Nein, die Eltern hatten keine Freude, wenn sie meist auf den Weg «hintenrum» erfuhren, dass ihr Nachwuchs mal wieder im «Rex» war. Die Disco an der Flawilerstrasse, in welchem die Jugend der 60er, 70er und 80er den musikalischen Aufbruch feierte. Dort, wo die Lang-Haarigen sich trafen. Es war eines der ersten Lokale in der Region, in dem Livemusik gespielt wurde. Und sonst? Rock’n’Roll, Blues und vieles mehr, worüber hier der Mantel des Schweigens gehüllt wird.

Nach mehreren Pächterwechseln kaufte schliesslich die Gemeinde Uzwil im Jahr 2016 das Haus für 700'000 Franken, um Asylsuchende darin unterzubringen. Spätestens dann war auch den «Alt 68ern» klar: Das war’s mit dem «Rex». Nicht ganz, wie sich nun herausstellt. Ein letztes Andenken ist noch übrig – und zwar im Kobelwald. Dort ist die grosse Tafel mit der Aufschrift «Café Bar Discothek» fast schon etwas versteckt zu finden, am Boden stehend hinter einer Holzbeige. Bei manch einem kommen nostalgische Gefühle auf – umgeben von Waldesruhe und Vogelgezwitscher. Ist die Tafel gar ein Fall für die Uzwiler Vereinigung für Kulturgut? Wie auch immer: Ewig lebe das «Rex».

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So sieht das "Rex" heute aus. Die wilden Zeiten der 1970er-Jahre sind fern.