Am Samstagnachmittag sangen 5 Chöre der Region mit unterschiedlichen Stilrichtungen nacheinander auf verschiedenen Plätzen in der Altstadt. Der Anlass fand in zwei Durchgängen statt und dauerte rund anderthalb Stunden; um 13 Uhrsowie um 15 Uhr wurde beim Bärenplatz gestartet. Beide Male trafen sich alle Chöre zum Abschluss auf dem Hofplatz, um gemeinsam mit dem Publikum zwei bekannte Songs zu singen. Dank trockener und angenehmer Witterung wurden die Gassen der Altstadt Wil zur musikalischen Bühne.

Laut Simon Lumpert, Präsident der Altstadtvereinigung ist dieser Anlass aus der Idee entstanden, dass die Altstadt viele Ecken und Facetten habe und dies mit verschiedenen Chören sehr gut interpretiert werden könne. Mit Walter Gysel und Jacqueline Gemperli, Dirigentin von VoceSonante fanden sich musikalische Experten, die beim auswählen der Chöre und der Organisation mitgeholfen haben. Bei der Ausschreibung meldeten sich 16 Chöre, also genug um im September einen zweiten Anlass zu planen.

Gesang in den Gassen belebt die Altstadt

Der erste Durchgang begann auf dem Bärenplatz mit «VoceSonante». Der Chor aus dem Raum Kirchberg entstand aus dem Männerchor Dietschwil, der mangels Mitglieder zum gemischten Chor wurde und seit 2018 als «Vocesonante» auftritt. Ihr Repertoire umfalls traditionelle Chorliteratur, Musical und Gospel.

Lateinamerikanische Lieder ertönten von der Terrasse vom Haus Wilder Mann. Das schon zahlreich vorhandene Publikum lauschte gebannt den Liedern vom «Coro Suizo Latinoamericano». Mit jedem Standortwechsel hatte es mehr Zuhörer, gross und klein fanden sich auf dem Lindenplatz ein, wo der Jodelclub Wil das bekannte Lied «Dini Seel ä chli la bambälä la» anstimmte und grosse Teile vom Publikum spontan mitsang oder zumindest mitsummte.

Auf der Ostseite des Baronenhauses wartete die Gruppe «Cantemus» auf mit mittelalterlichen Tönen. Italienische Madrigals aus dem 16. Jahrhundert passten vorzüglich in die Altstadtgassen. Im Hofgarten (Hof zu Wil) schloss das «Chörli Rossrüti» die Einzelvorträge ab. Das Publikum hatte mittlerweile kaum Platz im beschaulichen Garten.

Krönender Abschluss war der Auftritt auf dem Hofplatz. Alle Chöre sangen vereint die beiden Lieder «Thank you for the music» und «We are the world». Dem Publikum wurden Textblätter abgegeben und wer des Englisch mächtig war, hat kräftig mitgesungen. Michael Jackson und Abba hätten ihre wahre Freude gehabt, ihre Hits in einer solchen Kulisse zu höhren.

Der Erfolg dieses Musikprojektes wird hoffentlich mit der zweiten Ausgabe im September seine Fortsetzung finden.