Am 1. Oktober 2019 wurde der Wohnmobilstellplatz auf dem Skiliftparkplatz Gähwil seinen Betrieb aufgenommen. Nun berichtet der Gähwiler Gemeinderat im aktuellen «Gmeindsblatt», dass vorgesehen war, dass bis Ende Oktober ein Versuchsbetrieb durchgeführt und danach der definitive Entscheid über den Wohnmobilstellplatz getroffen wird. Nun musste der Betrieb durch die Corona-Pandemie in den Monaten April und Mai geschlossen werden. «Dadurch gingen den Betreibern die frequenzstarken Feiertage wie Ostern, Auffahrt und Pfingsten verloren», heisst es weiter. Auf Ostern mussten viele Reservationen abgesagt werden. Ohne die Feiertage im Frühling sei das Versuchsjahr 2020 nicht repräsentativ. «Der Gemeinderat wurde daher von den Betreibern um Verlängerung des Versuchsbetriebes um ein Jahr, beziehungsweise bis 31. Oktober 2021, ersucht», wird weiter informiert. Da der Wohnmobilstellplatz in Gähwil bislang noch nicht für eine ganze Saison betrieben werden konnte, hat der Gemeinderat dem Gesuch der Betreiber des Wohnmobilstellplatzes entsprochen und den Versuchsbetrieb um ein Jahr verlängert. Gleichzeitig mit der Verlängerung des Versuchsbetriebes hat der Gemein- derat zudem die Platzmiete für die Monate April und Mai 2020 erlassen, da während diesen zwei Monaten der Betrieb gänzlich eingestellt werden musste. (pd)

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Der Gähwiler Wohnmobilstellplatz wird auch im Jahr 2021 bestehen bleiben. (Bild pd)

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Wiler Stadtrat zeigt offen gegenüber Wohnmobil-Stellplätzen (25.11.20):

Der Trend macht sich seit einiger Zeit bemerkbar: Immer mehr Schweizer verbringen ihre Ferien gerne im Wohnmobil. Darauf ist der Wiler FDP-Stadtparlamentarier Adrian Bachmann am Ende der diesjährigen Sommerferien aufmerksam geworden – deshalb reichte er eine politische Anfrage ein, in der er Stellplätze für Wohnmobile auf dem Wiler Stadtgebiet fordert (siehe Artikel unten). «Die Zahl der zugelassenen Wohnmobilen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen», ist Bachmann überzeugt, «Mit der steigenden Zahl an Wohnmobilen steigt auch die Nachfrage nach Plätzen, an denen man dieses während der Reise für eine Nacht oder zwei abstellen kann.» So ist dem Parlamentarier aufgefallen, dass der neu geschaffene Stellplatz in Gähwil beliebt ist. Nun seien Personen, die ein Wohnmobil besitzen, überdurchschnittlich zahlungskräftig und kulturinteressiert. «Gäste also, die in Wil sehr willkommen wären», betonte Bachmann. In seiner politischen Anfrage zeigte er sich deshalb erstaunt, dass in Wil  keinerlei Aktivitäten zu erkennen seien, für Reisende in Wohnmobilen attraktiv zu sein. «So fehlen auf Stadtgebiet, insbesondere in Zentrumsnähe, geeignete Stellplätze», kritisierte Bachmann.  Dies, obwohl die Anforderungen beziehungsweise Ansprüche nicht hoch seien: Stromanschlüsse, die Möglichkeit, Frischwasser zu beziehen und Abwasser zu entsorgen, allenfalls einfache sanitäre Einrichtungen seien für die meisten Camper ausreichend. So wollte Bachmann, dass sich der Wiler Stadtrat mit vier konkreten Fragen auseinandersetzt. 

Nun hat der Stadtrat eine Antwort auf diese politische Anfrage verfasst. So ist er der Meinung, dass in der Äbtestadt keine Standplätze definiert sind, die explizit für Reisende mit Wohnmobil zur Verfügung stehen. Er betont auch, dass ein entsprechendes Angebot an Stellplätzen durchaus eine Ergänzung im touristischen Gesamtangebot darstellen könnte. «Der Stadtrat vertritt auch die Haltung, dass solche Stellplätze nicht zwingend in der Stadt selbst, sondern auch in der nahen Region bereitgestellt werden könnten», heisst es in der Antwort auf die erste Frage von Bachmann. Für die Wohnmobilreisenden sei eine gute ÖV- oder Radwegverbindung ab dem Stellplatz in die Stadt ein wichtiger Aspekt.

