Da noch genügend Schnee auf dieser Höhenlage zu finden war, konnten verschiedene Teilbereiche des Hochtourens geübt werden. Im Kinderbergsteigen ging es vorerst darum, einen Erstkontakt mit dieser Art des Bergsteigens zu ermöglichen. 

So wurden zum Beispiel die Steigeisen an die Bergschuhe angepasst, um damit im Schnee und auf Felsblöcken das Gefühl fürs Laufen zu wecken. Simuliert wurde die Begehung eines verschneiten Gletschers, in dem Seilschaften gebildet wurden. Für die am Ende des Seiles sich befindenden Personen hiess es, eine Seilverkürzung um den Oberkörper zu legen. Eine Seilverkürzung wird dann angewandt, wenn nicht das ganze Seil benötigt wird. 

Mit den angetroffenen Schneeverhältnissen bot es sich an, eine solide Schneeverankerung zu graben. Dies wird benötigt, wenn man abseilen muss oder für eine Spaltenrettung eine feste Verankerung gebraucht wird. Die Jugendlichen der JO übten mittels Flaschenzug die improvisierte Spaltenrettung. Es ist gut zu wissen, wie in einem Ernstfall gehandelt und die Seilpartnerin sicher geborgen werden kann. In den Bereich der Selbstrettung gehört der Selbstaufstieg am Seil. 

Mittels verschiedener Klemmknoten ist es möglich, sich an einem Seil hoch zu schieben. Ein Teil der Ausbildung fand in der wärmenden Hütte statt. Während das KiBe erfuhr, wie man einen Rucksack möglichst optimal packt, vertiefte sich die JO im Bereich der Wetterkunde oder lernte die verschiedenen technischen Materialien näher kennen. 

Mit wiederkehrendem Üben bereitet sich der SAC-Nachwuchs für Touren im Hochgebirge vor, um sicher und vertrauensvoll in der Gruppe unterwegs sein zu können.

Claudio Hess