Weihnachtsmärkte sind offensichtlich beliebt. In Scharen pilgern Menschen – auch aus unserer Region – beispielsweise in deutsche Grossstädte. Weihnachtsmärkte gibt es mittlerweile auch bei uns in grosser Zahl. Sie ziehen sich allerdings nicht über Tage und Wochen hin. Und eines ihrer wichtigsten Merkmale ist, dass sie alljährlich in der Vorweihnachtszeit die Dorfgemeinschaft in den Mittelpunkt stellen und zusammenführen.

Das gilt auch für den Oberbürer Weihnachtsmarkt. Zum zweiten Mal hat ihn der Gewerbeverein am Donnerstagabend beim Oberstufenzentrum Thurzelg organisiert. Elf Mal war er vorher durch die Frauengemeinschaft jeweils an einem Sonntag auf dem Platz bei der Kirche durchgeführt worden. Für die Frauengemeinschaft ist der Aufwand zu gross geworden, der Gewerbeverein ist in die Lücke gesprungen. Nach drei Jahren will man definitiv über die Zukunft entscheiden. Der neue Termin und der neue Platz scheinen zu passen. Wie schon im Vorjahr liessen die Besucher nicht lange auf sich warten. Der Aufmarsch war sogar noch grösser. Hildi Rutz, die Präsidentin des Gewerbevereins Oberbüren, stellte nach gut zwei Stunden Marktgeschehen fest: «Wir haben schon zehn Kilogramm Pommes frites mehr verkauft als im letzten Jahr am ganzen Abend.»


Erlebbare Dorfgemeinschaft

Es gab mehrere Gründe, sich auf dem Marktgelände einzufinden. Da waren einmal die gut 30 Marktstände einheimischer und benachbarter Gewerbetreibender, wo man sich nicht nur mit Weihnachtsgeschenken, sondern auch mit Alltagsbedarf eindecken konnte und Informationen über Dienstleitungen bekam. Der organisierende Gewerbeverein lud in die «Gwerblerbeiz» ein und bot Speis und Trank an. Das Rahmenprogramm war geeignet, auch Familien anzusprechen. Die 3. und 4.-Klässler der Primarschule Oberbüren waren aktiv miteinbezogen. Sie eröffneten den Markt mit frisch vorgetragenen Liedern. Einstudiert worden waren die Lieder durch die Lehrpersonen Barbara Fischer, Corinne Walter und Salome Urscheler. Im Lauf des Abends folgten weitere musikalische Darbietungen durch das Jugendensemble und den Männerchor Oberbüren. Eine Woche vor dem Nikolaustag war auch der Samichlaus dabei. Wer Lebkuchen verzieren wollte, konnte dies beim Stand der Globi-Kinderkrippen tun, wo die Kinder auch Besuch eines «Globis» bekamen.