Ein Waldgottesdienst ist eine ungewohnte Umgebung für eine Messfeier, begrüsste Walter Lingenhöle die Anwesenden. Wenn wir in Gottes schöner Natur feiern können, dürften wir uns auch unter dem Schutz Gottes fühlen. Einfachheit prägte die Feier, eine Erfahrung, dass es für den Dienst an Gott nicht viel braucht. Dem Gottesdienst ging für die Besucher ein längerer Weg voraus bis zum Silbersee in der Thurau. Auf rohen Holzbänken bot sich eine Sitzgelegenheit und Kapuzinerbruder Benno Keller feierte die Eucharistie auf einer grösseren Wurzelplattform.

Gottvertrauen über feste Verwurzelung erreichen
In seinen Predigtgedanken nahm Diakon Lingenhöle die feste Verwurzelung der Bäume als Anregung, dass es auch bei den Menschen darum gehe, in Gott feste Wurzeln zu schlagen. Genauso wie ein Baum in der Tiefe der Erde laufend Nahrung holen könne und dank festen Wurzeln auch grössere Stürme überstehe, finde der Mensch in Gottes Verankerung laufend neue Nahrung und den notwendigen Halt, um kleine und grosse Krisen zu überstehen.

Lingenhöle lud die Anwesenden ein, sich der eigenen Wurzeln und dem eigenen Halt bewusst zu werden. Wie der Baum sich zum Himmel empor aufrichte, seien wir Menschen ebenso zur Entfaltung zum Himmel aufgefordert, weil dieses Erdenleben nicht alles bedeuten könne. Eine besondere Bereicherung für die Feier boten Elisabeth und Josef Egli aus Wilen mit dem Aufspiel auf ihren Schwyzer Örgeli. Aktiv dabei waren auch die Besucher mit gesanglichen Beiträgen.

Gemeinschaft beim Apéro
Wegen Feuerverbot konnte der nachfolgende Apéro am Silbersee nicht bei offenem Feuer und wohl riechenden Grilladen stattfinden. Das hielt die Waldgottesdienstbesucher nicht davon ab, dennoch in guter Gemeinschaft anzustossen und regen Austausch zu pflegen. Wiederum sorgten die beiden Eglis für beste Unterhaltung.