Die Zukunft des Textilmuseums Niederbüren samt knapp 4000 Quadratmetern dazugehörigem Land bewegt die Gemüter. Nachdem publik geworden war, dass die Gemeinde das Gebäude kaufen will, wurde das Referendum ergriffen. 253 Unterschriften kamen zusammen, weshalb nun am 25. November eine Urnenabstimmung stattfindet. Vergangenes Wochenende wurde ein Flugblatt «Nein zum Kauf der Liegenschaft Textilmuseum Niederbüren» an alle Haushaltungen der Gemeinde verteilt.

«In diesem Flyer wurden viele Behauptungen und Mutmassungen dargestellt, die schlicht und einfach nicht wahr sind», lässt die Gemeinde im aktuellen Mitteilungsblatt verlauten. Der Gemeinderat schreibt, dass Strom, Heizöl, Wasser/Abwasser, Kehrichtabfuhr und Umgebungsarbeiten vollumfänglich der Museumsverein übernehme, nebst einem jährlichen Mietzins von 9600 Franken pro Jahr an die Gemeinde für den künftigen laufenden Liegenschaftsunterhalt. Der Heizbrenner sei im Oktober 2011 ausgewechselt worden. Die Heizungsanlage befinde sich in einem guten Zustand und die gemessenen Abgasgrenzwerte genügten auch den verschärften Grenzwerten ab dem Jahr 2019.

Für die Gemeinde ein «günstiger» Kaufpreis

Im Mitteilungsblatt ist weiter zu lesen, dass für die Besuchergruppen auf der Museumsliegenschaft mindestens 25 Parkplätze zur Verfügung stünden. Eine Parkplatzerweiterung sei mit der Richtplanung geprüft und intern aufgezeigt worden. Dies für den Fall, dass für den Betrieb des benachbarten Rock- & Popmuseum in den nächsten Jahren ein erhöhter Besucherparkplatzbedarf entsteht. In den nächsten 15 bis 20 Jahren bestehe kein grösserer Renovationsbedarf am Museumsgebäude. Dieses sei in einem sehr guten Zustand. Alle Elektroinstallationen seien neuwertig.

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Am Tag der offenen Tür im September nutzten Interessierte die Möglichkeit, um sich im Textilmuseum umzusehen.

«Nachdem 2009 alle Betriebsliegenschaften der Zetag AG verkauft wurden, ist es verständlich, dass sich die Familie Georgii jetzt auch von der Museumsliegenschaft zurückziehen will. Eigentümerin der Museumsliegenschaft ist die Zetag AG, welche im Sinne einer langfristigen und zukunftsgerichteten Lösung bereit ist, die Museumsliegenschaft zum günstigen Kaufpreis von 430‘000 Franken der Gemeinde Niederbüren zu verkaufen. Bei einem Liegenschaftsverkauf an einen Dritten wäre der Museumsfortbestand in Niederbüren gefährdet», schreibt die Gemeinde.

Das letzte Wort ist bestimmt noch nicht gesprochen. Die Abstimmungsunterlagen werden nächste Woche allen Stimmberechtigten von Niederbüren zugestellt. (gk/sdu)