Seit mehreren Wochen beobachtet die Kantonspolizei St.Gallen eine deutliche Zunahme der Klagen in Bezug auf Lärm. «Von Freitag bis Sonntagmorgen musste die Kapo auf dem ganzen Kantonsgebiet 40 Mal ausrücken», erklärt die Kapo in einer Medienmitteilung. «Während einige Meldungen erst in den frühen Morgenstunden eingingen, meldeten sich andere Bürger nach 22 Uhr und beschwerten sich um Ruhestörungen von Privatwohnungen, Restaurants oder lärmenden Fussgängern», wird im Pressecommuniqué weiter ausgeführt. 

Auch aus der Region Wil sind nach Angaben von Polizeisprecher Pascal Helg Meldungen hereingekommen. «Es haben sich Personen aus Wil, Oberbüren, Flawil und Züberwangen über Ruhestörungen beklagt», erklärt Helg. Die Kapo erklärt, dass es zwei Gründe für die Zunahme der Meldungen in Bezug auf Ruhestörungen gibt: Einerseits sei dies die Corona-Krise, wegen der sich die Menschen mehr zu Hause aufhalten und den Lärm deshalb so als störend empfinden. Besonders gestört habe man sich über Gartenpartys, laute Musik und Jugendlichen auf Schulhausplätzen. Andererseits könne auch das gute Wetter zu Lärmstörungen führen. 

Die Kantonspolizei sei jeweils bemüht, das Problem im Gespräch mit den Lärmenden zu lösen. «In einzelnen Fällen wurden Einsatzgebühren in der Höhe von 80 Franken ausgestellt», so die Kapo. In der Medienmitteilung ruft die Kapo die Bevölkerung dazu auf, sich vor allem auch während der anstehenden Ferienzeit bewusst zu sein, dass Lärm im Freien als störend empfunden werden könne. Mit Rücksicht auf Ruhesuchende sollte es gelingen, dass für alle der Sommer eine erholende und konfliktfreie Zeit wird. (pd/mac)