Die einzelnen Projekte können sich je nach Bearbeitungsstand zeitlich nach vorne oder nach hinten verschieben. Bei den Kostenangaben handelt es sich um sehr grobe Schätzungen, die im Verlaufe der Projekt-Erarbeitung konkretisiert werden müssen.

Anschlüsse Fernwärme plus Hängebrücke

Falls das Projekt der Fernwärmeleitung vom ZAB Bazenheid nach Jonschwil realisiert werden kann, sollen die Schulanlagen Degenau und Jonschwil an diese Leitung angeschlossen werden, sodass beide Anlagen vollständig mit erneuerbarer Energie beheizt werden können. Dies löst eine Anschlussgebühr von je 100000 Franken aus, ist jedoch deutlich günstiger als eine Umstellung auf Wärmepumpen, wie es im aktuellen Mitteilungsblatt heisst. Da die Fernwärme über eine rund 170 Meter lange Hängebrücke von Bazenheid nach Jonschwil geführt wird, sollen an beiden Brückenenden Wanderwege erstellt werden. Aktuell wird von einem Wanderweg-Kostenanteil an die Brücke von rund Fr. 125000 ausgegangen. Es wird angestrebt, dass dieses Projekt im Jahr 2024 zur Realisierung kommt.

Schulhäuser: Energetische Verbesserungen

Beim Schulhaus Notker soll im Jahr 2023 der Estrich gedämmt werden, um den Energiebedarf zu senken. In den Jahren 2024 und 2025 sollen zudem die Fenster in zwei Etappen à je rund Fr. 150 000 ersetzt werden, wobei die Arbeiten jeweils in den Sommerferien erledigt werden. Beim Oberstufenzentrum ist der Ersatz der Fenster in den Jahren 2026 bis 2028 in drei Etappen vorgesehen (Fr. 300000 / 600000 / 600000).

Neues Fahrzeugkonzept

Bei der Abteilung Hausdienste-Bauamt-Kläranlage (HBK) werden das Kommunalfahrzeug (Bucher; Jahrgang 2010) und die Strassenwischmaschine (CityCat; Jahrgang 2009) bald ersetzt werden müssen. Im Hinblick darauf hat der Gemeinderat ein neues Fahrzeugkonzept genehmigt. Dieses sieht die Beschaffung von drei Fahrzeugen vor, die in der Summe die gleiche Investition wie die beiden bisherigen Fahrzeuge auslösen. Im Jahr 2023 sollen ein Traktor mit Pflug und Streuer (Standardausführung) und ein Lieferwagen mit Allrad erworben werden. Im Jahr 2024 soll dann ein Trägerfahrzeug dazukommen, das unter anderem für die Strassenreinigung eingesetzt werden kann, aber aufgrund seiner Multifunktionalität wesentlich mehr Einsatzmöglichkeiten aufweist. Die Berechnungen haben gezeigt, dass mit dem neuen Konzept die Investitions- und Betriebskosten auf gleicher Höhe bleiben wie bisher.

Neubau: Turnhalle und Werkhof

Am 27.November 2022 haben die Stimmbürger/innen dem Anschluss an den Zweckverband ARA Thurau sehr deutlich zugestimmt. Damit werden die Hochbauten bei der heutigen Kläranlage und beim Werkhof teilweise über- flüssig. Der Gemeinderat hat dafür bereits im Jahre 2021 eine Studie über einen künftigen Werkhof erstellen lassen. Diese empfiehlt einen zentralen Standort in der Gemeinde. Die Gemeinde verfügt beim Oberstufenzentrum über eingezontes Land, das dafür genutzt werden kann. Es wird deshalb das Ziel verfolgt, in der Degenau etwa im Jahr 2027 einen neuen Werkhof zu realisieren. Idealerweise wird dieser Bau kombiniert mit einer neuen Turnhalle, die über dem Werkhof zu liegen kommt und an das Oberstufenzentrum angeschlossen werden kann. Damit wird einem Bedürfnis der Vereine und der Schulen Rechnung getragen, da die Turnhallenkapazitäten seit mehreren Jahren ausgeschöpft sind. Die Kosten für die beiden Vorhaben werden auf je rund 2,5 Mio. Franken geschätzt.

Neubau Gemeindehaus

Am Gemeindehaus aus den sechziger Jahren nagt der Zahn der Zeit. Die Elektro- und Sanitärleitungen sind sanierungsbedürftig. Die alten Öl-Heizungen beim ehemaligen Postgebäude und beim Gemeindehaus sollten ersetzt werden. Zudem ist das Dach beim (ehemaligen) Grundbuchamt nicht mehr dicht. Ein weiterer Punkt ist das Gemeindearchiv, das erstens zu klein und zweitens aktuell auf drei Standorte verteilt ist. Der Gemeinderat hat deshalb gemeinsam mit den Eigentümern der Mehrfamilienhäuser Brühlstrasse 2 und 4 eine Studie erstellen lassen. Auf dem gesamten Areal können Mehrfamilienhäuser mit 30 bis 40 Wohnungen und ein Gemeindehaus erstellt werden. Das Gemeindehaus kommt näher zu den Hallen der Hardegger Käse AG zu liegen. Die Wohnbauten sind im nordöstlichen Bereich des Areals vorgesehen. Alle Bauten werden mit einer gemeinsamen Tiefgarage erschlossen. Die ungefähren Kosten eines neuen Gemeindehauses (rund 4 Mio. Franken) können mit dem Landverkauf für die Wohnbauten etwa gedeckt werden.

Rückhaltebecken Riet/Bärensberg

Um die Hochwasserspitzen des Schwarzenbachs zu reduzieren, wird im Gebiet Riet ein Rückhaltebecken für Starkniederschläge (HQ100 = hundertjähriges Hochwasser) geplant. Mit einer kleinen Anhebung der Kiesstrasse zwischen der Sonnhalde und dem Bärensberg wird erreicht, dass das Wasser in der östlich gelegenen Wiese gestaut wird. Mit einem Überlauf wird darauf das Wasser gedrosselt an den Schwarzenbach abgegeben. Die auf zwei Jahre verteilten Gesamtkosten betragen 550000 Franken, wobei eine Bundes-/Kantonssubvention von 300000 Franken zugesichert ist. Mit diesem Vorhaben kann das mehrjährige Projekt zur Erreichung der Hochwassersicherheit beim Schwarzenbach abgeschlossen werden.

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Wenn die Kiesstrasse ein wenig angehoben wird, entsteht ein grösseres Retentionsvolumen.

In den Jahren 2023 bis 2027 ergeben sich mit den aufgeführten Projekten Nettoinvestitionen von rund neun Milli- onen Franken. Das töne auf den ersten Blick nach viel, sei jedoch gut zu verkraften, heisst es im Blatt weiter. Mit einem Landverkauf beim heutigen Gemeindehaus-Areal wird die finanzielle Belastung bereits deutlich reduziert.