Rund ein Drittel der Fläche der Schweiz ist von Wald bedeckt. Er trägt als Lebensraum für Tiere und Pflanzen nicht nur viel zur Ökologie bei, er hilft den Menschen beim Regenerieren.

Das Bundesamt für Umwelt hat die Waldbesucher zu ihren Vorlieben und zu ihren Motiven befragt: 7,6 Prozent gehen in Begleitung ihres Hundes; 8,6 Prozent schätzen die besonders gute Luft; 9,9 Prozent sammeln Pilze oder Kräuter; 18,2 Prozent treiben Sport; 19,1 Prozent können sich im Wald besonders gut erholen und 40,1 sind als Spaziergänger unterwegs.

Im Wald kommt man zur Ruhe

Der Wald ist so etwas wie ein kostenloses Wellness- und Fitnessstudio. Wer sich im Wald bewegt, verbessert laut Studien die Durchblutung von Herz, Lunge und Gehirn, stärkt sein Immunsystem, senkt erhöhten Blutdruck, verbessert die Blutzuckerwerte, stärkt die Muskulatur, hält Sehnen und Bänder geschmeidig. Und die ätherischen Öle in der Luft der Nadelbäume reinigen die Atemorgane.

Auch die Psyche profitiert: In mitten von Farnen, Moosen und Kräutern kann man wirkungsvoll Stress abbauen und zur Ruhe kommen. Die vielfältigen Lichtspiele und Grüntöne in den Blättern wirken beruhigend, ausgleichend und vitalisierend. Im Wald kann man leichter zu sich selbst finden. Viele Menschen suchen instinktiv die grüne Oase auf, wenn sie etwas bedrückt oder wenn sie eine schwierige Entscheidung zu treffen haben.

Kontakt zur Natur

Wie die bereits erwähnte Studie des Bundesamtes weiter ergab, ist für viele Befragte der Wald der Inbegriff für Ruhe, Freiheit, Schönheit. In diesem Lebensraum fühlt man sich den Kräften der Natur besonders nahe. In ihm ist der Kreislauf des Werden und des Vergehen in grosser Vielfalt besonders intensive erlebbar. Einerseits strahlt er viel Ruhe und Konstanz aus, gleichzeitig ist er in einem stetigen Entwicklungsprozess, dies macht ihn besonders faszinierend.   

Verborgens Leben

Wer sich auf ein Bänklein oder einen umgesägten Baum setzt, braucht lediglich einige Minuten zu warten. Bald schon wird offensichtlich, weshalb die Fachleute vom Wald als einem Ökosystem sprechen: Alles scheint mit Leben erfüllt und aufeinander abgestimmt zu funktionieren. Jede Pflanze und jeder Käfer scheint seinen Teil zum Ganzen beizutragen. Auf den Blütendolden sind kleine Insekten unterwegs, zwischen dem Laub am Boden krabbelt ein Tausendfüssler hervor, ein Strahl des Sonnenlichts trifft auf ein Spinnennetz, flink erklimmt ein Eichhörnchen einen Tannenstamm. 

Von einem anderen Baum ist das Hämmern eines Spechts zu hören. Dort wo vom letzten Regenguss eine Pfütze übrig geblieben ist, gehen verschiedene Insektenlarven auf Beutefang.

Dass sämtliche Sinne im Wald angesprochen werden, macht ihn zum besonderen Genuss. Wenn man sich hinsetzt und die Augen schliesst, ist man überrascht welche breite Palette von Vogelstimmen, von Insektensummen und von Raschelgeräuschen zu hören ist, und welche unterschiedliche Düfte die Nase aufnimmt.

Was man im Wald alles für sein Wohlbefinden tun kann:

  • Spazieren
  • Nordic Walken
  • Joggen
  • Biken
  • Yogaübungen praktizieren
  • Meditieren
  • Turnen
  • Zeichnen und Malen
  • Fotografieren
  • An einer Feuerstelle die Geselligkeit pflegen
  • Gute Gespräche mit Freunden führen
  • Kindern die Wunder der Natur zeigen