Auf Initiative der Wiler Altstadt-Vereinigung wird auf das Sommerhalbjahr 2019 ein Event mit verschiedenen Chören vorbereitet. Sie werden das Publikum mit ihrem gesanglichen Können begeistern. Die Besucher können von Aufführungsort zu Aufführungsort schlendern und dabei die Schönheiten der Wiler Altstadt in Verbindung mit hochstehender Musik geniessen.IWP: Herr Gysel, Herr Lumpert, Sie bereiten auf das Sommerhalbjahr 2019 ein Chorprojekt in der Wiler Altstadt vor. Was haben das Publikum sowie die Bewohner und die Ladeninhaber zu erwarten?
Simon Lumpert: Wir wollen das Publikum überraschen und dem Gewerbe die Gelegenheit bieten, sich zu präsentieren. Die ganze Altstadt, mit der Oberstadt und den Vorstädten, ist eine wunderschöne Kulisse. Wieso soll diese Kulisse bzw. die Bühne nicht so bespielt werden? Die räumlichen Voraussetzungen sind ideal, ein kleiner Chor oder ein Gruppen welche vielleicht aus den Fenstern einer Altstadtliegenschaft die Besucher unterhält.
Walter Gysel: In unserer Region gibt es eine Vielzahl von Personen, Gruppen oder Chören, die die unterschiedlichsten Musikstile pflegen. Diese Vielfalt wird bei diesem Anlass sicher zu entdecken sein.


IWP: Sie rufen Chöre in der Region auf, sich zu melden. Welche Art von Chören soll sich angesprochen fühlen?
Walter Gysel: Ab Gesangsgruppen von zwei Personen bis zum 80-köpfigen Chor, vom Jodel- bis zum Gospelchor, ob alt oder jung: Alle sind eingeladen und können ihre Teilnahme anmelden. Im Vordergrund steht die Vielfalt des Gesangs, a-capella oder begleitet. Zudem haben Chöre und Gruppen aus der Region Wil Vorrang.

IWP: Nach welchen Kriterien wird das Programm?
Walter Gysel: Wir legen Wert auf ein abwechslungsreiches und vielfältiges Programm. Zudem soll der Auftrittsort mit der Art der Darbietung und der Gruppe korrespondieren.


IWP: Was passiert, wenn es bei diesem Anlass regnet?
Walter Gysel: Für jeden Auftrittsort gibt es auch einen alternativen Platz, wo bei Regen gesungen werden kann. Ideal ist aber, wenn möglichst viel „Open-air“ stattfinden kann.


IWP: Was gab den Anstoss zu diesem Projekt?
Simon Lumpert: Mit dem neuen Vorstand der Altstadtvereinigung haben wir uns intensiv mit der Altstadt als Einkaufs-/Erlebnisort beschäftigt. Aus dieser Idee ist die Eventreihe AltstadtPlus entstanden. Laufend werden neue Ideen gesucht und diskutiert. Dank dem Kontakt mit Walter Gysel konnten wir die ursprüngliche Idee weiterentwickeln und daraus entstand die aktuelle Projektidee.

Walter Gysel: Wir sind eine gesangskulturell reiche Region. Oft weiss man aber wenig von einander und viele Akteure bewegen sich nur ihren eigenen Kreisen. Wir möchten mit diesem Projekt ganz bewusst Personen zusammenführen, Kontakte schaffen, Horizonte erweitern und so Neues ermöglichen.


IWP: Ist das Konzert einmalig, oder sind Fortsetzungen geplant?
Simon Lumpert: Die Altstadtvereinigung kann sich dieses Projekt sehr gut als wiederkehrenden Anlass vorstellen. Wir sind sehr auf die Resonanz der Teilnehmer und der Besucher gespannt. Die Idee kann auch weiterentwickelt werden.

Singen auf Treppen, Balkonen und Plätzen
Die Altstadt-Vereinigung will mit ihrer Eventreihe AltstadtPlus den historischen Stadtkern mit weiterem Leben füllen. Dazu ist ein Projekt für den Sommer 2019 in Vorbereitung: Auf historischen Plätzen, Terrassen, Treppen und in Kellergewölben geben unterschiedliche Chöre zwei je zehnminütige Kostproben ihres Schaffens. Sie singen je zwei bis drei Lieder. Das Publikum verschiebt sich dabei von Aufführungsort zu Aufführungsort. Als Höhenpunkt kommen alle Chöre zu einem Schlusssong zusammen.

Wer soll sich durch dieses Projekt angesprochen fühlen? Bestehende Chöre aller Art, aber auch Musikschulen und Gesangslehrerinnen, die mit ihren Schülern Lieder zur Aufführungsreife einstudieren wollen.
Kontaktadresse: Simon Lumpert, Präsident Altstadt-Vereinigung; simon.lumpert@thurweb.ch; 079 303 32 19