«Unsere Plattform eignet sich auch für Betriebe aus dem Grossraum Wil, die während der Corona-Krise um das Überleben kämpfen», sagt Nico Forster, Mitinitiant der Plattform regional-helfen.ch. Deshalb haben sich er und sein Geschäftspartner Patrick Vettiger vor wenigen Tagen beim Wiler Gewerbeverein gemeldet, um ihr kostenloses Angebot vorzustellen. «Auch auf dem Wiler Markt leben kreative Unternehmer, die in der aktuellen ausserordentlichen Situation umdenken sowie umstrukturieren müssen», weiss Forster. Dies dürfe bei den lokalen Konsumenten nicht unentdeckt bleiben.

Ein Grund, warum Forster und Vettiger, die gemeinsam in Engelburg die Agentur Variabel Medienvielfalt GmbH führen, die Plattform regional-helfen.ch vor etwa einer Woche ins Leben gerufen haben. In der aktuellen ausserordentlichen Lage und Krise soll die Webseite den Gewerbebetrieben, die wegen des Lockdowns und der Corona-Krise ein verändertes beziehungsweise alternatives Angebot anbieten müssen, als Unterstützung dienen. So können betroffene Betriebe innerhalb von fünf Minuten einen kostenlosen Eintrag mit ihrem Angebot bei der Plattform einreichen. «Es ist aber nur für Unternehmen, die ihren Betrieb schliessen oder das normale Angebot einschränken müssen», betont Forster. Für Firmen, die noch ihr übliches Angebot haben, sei die Plattform nicht gedacht. «Ebenfalls werden Betriebe berücksichtigt, die helfen, die Massnahmen des Bundesrates umzusetzen» so Forster.

Ein gefragtes Angebot

Die Idee zu regional-helfen.ch ist Forster spontan am Mittagstisch mit seiner Frau in den Sinn gekommen. Denn ihm ist in den letzten Wochen aufgefallen, wie die Betriebe in seiner Wohngemeinde die Corona-Krise als Chance nutzen und umdenken. «Viele Konsumenten wissen nicht, dass ihr Lieblingsrestaurant plötzlich einen Lieferservice anbietet oder ihr Yoga-Kurs nun online stattfindet», erklärt Forster. Deshalb appelliert Forster an die Bevölkerung: «Die Konsumenten sollen in dieser schwierigen Situation das lokale Gewerbe in ihrer Gemeinde bewusst berücksichtigen und unterstützen.» Statt mehrmals täglich zu Hause zu kochen, können Konsumenten die lokalen Restaurants unterstützen, indem sie beispielsweise zwischendurch den neuen Lieferservice nutzen. «Bei Coiffeur um die Ecke können die Konsumenten die Pflegeprodukte oder einen Gutschein bestellen», schlägt Forster vor. Oder sich Blumen vom Floristen im Wohnort liefern lassen. «Die lokalen Betriebe sind jetzt auf diese Unterstützung angewiesen», betont Forster.

Vor etwa einer Woche wurde die Plattform online gestellt. «Seit dem werden wir überrumpelt», erzählt Forster. Ihm falle auf, dass die kleinen Betriebe jede Chance nutzen, um in dieser Krise bestehen zu können. «Und sie sind für Möglichkeiten wie regional-helfen.ch dankbar», weiss Forster. Die Plattform ermöglicht den betroffenen Betrieben, sich zu informieren, wie andere Unternehmen mit der Situation umgehen. Bisher präsentieren über 100 Unternehmen vor allem aus dem Raum St. Gallen ihr alternatives Angebot.

Eine Plattform für die Zukunft

Forster ist davon überzeugt, dass die Corona-Krise das Konsumverhalten in der Zukunft verändern wird. «Ich kann mir vorstellen, dass die lokalen Betriebe an Bedeutung gewinnen werden», sagt Forster. Aus diesem Grund könne er sich gut vorstellen, dass die Plattform auch nach der aktuellen Krise – wenn vielleicht auch in eine anderen Form – bestehen bleiben könnte. 

Regionale Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind können auf dem «Marktplatz» von hallowil.ch und auf regional-helfen.ch kostenlos ihr verändertes Angebot vorstellen. 

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Nico Forster ist Mitinitiant der Plattform regional-helfen.ch und möchte regionalen Unternehmen während der Corona-Krise unter die Arme greifen. (Bild pd)