Zum Abschluss der umfangreichen Umgebungsarbeiten bei Wasserreservoir am Hofberg, wurden im Oktober zwei Bäume die Böschung eingebracht. 

Diese Anpflanzung stösst beim Quartierbewohner Arthur Marty auf Kritik. «Einer davon ist ein Apfelbaum. Die Äpfel fallen dann im Herbst auf das Trottoir und die Fussgänger zertrampeln diese, wie z.B. an der Höhenstrasse in Wil», befürchtet der Unternehmer im Bereich Immobilien gegenüber hallowil.

Kritik am Stadtparlament

«Der andere Baum wächst auf eine Höhe von 10 bis 12 Metern und verdeckt den schönen Stamm von der für ca. CHF 120'000 geschützten Buche», bemängelt Marty weiter. 

Dieses Vorgehen macht für ihn keinen Sinn. Er fürchtet, die Buche werde einen Mangel an Licht erleiden, die sie für ein gesundes Wachstum benötigt.

Der Geschäftsinhaber kritisiert, dass das Stadtparlament eine grössere Summe für den Schutz der Buche gesprochen habe, aber sich nicht darum kümmere, wie die entsprechenden Arbeiten ausgeführt werden. Arthur Marty sass selber für die CVP, jetzt Die Mitte, während zwei Amtsperioden im Stadtparlament. 


Wertvoll für Artenvielfalt

hallowil hat den Projektverantwortlichen um eine Stellungnahme zur Kritik gebeten. Andreas Gnos, Leiter Netz und Technik bei den TBW, antwortet: «Für den Ersatz der gefällten Bäume, Rosskastanie und Ahorn, mussten zwei Hochstämmer gepflanzt werden.»

Gemäss Gnos erreichen die Bäume keine ausgeprägte Wuchshöhe, zudem seien sie ökologisch wertvoll. «Sie dienen vor allem als Bienenweide und die Früchte werden auch von Vögeln und anderen Tieren gerne angenommen.»

Andreas Gnos fügt an: «Es wurden bewusst Bäume ausgewählt, welche nicht sehr hoch werden.» Die Buche erhalte durch die Fällung der zwei bisherigen Bäume mehr Licht als vorher. «Der Lichtverlust durch die Mispel kann als vernachlässigbar klassiert werden.»

Regelmässige Reinigung geplant 

Zur Befürchtung von Arthur Marty, die später fallenden Äpfel würden auf dem Trottoir zu Matsch zertrampelt, meint der Kadermann der TBW: «Die Früchte werden nicht so gross wie normale Äpfel.» Sie fallen auf den Boden und werden von den Lebewesen aufgenommen oder zersetzen sich in der Böschung.

Gnos erläutert weiter, es könne sein, dass einige Früchte auf das Trottoir fallen. «Dies muss zugunsten der Ökologisierung in Kauf genommen werden. Jeweils im Herbst sind regelmässige Reinigungen des Trottoirs vorgesehen.»