«Wir hatten zwar zwei Wochen Ferien. Aber als Trainer ist man immer aktiv», sagt Ciriaco Sforza nach dem ersten Training dieser Sommervorbereitungsphase. Damit zeigt er, wie intensiv es dieser Tage beim FC Wil hinter den Kulissen zu und her geht. Spieler kommen, Spieler gehen. Nicht mehr dabei ist Kwadwo Duah, der ab sofort für den FC St. Gallen spielt. Noch da ist der andere Spieler, der in der vergangenen Saison zwölf Tore erzielt hat: Valon Fazliu. Sein Vertrag mit dem FC Wil wurde im Sommer bis 2022 verlängert. Ob er auch wirklich bleibt, werden die nächsten Wochen zeigen.

Interessant war bei der Trainingseinheit mit 16 Feldspielern und 3 Torhütern aber vor allem, wer sich erstmals auf dem Bergholz zeigte. So zum Beispiel der 22-jährige Goalie Philipp Köhn, der von Red Bull Salzburg für ein Jahr an den FC Wil ausgeliehen wurde, um hier Spielpraxis zu sammeln. So kommt es nicht überraschend, dass Köhn den Anspruch hat, die Nummer eins im Wiler Tor zu werden und sich gegen Yuri-Gino Klein und Kader Abubakar durchzusetzen. Köhn spielte bis Stufe U18 für die deutsche Nationalmannschaft, seither für die Schweiz. Aktuell gehört er zum Kader der U21-Nati. Warum sich Köhn auf einen Wechsel vom grossen Salzburg ins kleine Wil und somit ein erstes Engagement in der Schweiz einlässt, sehen Sie hier im Video-Interview.

Im Video: Philipp Köhn hat Wil auf der Landkarte schnell gefunden

 

Sauter wird wohl vom FC Zürich ausgeliehen

Womöglich landet noch ein zweiter Spieler aus den Weiten des Red-Bull-Konzerns auf dem Bergholz. Denn beim Trainingsauftakt war auch der 19-jährige Mittelstürmer Noah Jones dabei. Der deutsch-amerikanische Doppelbürger lief einst für Wolfsburg auf und seit 2017 für Leipzig, wo sein Vertrag laut transfermarkt.ch diesen Sommer aber ausgelaufen ist. Auf Stufe U18 spielte Jones in der amerikanischen Nationalmannschaft – unter dem Schweizer Trainer Raphael Wicky. Jones hat bereits gegen Ende der vergangenen Saison mit den Wilern trainiert und ist nun wieder da. Das deutet darauf hin, dass man bereits in der finalen Phase der Vertragsverhandlungen sein dürfte.

Apropos USA: Auch ein weiterer Wiler Testspieler hat Wurzeln in Amerika. Nämlich Ilan Sauter. Der 19-jährige Innenverteidiger ist in New York geboren, durchlief denn aber die Nachwuchs-Abteilungen des FC Zürich. Er ist Schweizer U19-Nationalspieler und kam auch schon zu drei Einsätzen in der Super League mit den Zürchern. Man sei auf gutem Weg, mit ihm einen Leihvertrag abzuschliessen, sagt FC-Wil-Medienchef Dani Wyler zur Personalie Sauter. Einen neuerlichen Leihvertrag wird es wohl für Bledian Krasniqi geben, der schon vergangenen Saison vom FC Zürich ausgeliehen war.


Testspiele gegen zwei Super-League-Klubs

Von den «Neuen» waren Leo Mätzler – er kam aus Altach – und Jan Kronig aus dem Fundus der Young Boys beim Trainingsauftakt dabei. Noch nicht zugegen war Samuel Ballet. Er absolvierte just am Montag die Autoprüfung. Es ist ferner davon ausgehen, dass dieser Transfer-Sommer beim FC Wil noch diverse weitere personelle Rochaden mit sich bringen wird. An der Strategie, junge Spieler auszubilden und zu formen, soll festgehalten werden.

Knapp vier Wochen lang ist die Vorbereitungsphase, bis es für den FC Wil am Wochenende vom 11. bis 13. September im Cup-Sechzehntalfinal ernst gilt. Saisonstart in der Challenge League ist dann eine Woche später. Bis zum 20. Dezember werden die ersten 15 Runden ausgetragen. Die restlichen 21 Spiele folgen zwischen Ende Januar und dem 22. Mai des kommenden Jahres. Der Spielplan wird dieser Tage durch die Swiss Football League veröffentlicht. In der Vorbereitungsphase sind vier Testspiele angesetzt – unter anderem auswärts gegen die beiden Super-League-Klubs Vaduz (21. August) und den FC Zürich (28. August). Zudem kommt es im Bergholz zu den Vergleichen mit Schaffhausen (26. August) und Lustenau (4. September).

hallowil.ch wird von den Vorbereitungsspielen mit einem Liveticker berichten.