Stadt besitzt keine geeigneten Standorte

«Ist der Stadtrat bereit, die Schaffung von Stellplätzen für Wohnmobile in Zentrumsnähe zu unterstützen oder allenfalls selber solche zu schaffen?», wollte Bachmann konkret wissen. «Sofern es die baurechtliche Situation zulässt und allfällige Investitionen für die Erstellung von Stellplätzen budgetiert werden können, zeigt sich der Stadtrat offen», antwortet der Stadtrat nun. Er könne sich durchaus vorstellen, eigene Projekte zu prüfen oder Drittpersonen bei der Umsetzung eines Wohnmobil-Stellplatzes zu unterstützen. 

Aber wo sind in der Stadt Wil mögliche Standorte für  Wohnmobil-Stellplätze? «Mit der Allmend an der Glärnischstrasse stünde in Wil ein mögliches Areal zur Verfügung, das über weite Teile des Jahres ungenutzt ist, sich für einen Stellplatzaber gut eignen würde», war sich Bachmann sicher. Auch der Parkplatz Rudenzburg würde nach Angaben des Stadtparlamentariers alle Anforderungen erfüllen. Nun erklärt der Stadtrat, dass die städtische Verwaltung bereits diverse Standorte geprüft hat und widerspricht Bachmanns Annahmen. «So haben sich unter anderem die Allmend Glärnischstrasse, der Parkplatz Rudenzburg sowie weitere Standorte wie der Kiesplatz bei der Reitwiese oder das Zeughausareal als nicht geeignet erwiesen», so der Stadtrat. Geeignete Plätze im Besitz der Stadt seien aktuell keine vorhanden. Aber: «Sofern sich private Grundeigentümer bereit erklären, das dafür notwendige Land für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen, ist der Stadtrat bereit, diese Standorte vertieft zu prüfen.» (pd/red)

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Wiler FDP fordert mehr Stellplätze für Wohnmobile (25.8.20):

«Die Zahl der zugelassenen Wohnmobile hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen», schreibt FDP-Stadtparlamentarier Adrian Bachmann gleich am Anfang seiner politischen Anfrage, die er noch diese Woche einreichen möchte. Mit der steigenden Zahl an Wohnmobilen steige auch die Nachfrage nach Plätzen, an denen man dieses während der Reise für eine Nacht oder zwei abstellen könne. «So erfreut sich beispielsweise ein neu geschaffener Stellplatz in Gähwil sehr grosser Beliebtheit», weiss Bachmann. Weil Personen, die ein Wohnmobil besitzen, überdurchschnittlich zahlungskräftig sowie kulturell interessiert seien, wundere er sich besonders über eine Tatsache. «Eben solche Gäste wären in Wil besonders willkommen», führt Bachmann weiter aus, «aber in Wil sind keinerlei Aktivitäten zu erkennen, die für Reisende in Wohnmobilen attraktiv sind.» Auf dem Stadtgebiet fehle es – insbesondere in Zentrumsnähe – an geeigneten Stellplätze. «Dies, obwohl die Anforderungen beziehungsweise  Ansprüche nicht hoch sind: Stromanschlüsse, die Möglichkeit, Frischwasser zu beziehen und Abwasser zu entsorgen, allenfalls einfache sanitäre Einrichtungen sowie eine einfache Signalisation wären für die meisten Camperinnen und Camper ausreichend», erklärt er. Und besonders einen Vorteil sieht Bachmann für einen solchen Platz vor: Er sollte in naher Distanz zu den Sehenswürdigkeiten liegen oder zumindest eine gute ÖV-Anbindung haben.

Mögliche Standorte?

«Teilt der Stadtrat die Einschätzung, dass die Stadt Wil heute für Reisende inWohnmobilen nicht attraktiv ist, und dass diesbezüglich Nachholbedarf besteht?», will Bachmann nun wissen. Drei weitere Fragen hat er in seiner politischen Anfrage gestellt. So will sich der Stadtparlamentarier darüber informieren, ob dem Stadtrat Initiativen von privater Seite bekannt sind, die Stellplätze in Wil schaffen wollen. «Ist der Stadtrat bereit, die Schaffung von Stellplätzen für Wohnmobile in Zentrumsnähe zu unterstützen oder allenfalls selber solche zu schaffen?», so Bachmann. Im gleichen Atemzug fragt er nach möglichen Standorten. «Mit der Allmend an der Glärnischstrasse stünde in Wil ein mögliches Areal zur Verfügung, das über weite Teile des Jahres ungenutzt ist», schlägt er gleich vor. Auch der Parkplatz Rudenzburg würde die nötigen Anforderungen erfüllen. Um in dieser Thematik weiterzukommen, meint Bachmann, dass entsprechende Fachorganisation bei der Evaluation und Errichtung von Stellplätzen ihr Knowhow zur Verfügung stellen können. (pd/red)