Die Gemeinden der Region haben historisches erreicht: Eine regionale, wirklich substanzielle Mitfinanzierung von Sport- und Freizeiteinrichtungen, welche über die Gemeindegrenzen hinaus gemeinsam genutzt werden. Die Mechanik ist einfach. Die Gemeinden der Region zahlen pro Einwohner in einen Finanzierungstopf ein. Gemeinden mit stark regional genutzten Anlagen profitieren davon, am meisten Uzwil.

Energie zum Ersten

Die Förderbeiträge der Gemeinde für den privaten Weg Richtung Energiewende sind stark nachgefragt. Und sie erzielen Wirkung. Zwischen 2013 und 2021 investierte die Gemeinde 2,8 Mio. Franken in 635 Förderbeiträge an Private und Unternehmen. Die Förderbeiträge lösten Investitionen von 26,2 Mio. Franken aus. Über die gesamte Nutzungsdauer der unterstützten Projekte resultiert durch die Förderung eine Reduktionswirkung von 161 Gigawattstunden Energie und 16'400 Tonnen CO2. Wie lässt sich diese Reduktionswirkung einordnen? Die eingesparte und produzierte Energie durch die geförderten Projekte entspricht dem Stromverbrauch von etwa 1'500 Haushaltungen während 30 Jahren.

Energie zum Zweiten

Pullover anziehen, weil die Temperaturen gedrosselt werden, das heisst es in kommunalen Bauten und Anlagen. Die mögliche Energiemangellage beschäftigte und beschäftigt. Die Strassenbeleuchtung bleibt nachts dunkel. Verschiedenste Massnahmen sollen zu jährlichen Einsparungen von rund 700'000 Kilowattstunden oder 10 bis 15 Prozent des gesamten vom Netz bezogenen Energieverbrauchs der Gemeinde führen. Die LED-Fenstersterne des Gemeindehaues blieben ebenso im Depot wie die Baumbeleuchtungen der Gemeinde. Pro Henau verzichtete dieses Jahr ebenfalls auf die Weihnachtsbeleuchtung im Dorf. Auch das Uzwiler Geschäftszentrum (GZU) hat seine traditionelle Weihnachtsbeleuchtung im Zentrum nicht montiert. Die festliche Beflaggung bringt mit Worten wie Friede, Tannenduft, Festlichkeit und Liebe Wärme für die Menschen ins Zentrum, welche diese Worte aufnehmen möchten.

Elefanten und Pfosten

Weisse Elefanten sind ins Zentrum von Uzwil gezogen. Die Kinder haben sie sofort ins Herz geschlossen, streicheln sie, spielen mit ihnen, reiten auf ihnen. Und später haben die Kinder die Elefanten auch in Farbe getaucht. Wozu die Elefanten? Nicht nur wegen der Kinder. Sie helfen Autofahrerinnen und Autofahrern, dort nicht zu parkieren, wo sie nicht sollen. Üblicherweise machen das simple Pfosten. Vorübergehend sind im Uzwiler Zentrum Dickhäuter dafür verantwortlich.

Neue Orte

Der Lindenring im Uzwiler Zentrum ist die neue Heimat des Genussmarktes – er hat seine 10. Saison hinter sich. Das Frühlingsfest des Uzwiler Geschäftszentrums nutzte den neuen Ort ebenso wie der Herbstmarkt mit neuer Linienführung und der «Glüehwii-Sunntig» des GZU. Das Jugendkulturzentrum öffnete die Tore am neuen Standort und der Schifflipark konnte zur Nutzung freigegeben werden. Und das Seniorenzentrum eröffnete seinen Erweiterungsbau in der Sonnmatt.

Den richtigen Beruf finden

Für die dritte Uzwiler Oberstufe ging im Sommer die obligatorische Schulzeit zu Ende. 91 Jugendliche nahmen eine Lehre in Angriff, acht besuchen weiterführende Schulen und 4 legen ein Zwischenjahr ein. Berufswahl beginnt deutlich früher. An den Zoom-Erlebnistagen konnten die Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Primarklasse in 20 verschiedenen Betrieben der Region erstmals Berufsluft schnuppern. Und am neuen Lehrstellenforum im Uzwiler Gemeindesaal präsentierten 33 regionale Firmen den Jugendlichen insgesamt 52 Berufe.

Abschied nehmen

Jonschwil verabschiedete sich von seinem Grundbuchamt, es wird seit anfangs November von Uzwil aus geführt. Die Verbandskommission des Zweckverbands Seniorenzentrum Uzwil hat entschieden, das Haus Marienfried zu schliessen. Der Schritt schmerzt, war doch das Haus Marienfried während 25 Jahren wichtiger Teil des Zweckverbandes und in Niederuzwil verwurzelt. Und schliesslich musste man Abschied nehmen von Margrith Bigler-Eggenberger, von dieser starken Frau aus Uzwil, dieser Vorkämpferin für die Gleichstellung von Frau und Mann und ersten Bundesrichterin der Schweiz.

Entscheide

Die Geschäftsprüfungskommission ist mit der Wahl von Jan Metzger wieder komplett. Die Bürgerversammlung im November gab grünes Licht für verschiedene Investitionsvorhaben. So kann beispielsweise der Turnhallen- und Wirtschaftstrakt der Schulanlage Oberberg in Henau in Etappen saniert werden, auch die 400-Meter-Rundbahn und das Hauptspielfeld in der Sportanlage Rüti können erneuert werden. Weitere Tempo-30-Zonen können umgesetzt werden und die Primarschulanlage Algetshausen erhält ein neues Dach mit einer Indach-Photovoltaik-Anlage. Im Mai bereits sagten in Uzwil zwei Drittel ja zur regionalen ARA in Niederuzwil. Im November stimmten auch die Stimmberechtigten von Wil, Jonschwil, Oberuzwil und Zuzwil der Vorlage mit Ja-Stimmenanteilen von 92 bis 85 Prozent zu.

Ehre, wem Ehre gebührt

Der Badmintonclub Uzwil wurde im 2022 erneut Schweizer Meister und verteidigt seinen Titel erfolgreich. Der Schachclub Uzwil ist in die Nationalliga B aufgestiegen. Uzwil, als kleiner regionaler Club mit nur 30 aktiven Mitgliedern, 10 Junioren und 5 Passivmitgliedern spielt nun als einziger Schachclub der Kantone St. Gallen, Graubünden und Thurgau in dieser Liga. Eine späte, aber verdiente Ehre erhielt Georg Rimensberger. Leben und Werk dieses Uzwilers und Wilers, dieses Grafikers, Künstlers, Heraldikers und Historikers sind Inhalt des Buches, welches Wil und Uzwil gemeinsam herausgegeben haben.

Geburtstage

Verschiedenen Einwohnerinnen und Einwohnern durfte die Gemeinde zu hohen Geburtstagen gratulieren. Den 50. Geburtstag feierte der FC Henau mit einem Fussball-Plauschturnier und einem Jubiläumsabend im Festzelt. Und auch in Oberstetten – einem der sieben Uzwiler Dörfer mit etwa 130 Einwohnerinnen und Einwohnern – wurde gefeiert. Die Spielgruppe dort gibt es seit 2011. Und so feiert der Verein Spielgruppe Schnäggehüsli sein 11-jähriges Jubiläum. Sympathisch. Vielleicht auch, weil 10 Jahre feiern einfach zu normal wäre…