Schon in den frühen Morgenstunden am Samstag klangen die Glocken der anmarschierenden Kühe durch das Dorf. Noch gibt es eine ganze Reihe Landwirte, welche ihre Tiere zu Fuss nach Zuzwil führen. Das gilt auch für den Landwirt H. Tobler aus Rossrüti, der einen längeren Weg zu bewältigen hatte. Hingegen werden immer mehr Tiere mit Transportwagen angefahren.

Grossaufmarsch von Tieren
14 Landwirte der Viehzuchtgenossenschaft Wil (VZG Wil) hatten ihre Tiere für die Schau angemeldet. Wie Thomas Hollenstein, Präsident der VZG Wil, informierte, waren 205 Tiere angemeldet, welche sich den Schauexperten für eine Beurteilung stellten. Der erste Durchlauf mit den drei anwesenden Experten verlief direkt auf der Weide, wo die Tiere für den Ring ausgewählt wurden.

Für die 16 Beurteilungspunkte, von der Milchleistung über Erstmelkkühe, jüngere und ältere Rinder, dem Mutter-Tochter-Wettbewerb bis zur Misswahl standen im Ring einige Durchgänge an. Das Interesse beim Publikum war über die ganze Zeit der Vorführungen spürbar.

Misswahl, ein klarer Fall
Einmal mehr machte sich der Zuzwiler Landwirt Armin Granwehr einen Namen mit seinen Tieren. Erfreut zeigte er sich als der Experte David Forrer seine Priscilla zur Miss Wil 2018 ausrief. Das war aber noch nicht alles. Auch für die Plätze 2 und 3 fiel der Name Armin Granwehr mit den Tieren Herta und Lula.

Der Name Armin Granwehr fiel auch an der Preisverleihung am Abend nochmals vierfach, da er über die erfolgreichen Jahre auch Wanderpreise abholen durfte. Nicht weniger als sechs Landwirte durften ihren Wanderpreis definitiv behalten, da sie die Anzahl Titel über die Jahre erreicht hatten. Mehrere Landwirte erhielten gleich mehrere Auszeichnungen aus unterschiedlichen Anforderungen heraus. (Siehe Tabelle).

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Die Ragnierungen der Viehschau.

Braunviehkönigin Patrizia Hobi
Prominente Begleiterin an der Viehschau in Zuzwil war die amtierende Braunviehkönigin. Die nun gut 20-jährige Flumserin Patrizia Hobi schloss im Sommer 2016 die drei jährige Ausbildung als Landwirtin ab. Sie betreibt mit ihren Eltern den Landwirtschaftsbetrieb und das Restaurant Wiesental. Seither engagiert sie sich allgemein für bäuerliche Interessen, so auch als Vorstandsmitglied der Jungzüchter Vereinigung St. Gallen / Appenzell. Eigentlich dem Skisport zugetan, musste sie ob Verletzungen aussteigen.

Dass sie zur Braunviehkönigin gewählt wurde, schreibt sie ihrer gelebten Leidenschaft im Beruf zu. Ihr Ziel als Braunviehkönigin sei, viele Menschen im Gespräch zu Fan der Braunviehrasse zu machen. Jedenfalls freut sie sich auf eine spannende Zeit als Braunviehkönigin.

Oktoberfest mit Schaupreisverleihung
Beim OK des Oktoberfestes am Abend hatte man sich auf einen grösseren Ansturm eingerichtet. Regional hat sich der Anlass mit Musik der Pläuschler herumgesprochen, sodass eine Vielzahl Tische im Zelt bereits für Gruppen reserviert waren. Schon zu früher Abendstunde füllte sich das Festzelt bis auf letzte Plätze. Die Pläuschler sorgten über den ganzen Abend für Hochstimmung, was das Publikum mehrfach auf die Bänke steigen liess.

Im Oktoberfest ist immer auch die Preisverleihung des Schautages eingebaut. OK-Präsident Thomas Hollenstein hatte eine grössere Zahl Wanderpreise und schönst verzierte Treicheln zu vergeben, allesamt von Sponsoren zur Verfügung gestellt. Speziell für die Landwirte war, dass sie die Preise immer aus der Hand der Braunviehkönigin Patrizia Hobi in Empfang nehmen durften. An Patrizia Hobi war es dann auch den Anstich des Bierfasses vorzunehmen. Obwohl dies für sie erstmalig war, schaffte sie es mit Bravour.

Im Anschluss konnte das Oktoberfest erst recht beginnen. Der Bierausschank mit «No e Mass» erhielt massgeblichen Zuspruch. Für Oktoberfeststimmung war auch mit Weisswurst und Brezel beim Speiseangebot gesorgt. Die junge Generation sorgte mit Dirndl und Lederhosen für passende Auftritte.

 

Eine musikalische  und stimmige Kostprobe des Oktoberfestes.