Bei den Technischen Betrieben hat man auf den Vorfall schnell reagieren können, da sich der Rohrbruch zur Mittagsstunde ereignete. Allerdings gab es mehrere Dutzend Kubik Wasserverlust bis die Leitung nach 15 Minuten abgesperrt werden konnte.

Unverständliche Arbeitsweise

Wie Andreas Gnos von den Technischen Betrieben gegenüber Hallowil.ch informierte, ist das Vorgehen der Fremdfirma eigentlich unverständlich, ohne Plankonsultation Bohrungen auszuführen. Andreas Gnos: «Es ist nur dem Zufall zuzuschreiben, dass es «nur» die Wasserleitung traf. Die Bohrung erfolgte exakt durch einen Zwischenraum von Elektro-Rohranlagen auf die darunter liegende Wasserleitung».

Die Bohrfirma arbeitete im Auftrag der Stadt zwecks Stabilitätsprüfungen beim Weierdamm. Nach Gnos ist es nicht Aufgabe der Stadt auf Leitungspläne hinzuweisen. Vielmehr gehöre es zur Pflicht jeder Tiefbaufirma vor Arbeitsaufnahme sich über mögliche Leitungen ins Bild zu setzen. Es hätte nach Gnos nicht einmal aufwendiger Recherchen bedurft, da die Leitungspläne auch über das öffentlich zugängliche Geo-Portal einsehbar sind, wenn auch nicht masslich genau beschrieben.


Aufwendige Reparatur

Das Stadtwassernetz verfügt zwar über ein umfassendes Ringsystem, um bei Störfällen auf Umwegen wieder Wasserzugang zu sichern. In diesem Fall traf es eine Stichleitung für wenige Bewohner an zwei Strassenzügen im Hofquartier, welche bis zur Behebung des Rohrbruchs um 01.30 Uhr (Freitags) keinen Wasserzugang hatten.

Kurt Bochsler überwachte die Reparatur. Dank ihrem speditiv arbeitenden Tiefbauer, der Firma Schatt aus Dussnang, hätten sie mit dem Einsatz eines Saugbaggers schnellen Zugang zur beschädigten Wasserleitung erhalten für die Reparatur. Weil die Wasserleitung unter den Elektro-Rohranlagen liegt, habe sich die Reparatur zusätzlich erschwert. Mit zwei Monteuren und dem Bauleiter sei die Reparatur speditiv ausgeführt worden.

Der Vorfall wird wohl ein Versicherungsfall für die Bohrfirma werden. Jedenfalls gibt es keine Unterlassungen seitens der Stadt, welche den Vorfall mitbeeinflusst haben, so die Einschätzung von Andras Gnos.