In diesem Jahr war an einem warmen Spätsommertag das Zürcher Flaachtal, nördlich von Winterthur, an der Reihe. Ausgangspunkt war nach der Fahrt mit Bahn und Postauto Berg am Irchel. Erstes Ziel war das Weingut Kilchsperger auf dem sonnigen Worrenberg über Flaach. Im Schatten einer Reben-Pergola erfuhren die Jahrgänger von Ueli Kilchsperger, der neun Traubensorten anbaut, dass im Schweizer Weinbau vieles im Wandel sei. Im laufenden Jahr werden die Winzer mit ausserordentlichen Wetterextremen konfrontiert. Frost, Hagel und zuletzt aufgrund der vielen Niederschläge der Mehltau stellen die Betriebe auf eine harte Probe.

Nach dem Mittagessen in Volken führte die Wanderung zurück nach Berg am Irchel, wo die rund 50 Männer von Ulla, Moritz und Thomas Baur in deren Rebberg am Dorfrand überrascht wurden. Dort wurde die Jahrgänger-Schar nicht nur mit einem kühlen Tropfen der Sorte Federweisser empfangen, sondern auch mit vielen Informationen versorgt. Nicht zuletzt aufgrund des Klimawandels nehmen pilzresistente Sorten – so auf dem Weingut Baur die Sorte Bianca – einen immer höheren Stellenwert ein. Auch die Diversifikation wird immer wichtiger. Deshalb hat die Familie Baur neuerdings die Sorten Blaufränkisch und Merlot angepflanzt. Allerdings dauert es bis zum ersten Vollertrag rund zehn Jahre.

Nach einer geselligen Degustation auf dem Hof der Familie Baur traten die Jahrgänger, beeindruckt von der Leidenschaft der beiden besuchten Winzerfamilien, die Heimreise aus einem reizvollen Teil des Zürcher Weinlandes an.