Am Informationsabend im Stadtsaal Wil vom Dienstagabend stellten Stadtrat Daniel Stutz, Yves Meyer von Metron und Sascha Bundi vom Kanton das Projekt Bronschhoferstrasse vor. Die Gesamtsicht der Verkehrsführungen sollen insbesondere der Entlastung des Stadtzentrums gelten. 50 flankierende Massnahmen beinhaltet das Projekt, um den öffentlichen sowie den Langsamverkehr aufzuwerten.

Neu mit dörflichem Charakter

Weil die Nordumfahrung voraus gebaut werden soll, erfährt die Bronschhoferstrasse eine Verkehrsentlastung in der Grössenordnung von 7000 bis 10'000 Fahrzeuge pro Tag. Die vorgestellte Neugestaltung, neu als Gemeindestrasse, sorgt sozusagen für einen dörflichen Charakter, den man sich aus heutiger Sicht kaum vorstellen kann. Dies wurde auch aus zahlreichen kritischen Voten spürbar.

Jedenfalls dürfen sich die Immobilienbesitzer an der Bronschhoferstrasse vom AMP bis zum Schwanenkreisel in Wil über die Aufwertung ihrer Liegenschaften freuen, was allerdings auch bei der nächsten Schätzung für Überraschungen sorgen könnte. Schon die Einführung des Rechtsvortrittes im Zentrum von Bronschhofen wird über die geplante 30er-Zone zur Verlangsamung des Verkehrsflusses sorgen. Weiter werden die sechs Bushaltestellen auf der Fahrbahn den Durchfahrtswiderstand erhöhen.

Nicht alle Probleme lösbar

Im Laufe der Vorstellung durch den Vertreter von Metron Yves Meyer und Sascha Bundi vom Kanton wurde auch darauf hingewiesen, dass die Erreichbarkeit überall gesichert bleibt. In Spitzenzeiten müsse aber weiterhin mit Staus gerechnet werden.

Weshalb Radstreifen und keine Radwege eingerichtet werden sollen, begründete Sascha Bundi mit der Tatsache, dass sich das Tempo der steigenden Zahl E-Bikes derjenigen der Personenwagen immer mehr nähere. Schnelle E-Bikes seien auf Radwegen bald einmal eine grössere Gefahr. Der geplante Radstreifen mit 1,5m Breite biete deshalb mehr Sicherheit.

3 Wochen Mitwirkungsphase

Nach Marcel Frei vom Tiefbauamt der Stadt Wil ist es höchste Zeit für eine nachhaltige Verkehrsentlastung. Eigentlich hätte man schon vor 20 Jahren damit beginnen sollen. Ein weiteres Aufschieben sei nicht vertretbar. Das Projekt beinhalte aus verständlichen Gründen Gewinner und Verlierer.

Stadtrat Daniel Stutz wies auf die nun laufende Mitwirkungsphase durch die Städter mit Eingaben hin, welche im Detailprojekt bestmögliche Berücksichtigung erfahren werden. Das Projekt Bronschhoferstrasse werde ins 4. Agglo-Programm aufgenommen zur Einreichung im Jahr 2021 beim Bund. Einen möglichen Bautermin nannte Stutz in den Jahren 2024 bis 2027.