In der Zeit des strickten Lockdowns wegen der Coronakrise haben sich viele Menschen regelmässig in der Natur bewegt. In der Gemeinde Uzwil sind die Wege entlang der Thur und der näheren Umgebung vermehrt begangen worden. Die Familie Eicher aus Henau hat zwei Mädchen beobachtet, welche selbstbemalte Steine verteilt haben. Sie war von der Idee begeistert.

Das machen wir auch, haben sich Fabienne und Philipp Eicher gesagt. Sie halten sich in ihrer Freizeit mit den beiden Kindern, der dreieinhalbjährigen Tochter Kim und dem einjährigen Sohn Nic, oft an der Thur auf. Der erste Schritt zur Umsetzung der Idee war die Suche von geeigneten flachen Steinen. Dem Thurufer entlang gibt es solche zur Genüge. Dann wurde zu Hause in der Stube ein Malatelier eingerichtet. Die aufgeweckte Kim wollte dabei ihren Eltern nicht bloss zuschauen, sondern selber mitmachen. Unter kundiger Anleitung malte sie tüchtig mit. Die Steine wurden mit Acrylfarben mit verschiedenen Motiven bemalt. Das anschliessende Lackieren gab den Farben Wetterfestigkeit und Glanz. Dann wurden sie dem Thurweg entlang zwischen der Thuraustrasse und dem Thursteg verteilt.


Steine bemalen als Dominoeffekt

Die bemalten Steine wurden beachtet und gefielen offensichtlich einigen Passanten so gut, dass sie sie mitnahmen. Das machte die kleine Kim traurig. Sie wollte die Steine bei den nächsten Spaziergängen und Velofahrten immer wieder sehen. Deshalb wurde das Projekt leicht abgeändert. Auf einem grossen Stein wurde der Anfang des «Walk of Stones» markiert und dazu eingeladen, die aufgereihten Steine zu betrachten und sie durch eigene bemalte Steine zu ergänzen. Das klappt, wie die Bilder zeigen, zur Freude der Familie Eicher gut. Es sind zum Teil Bekannte der Familie Eicher, aber auch Unbekannte, welche zur Vielfalt des Walk of Stones Henau beitragen. Fabienne Eicher hat zwar keine Facebook-Gruppe gegründet. Sie freut sich aber am Erfolg des Projekts und zeigt die schönen Steine auf ihrer Facebook-Seite.