Wie schwierig es sein kann, genügend Personen für Ämter zu finden, zeigt das Beispiel des gemeinsamen Oberstufenschulrats von Bütschwil, Ganterschwil und Lütisburg. Im ersten Wahlgang Ende September waren zwei Sitze vakant geblieben, weil es schlicht nicht genügend Kandidaten hatte.

In der Folge meldete sich Matthias Fritschi (Bütschwil, CVP) und machte seine Kandidatur im zweiten Wahlgang publik. Dabei blieb es bis zum Ende der offiziellen Meldefrist. Es drohte eine Vakanz zu Beginn der neuen Legislatur im Januar. Doch nun ist plötzlich alles anders und es kommt im zweiten Wahlgang am kommenden Sonntag gar zu einer Kampfwahl. Denn mit Michael Meier (Ganterschwil, parteilos) und Hans Ulrich «Ueli» Bösch (Lütisburg, parteilos) stellen sich gleich zwei weitere Personen zur Verfügung – so quasi auf den letzten Drücker. Offizielle Kandidaten sind sie zwar freilich nicht, wählbar aber schon. Um einen der beiden zu wählen, muss auf dem amtlichen Stimmzettel von Hand auf einer noch leeren Zeile der entsprechende Vor- und Nachname geschrieben und das vorgedruckte Kästchen angekreuzt werden. Gewählt sind jene beiden Personen, welche am meisten Stimmen bekommen.

Lütisburg nicht mehr im Schulrat vertreten?

Im ersten Wahlgang waren neben Schulratspräsident Hans Jörg Furrer (Bütschwil, FDP) die vier Schulräte Dominik Stillhart (Bütschwil, CVP), Caroline Järmann (Ganterschwil, parteilos), Besim Turgut (Bütschwil, CVP) und Reto Brunschwiler (Zuzwil parteilos) gewählt worden und zwei Sitze vakant geblieben. Verpasst nun Ueli Bösch die Wahl, ist Lütisburg im BuGaLu-Schulrat nicht mehr vertreten. 

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Ein Kandidat gefunden, einer fehlt (19.10.20)

Schon jetzt ist der Schulrat der Oberstufenschulgemeinde Bütschwil-Ganterschwil-Lütisburg (BuGaLu) nicht vollzählig und das Ressort «Förderung und Gesundheit» vakant. Zudem haben mit Rosamaria Eisenring und Willi Breitenmoser zwei weitere Ratsmitglieder den Rücktritt per Ende der Legislatur im Dezember eingereicht. Für den ersten Wahlgang konnte für die drei vakanten Sitze nur ein neuer Kandidat gefunden werden: Reto Brunschwiler aus Zuzwil. Zusammen mit den drei Bisherigen hat er das Absolute Mehr geschafft.

Zwei Sitze konnten aber nicht besetzt werden. Dies verbunden mit der Hoffnung, dass sich für den zweiten Wahlgang weitere Kandidaten finden lassen. Doch im Verlauf der offiziellen Meldefrist, die am 9. Oktober geendet hat, ist mit Matthias Fritschi aus Bütschwil nur ein Kandidat aufgetaucht. Trotzdem ist vorstellbar, dass im zweiten Wahlgang am 29. November der Rat komplettiert wird. Denn dieses Mal genügt das relative Mehr. Jene beiden Personen, welche am meisten Stimmen machen, sind gewählt. Man muss nicht auf den Wahlunterlagen erscheinen, um gewählt werden zu können. Die beiden Personen mit den meisten Stimmen können die Wahl allerdings binnen dreier Tage ablehnen. So ist auch das Szenario denkbar, dass ein dritter Urnengang im Jahr 2021 nötig wird und der Rat bis dahin weiterhin nicht komplett sein wird. Darum gilt weiterhin: Dringend Schulrat gesucht.