Die St. Galler Staatskanzlei geht nach wie vor von Einzelfällen mit fehlerhaften Wahlcouverts aus. Das teilt die Staatskanzlei in einer Medienmitteilung am Donnerstag mit. «Aufgrund der Herbstferien kann nicht ausgeschlossen werden, dass die bisherigen Aufrufe erst einen Teil der Stimmberechtigten erreicht haben», warnt sie in der Mitteilung. Deshalb wird erneut darum gebeten, die Vollständigkeit des Stimmmaterials zu prüfen.

Bereits in den vergangenen zwei Wochen wurde jeweils Donnerstag über den Versand einzelner unvollständiger Stimmzettel-Sets für die bevorstehende Nationalratswahl informiert. «Aufgrund der Aufrufe wurden der Staatskanzlei und den Gemeinden bis jetzt 73 Fälle in sechs Gemeinden gemeldet», heisst es in der Mitteilung weiter. Damit haben sich die Fälle von unvollständigen Wahlzetteln beinahe verdoppelt. Die Einschätzung der verantwortlichen Druckerei, dass nur eine sehr geringe Anzahl der insgesamt 338 000 gedruckten Stimmzettel-Sets unvollständig sind, habe sich demnach bestätigt. Aktuell sind der Staatskanzlei folgende Fälle in der Region Wil bekannt:

- Jonschwil: 2 falsche Stimmzettel-Sets gemeldet

- Niederhelfenschwil: 22 falsche Stimmzettel-Sets gemeldet

- Wil: 2 falsches Stimmzettel-Set gemeldet

- Oberbüren: 25 falsche Stimmzettel-Sets gemeldet

«Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die bisherigen Aufrufe aufgrund der Herbstferien erst einen Teil der Stimmberechtigten erreicht haben», ist die Staatskanzlei überzeugt. Deshalb bittet die Staatskanzlei weiterhin alle Stimmbürger, die ihnen zugstellten Stimmzettel-Sets so bald als möglich auf deren Vollständigkeit hin zu prüfen und sich bei ihrer jeweiligen Wohnsitzgemeinde zu melden – falls einzelne Listen fehlen sollten. Ein vollständiges Stimmzettel-Set enthält die 25 eingereichten Wahllisten sowie einen leeren Stimmzettel. Alle Gemeinden sind informiert und angewiesen, fehlerhaftes Stimmmaterial umgehend zu ersetzen. (pd)

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Unvollständige Stimmzettel: Die Region Wil ist betroffen

Der aktuelle Bericht der Druckerei lasse darauf schliessen, dass es sich um Einzelfälle handle, lässt die Staatskanzlei des Kantons St. Gallen verlauten. Sie bittet alle Stimmberechtigten, die Vollständigkeit des Stimmmaterials zu überprüfen und sich bei ihren jeweiligen Gemeinden zu melden, falls Listen fehlen sollten. Ein vollständiges Stimmzettel-Set enthält die 25 eingereichten Wahllisten sowie den leeren Stimmzettel.

Diese Gemeinden sind betroffen:
- Oberbüren: 9 falsche Stimmzettel-Sets gemeldet
- Niederhelfenschwil: 4 falsche Stimmzettel-Sets gemeldet
- Wil: 1 falsches Stimmzettel-Set gemeldet
- Eggersriet: 2 falsche Stimmzettel-Sets gemeldet

Gemäss der Druckerei seien die fehlerhaften Stimmzettel-Sets auf ein technisches Problem beim sogenannten Sammelhefter zurückzuführen. Nachdem es zu kurzen Unterbrüchen beim Ausrüstvorgang gekommen ist, wurden die Druckbögen, die sich noch in der Maschine befanden, nicht ordnungsgemäss aussortiert. Die Druckerei geht aufgrund ihrer Untersuchungen davon aus, dass nur eine geringe Anzahl an unvollständigen Stimmzettel-Sets hergestellt wurde, schreibt der Kanton St. Gallen am Donnerstagabend in einer Mitteilung.

Auch Fehler im Thurgau

Im Kanton Thurgau kam es scheinbar ebenfalls zu einer Panne. Die Staatskanzlei des Kantons Thurgau hat von zwei Stimmberechtigten die Meldung erhalten, dass ihre Wahllisten für die Nationalratswahlen am 20. Oktober nicht vollständig seien. In den betroffenen Unterlagen sei ein Teil der Stimmzettel doppelt vorhanden, andere hingegen würden fehlen. Derzeit nimmt die Staatskanzlei die nötigen Abklärungen vor. Die Stimmberechtigten sollen die Wahlunterlagen prüfen und sich bei Unvollständigkeit bei ihrer Wohngemeinde melden. (pd/red)