Ein Programm, in welchem keine einzige Veranstaltung durchgeführt werden konnte, gab es noch nie in der 87jährigen Geschichte des Skiclubs Uzwil. «Dem Zusammenhalt unter den Clubmitgliedern war dies nicht besonders förderlich», blickt Janine Kropf auf das Corona-Jahr zurück. «Wir hoffen aber, dass wir dem in Zukunft entgegenwirken können. Nicht zuletzt deshalb, weil es dem Club nicht an Nachwuchs fehlt und unter den rund 180 Clubmitgliedern auch etliche junge Familien mit Kindern sind». Zum vereinsinternen Zusammenhalt dürfte auch beitragen, dass der Skiclub Uzwil im letzten Jahr sein Clublokal, das ehemalige Schützenhaus Algetshausen, gekauft hat und es nun mit vereinten Kräften sanieren und renovieren will. Janine Kropf verschweigt aber auch nicht, dass Skifahren ein teurer Sport ist und in tiefen Lagen eher an Bedeutung verliert. Der Club freut sich über Neumitglieder.

Im Clublokal im «Stockweidhöckli» in Algetshausen war der Skiclub Uzwil während zehn Jahren eingemietet. In den Anfängen besass er ein Clubhaus im Hemberg, später eines in Wildhaus. «Weil das ehemalige Schützenhaus Algetshausen von der Lage auf freiem Feld und von der Aufteilung in Schützenstube und Schiesstand her den Anforderungen und Wünschen des Clubs entspricht», sagt die Präsidentin, «haben wir uns im letzten Jahr entschlossen, das Gebäude zu erwerben». Man sei sich dabei bewusst gewesen, dass sich eine Sanierung aufdränge. Und ebenso sei man sich bewusst, dass eine Renovation nur mit grossen Eigenleistungen möglich sei.

Eine Herkulesaufgabe

Der Skiclub Uzwil führt eine Jugendorganisation und eine Juniorenabteilung. Er sieht sich aber nicht als Reservoir für Spitzentalente. Schneesport steht im Zentrum – Skifahren, Snowboarden und Schneeschuhlaufen – aber auch dem Gesellschaftlichen wird breiter Raum gewährt. Dafür leistet man sich ein eigenes Clubhaus, welches auch für private Feste genutzt wird. Jetzt aber steht eine gründliche Erneuerung an. Dabei will und darf man aber das Gebäude nicht grundlegend verändern. Der Charme der ehemaligen Schützenstube soll erhalten bleiben. Wie weit sich der Schiessstand, der jetzt als Lagerraum genutzt wird, in den Begegnungsraum einbeziehen lässt, wird abgeklärt. Die kleine Küche bedarf einer Modernisierung. Die WC-Anlage muss saniert und an die Kanalisation angeschlossen werden. Wenn all diese Arbeiten auswärts vergeben werden müssten, wäre dies für die Vereinskasse nicht zu leisten. Unter anderem fehlte im letzten Jahr auch eine Haupteinnahmequelle, der Ertrag aus der Vereinsbeiz am abgesagten Herbstmarkt.


Mitglieder leisten Fronarbeit

Die Präsidentin sieht das Projekt trotzdem auf gutem Weg: «Im Spätsommer haben wir eine Projektgruppe gegründet. Dabei haben wir festgestellt, dass wir auf den Einsatz von versierten Fachleuten aus unseren Reihen zählen können. Wir verfügen über einen Baumeister, einen Malermeister, einen Fachmann für die Gebäudehülle, eine Architektin und auch einen Banker. Janine Kropf ist überzeugt, dass sich das grosse Ziel, das Clubhaus zu erneuern und schön und modern zu gestalten, gemeinsam erreichen lässt.