Im Rahmen der Erarbeitung des Katasters der öffentlich-rechtlichen Eigentums-Beschränkungen (ÖREB) musste der Gemeindestrassenplan, gültig seit 4.November 1997, revidiert werden. Im Juni 2020 wurden der Gemeindestrassenplan sowie der Fuss-, Wander- und Radwegplan den kantonalen Stellen zur Vorprüfung eingereicht. Der Prüfungsbericht liegt vor. Im Rahmen der Anhörung und Mitwirkung wird die Bevölkerung zur Stellungnahme bis 2.Oktober 2022 eingeladen.

Gemäss Bundesgesetzgebung sind die Kantone verpflichtet, einen ÖREB-Kataster für 17 definierte Themen einzuführen. Dieser wird elektronisch geführt, ist rechtsverbindlich und zeigt die vorhandenen Beschränkungen auf dem Grundeigentum auf. Neben der kommunalen Nutzungsplanung (Gesamtrevision von Richt- und Zonenplan sowie Baureglement), gehören unter anderem auch der Gemeindestrassenplan und der Fuss-, Wander- und Radwegplan (FWR-Plan) dazu. Diese müssen im Zusammenhang mit der Überarbeitung der Rahmennutzungsplanung ebenfalls im ÖREB-Kataster aufgenommen werden.

Ungenügende Qualität

Zwischen den originalen Papierplänen, welche seit Einführung des geltenden Strassengesetzes im Jahr 1988 Rechtskraft erlangt haben und den in der amtlichen Vermessung (AV) vorhandenen digitalen Strassenplandaten sind in allen Gemeinden des Kantons St.Gallen zahlreiche Differenzen und Unstimmigkeiten in den Flächendarstel- lungen vorhanden. Zwischenzeitlich ist eine periodische Nachführung der AV-Daten erfolgt. Die Gemeinden sind verpflichtet, die Daten in der erforderlichen Qualität bereitzustellen und aufarbeiten zu lassen.

Wenige Abweichungen

Bei der Gesamtüberarbeitung des Strassenplans handelt es sich mehrheitlich um eine unproblematische Nachfüh- rung aufgrund des heutigen Zustands. Diese zeigt auf, welche Abweichungen über die Jahre seit der Erarbeitung der Grundlagen entstanden sind. Nebst dem rechtskräftigen Strassenplan vom 4.November 1997 sind in der Gemeinde viele Teilstrassenpläne bewilligt worden, welche einer Prüfung bezüglich allfälliger Anpassungen unterzogen wurden.

Neu- und Umklassierungen

Die kantonalen Stellen haben den Gemeindestrassenplan geprüft und haben keine Einwände. Nebst den Plan-An- passungen erfolgten auch Neu- sowie Umklassierungen. Der Burgstockweg wurde von einem Gemeindeweg 3. Klasse zu einem Gemeindeweg 2. Klasse aufklassiert. Dasselbe wurde beim Süsackweg gemacht. Den Chatzentobelwaldweg hat man von einem Gemeindeweg 3. Klasse auf einen Gemeindeweg 1. Klasse umklassiert. Mit einer neuen Wegverbindung (Hohbühlstrasse) als Gemeindeweg 2. Klasse wurde die Lücke zwischen Hohbühlstrasse und der Regenbergstrasse geschlossen. Weiter wurde eine neue Wegverbindung vom Kehrplatz Wildberg zum Burgstockweg als Gemeindeweg 2. Klasse klassiert.

Mitwirkungsverfahren

Die Einwohnerinnen und Einwohner sind eingeladen, im Rahmen der Anhörung und Mitwirkung zum Gemein- destrassenplan sowie zum Fuss-, Wander- und Radweg- plan Stellung zu nehmen. Die Unterlagen können während 30 Tagen im Gemeindehaus und auf der Webseite www. jonschwil.ch eingesehen werden. Die schriftlichen Stel- lungnahmen können bis am Sonntag, 2.Oktober 2022, beim Gemeinderat, Poststrasse 12, Jonschwil oder an gemeinde@jonschwil.ch eingereicht werden.