Was ist denn in Sirnach los? Gleich mehrfach musste die örtliche Feuerwehr innerhalb von etwas mehr als drei Monaten wegen Bränden ausrücken und löschen. So zum Beispiel am frühen Morgen des 3. August. In der Tiefgarage einer Wohnüberbauung an der Lindenstrasse brannte es, starke Rauchentwicklung inklusive. Ganze 30 Fahrzeuge wurden durch die Rauch- und Russentwicklung beschädigt. Immerhin gab es keine Verletzten.

In der Nacht zum 25. September brannten gleich zwei Autos. Es geschah dieses Mal auf einem Parkplatz eines Mehrfamilienhauses an der Untermattstrasse. Die Feuerwehr war schnell zugegen und löschte den Brand, ohne dass es Verletzte gegeben hätte. Der Sachschaden an den Autos und der Liegenschaft wurde mit «über 100'000 Franken» beziffert. Bereits kurz nach dem Zwischenfall vermutete die Kantonspolizei in diesem Fall «Brandstiftung» und hat die Ermittlungen aufgenommen.

Firmeninhaber entdeckt das Feuer

Ebenfalls Brandstiftung dürfte es in der Nacht auf vergangenen Sonntag gewesen sein, als beträchtliche Teile die Pizzeria Dolce Vita an der Frauenfelderstrasse ein Raub der Flammen wurden. Dank dem Einsatz von 60 Feuerwehrleuten konnte immerhin verhindert werden, dass das Feuer auf das Gebäude übergriff. Der Schaden ist auch hier hoch und beträgt mehrere 10'000 Franken. Verletzte Personen gab es nicht.

Und am Dienstag die nächste Hiobsbotschaft, als bei der Firma Müller Sandstrahlwerk AG an der Erlimattstrasse bei einer Filteranlage ein offenes Feuer ausgebrochen war. Inhaber Andreas Müller entdeckte den Brand und meldete ihn der Feuerwehr. Der Lackierraum ist komplett abgebrannt und die Filteranlage wurde stark in Mittleidenschaft gezogen. Verletzte Personen gab es auch hierbei keine.


Niemand festgenommen

Bei den ersten drei Brandfällen ist eine gewisse Regelmässigkeit zu sehen, da sie sich alle nach Mitternacht ereigneten. Zudem liegen die Brandherde innerhalb von Sirnach nicht weit voneinander entfernt. Die bange Frage, welche nun durchs Dorf geistert: Gibt es einen Zusammenhang und ist gar ein Feuerteufel am Werk? «Die Ermittlungen sind noch immer im Gange. Wir können hierzu noch keine Angaben machen», sagt Christian Jäggi von der Kantonspolizei Thurgau auf Anfrage von hallowil.ch knapp. Eine Festnahme hat es bisher aber nicht gegeben.