertungen und Heckenpflanzungen, während der Naturschutzverein Salix bei Bedarf die Arbeitskraft seiner Mitglieder zur Verfügung stellt».