Das Gestaltungsgebiet Lindenacker, die Bewohner der Nord- und Lindenstrasse sowie die Eschliker Volksschule werden künftig ihre Energie vom Wärmeverbund Eschlikon beziehen.

Es gibt noch freie Kapazität
Vorgängig zur offiziellen Besichtigung wurden die Nutzer sowie die am Projekt beteiligten Firmenvertreter eingeladen, die Inbetriebnahme zu feiern. Sie alle haben die Worte von Philipp Lüscher, dem von der Schmid AG Verantwortlichen des Projekts, mit Freude gehört: «Wir werden stets alles daransetzen, dass jeder Nutzer warm haben wird.»

Die «Energie Münchwilen AG» sowie die «Schmid AG, energie solutions», welche hauptsächlich in der Realisierung des Projekts involviert waren, zeigten in ihren Ausführungen vor den Gästen auf, dass sie noch etliche weitere neue Kunden in den Wärmeverbund aufnehmen können.

Wechselnde Partnerschaft
Gemeinderat-Vertreter Bernhard Braun blickte in seinen Ausführungen auf die Entstehungsgeschichte des Wärmeverbunds Eschlikon zurück. «Bereits 2003 wurde von einem Wärmeverbund Lindenacker gesprochen und mit einer Interessensgemeinschaft eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.» Erst 2013 wurde jedoch alles spruchreif, nachdem man mit der EKZ einen Partner gefunden habe. 2015 wurde diese Partnerschaft jedoch bereits wieder aufgelöst und eine mit der «Energie Münchwilen» eingegangen.

«Der Wärmeverbund kann heute in Betrieb genommen werden, weil dank Überzeugungsarbeit genügend Beteiligte gefunden wurden, die sich dem Verbund anschliessen wollen.»

Die Zuständigkeit für den Betrieb ist gemäss Philipp Lüscher von der «Schmid AG, energie solutions» geregelt: Schmid AG ist zuständig für die Produktion der Wärme, «Energie Münchwilen» für die Verteilung.» Lüschers Arbeitgeber gehört selbstredend auch zu den Nutzern und ist so sein eigener Kunde geworden.

Reduktion Co2-Ausstoss
Bruno Wick von «Energie Münchwilen» blickte in seiner Eröffnungsrede auf einen Kontakt im 2015 mit Eschlikons Gemeindepräsident Hans Mäder zurück, in welchen die Problematik Wärmeverbund diskutiert wurde. «Obwohl wir unser Projekt in Münchwilen noch nicht beendet hatten, wurde nach lediglich einem Gespräch eine Zusammenarbeit eingegangen.»

In Eschlikon sind gemäss Wick unterdessen 2800 Meter Leitungen erstellt worden. Vorarbeiten für eine Erweiterung der Leitungen seien seit August in Angriff genommen worden. Die Nutzer des Wärmeverbunds leisten einen grossen Beitrag zur Reduktion des Co2-Ausstosses. Und sie sind im Besitz von «äusserst günstigen Abnehmerverträgen», wie Philipp Lüscher erklärte. «Als die ersten Nutzer gewonnen wurden, lag der Ölpreis auf einem sehr niedrigen Niveau. Wir waren somit gezwungen, günstige Angebote zu präsentieren. Das kommt den jetzigen und auch zukünftigen Beteiligten an unserem Wärmeverbund zugut.