Die Stimme von Vereinspräsident Severin Pfeffer klingt bedrückt. Was sich abgezeichnet hat, wurde im Januar Tatsache. «Leider müssen wir schweren Herzens unser Musical Sunny um ein Jahr verschieben.» Lange hat der Verein Musicalfieber Flawil zugewartet mit dem definitiven Entscheid. «Wir haben im Herbst vergangen Jahres bereits mit Proben begonnen und haben uns sehr auf die Auftritte gefreut. Doch jetzt müssen wir einsehen, dass es unmöglich ist, im Mai aufzutreten.»

Die Bekämpfung der Corona-Pandemie erfordert harte Massnahmen, an Musicalproben mit Gesang und Tanz ist momentan nicht zu denken. «Selbst wenn wir heute wieder komplett mit Proben beginnen könnten, wäre die Zeit zu knapp, um den hochgesteckten Qualitätsansprüchen, die wir an uns selbst stellen, zu genügen.»

Der Verein gibt nicht auf

Trotzdem wird der Verein nicht leiser. «Wir werden im Sommer 2021 statt Sunny eine Musicalgala aufführen. Diese wird in kleinerem Rahmen sein, doch wir wollen der Flawiler Bevölkerung in dieser Zeit etwas Entspannung bieten», sagt Pfeffer kämpferisch. Viel ist noch nicht bekannt. «Sobald klar ist, wann wir wieder auftreten und proben dürfen, legen wir los.» Und auch das Musical Sunny kommt trotzdem auf die Bühne. Nun halt erst 2022. «Wir geben sicher nicht auf.» Der Verein sei momentan in Abklärungen wegen den genauen Daten, so Pfeffer. Der Cast soll grösstenteils zusammenbleiben und auch Regisseur Heiner Gabele ist wieder mit an Bord. Gabele hat das Stück mit Liedern der Beatles, Aretha Franklin und den Jackson 5 auch selbst geschrieben. Und einen Lichtblick sieht Pfeffer dann doch: «Wenn Vorfreude die schönste Freude ist, dann geniessen wir diese nun etwas länger.»

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