Der Caritas-Markt sei ein ganz normaler Laden mit ganz normalen Produkten, sagt Leiterin Rita Borner. «Wir haben allerdings nur drei statt dreissig Blumenkohle im Angebot.» Das Sortiment des Ladens umfasst denn neben den Lebensmitteln auch Produkte aus den Bereichen Kosmetik, Hygiene – und jetzt eben auch Weihnachtsartikel. Um im Caritas-Markt einkaufen zu können, braucht es eine «Einkaufskarte». Diese wird an Menschen abgegeben, die am oder unter dem Existenzminimum leben. Auch Personen, die ihre Schulden sanieren, die wirtschaftliche Sozialhilfe oder Ergänzungsleistungen zur AHV oder zur IV beziehen können eine solche Karte beziehen.

«Weihnachten ist auch für uns eine spezielle Zeit», sagt Rita Borner. Man merke den Menschen an, dass sie aufgewühlter seien. Gerade zu Weihnachten werde den Kundinnen und Kunden zunehmend bewusst, was es für ein grosses Angebot an den verschiedensten Dingen gibt und wie klein doch ihr Portemonnaie sei. Auch deshalb verschenkt die Caritas auch dieses Jahr wieder 25 Christbäume. «Das Angebot wird sehr gut genutzt. Damit spart man einen grossen Betrag, den man in Geschenke oder für ein festliches Essen investieren kann», erklärt Rita Borner. Die Bäume werden von der katholischen Administration gestiftet und kommen aus deren Wald bei Gossau. Die Caritas ist eng mit der katholischen Kirche verbunden, daraus erklärt sich die jährliche Christbaumspende.

Die Christbaum-Verschenkaktion findet statt am 18. Dezember. Ab 10 Uhr morgens ist der Caritas-Markt offen, die Bäume werden am Vormittag des 18. Dezembers geliefert und können abgeholt werden.

 
Was bedeutet Weihnachten eigentlich für die Mitarbeitenden des Caritas-Marktes in Wil?