Das hat regelrecht gesessen, diese FIGA 2022. Auf der Schäfliwiese lösten sich die Höhepunkte am vergangenen Wochenende im Minutentakt ab. Natürlich stand das einheimische Gewerbe im Mittelpunkt, doch das Rahmenprogramm war absolut nicht von schlechten Eltern. So heizten die Vollxrocker am Freitagabend musikalisch ein, die Schwinger Samuel Giger, Mario Schneider, Domenic Schneider, Damian Ott und Werner Schlegel wurden an ihren Autogrammstunden belagert, Irma Schatt’s Kinderjodelchörli erntete tosenden Applaus und Fabian Unteregger moderierte am Samstagabend den gemeindeeigenen Jubiläumsabend. Die Liste könnte endlos weitergeführt werden, schlussendlich gab es schlicht und einfach drei Tage Dorffest vom Feinsten. Für die kleinen Besucher gab es Schnupperlektionen im Schwingen, während es sich die älteren Besucher an den Ständen der Gewerbetreibenden gemütlich gemacht haben. Fachkundige Auskünfte an den Standorten der Rehaklinik, bei Maler Früh, Sanitär Brühwiler, der Landi Thula, oder beim Metzger Sturzenegger, die Vielfalt des Fischinger Gewerbes kennt keine Grenzen.

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Landi Thula


Irgendwie schade nur alle sechs Jahre

Die FIGA findet alle sechs Jahre statt, irgendwie schade, denn nicht nur das einheimische Volk geniesst es, hierbei mit Freunden zusammen zu sein und gemütliche Stunden zu geniessen. Von weit ausserhalb der Fischinger Gemeindegrenzen strömten an den drei Tagen die Menschen herbei, womit bewiesen ist, die FIGA ist äusserst bekannt und beliebt. Die Organisation braucht hingegen hunderte Vorbereitungs- und Aufbaustunden und das liesse sich zeitlich einfach nicht machen, würde man die FIGA jedes Jahr durchführen. Rund 45 Gewerbetreibende waren im grossen Festzelt präsent und die diversen kulinarischen Angebote wurden, von Restaurants, an fünf Standorten angepriesen. In den Abendstunden, zu den jeweiligen Partyabenden, stieg indes die Temperatur ins Unermessliche. So meinte nicht nur Walter Hugentobler, Direktor des Klosters Fischingen, dass es fast zu warm geworden sei. «Ich war am Freitagabend anwesend, da flossen die Schweissperlen regelrecht herunter», sagte er lachend.

Abkühlung gab es jedoch – zumindest tagsüber – im Freien. Da präsentierte sich unter anderem die Feuerwehr, deren Angehörige ihr Tanklöschfahrzeug erklärten und die Kinder ins Cockpit hievten. Kraft und Eleganz bewiesen auch diejenigen, die sich am Bobanschieben versuchten. Schnelle Zeiten generierten hierbei nicht nur die Männer, auch die Frauen wussten, wie man den Bob schnellstmöglich in Fahrt bringt. Drei Tage Spass, Gewerbe, Unterhaltung und tausende Besucher; die FIGA 2022, wird lange in Erinnerung bleiben.

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Samuel Giger, Mario Schneider und sein Bruder Domenic Schneider (von rechts), haben sich offensichtlich vom ESAF, eine Woche zuvor, erholt und geniessen die FIGA inmitten des Publikums.