Bei Wil Mobil ist momentan der Wurm drin. Am Freitagmittag um 11.45 Uhr ereignete sich schon der vierte Unfall seit Ende Februar. Ein Stadtbus der Linie 703 war vom Stadtzentrum Richtung Hofberg-Quartier unterwegs. Nach der Kuppe bei der Haltestelle Adler fällt die Strasse ab Richtung Weierdamm. Gemäss ersten Erkenntnissen liess sich der Chauffeur von einem entgegenkommenden Auto irritieren, dessen Lenker die Lichthupe betätigte. Der Bus musste bremsen, konnte aber die Kollision mit einer Verkehrstafel, welche Tempo 30 anzeigt, nicht verhindern. Der Seitenspiegel vorne rechts wurde aus der Verankerung gerissen und fiel zu Boden.

Die Fahrt endete für den Chauffeur und die beiden Fahrgäste frühzeitig. Das Fahrzeug musste ausgewechselt werden und zur Reparatur in die Werkstatt. Schon am Freitagabend stand es wieder im Einsatz - mit intakten Seitenspiegeln. Am Mittag war rund eine Viertelstunde später ein Ersatzbus bereitgestanden. Verletzte Personen hatte es keine gegeben.

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Der Abdruck des Bus-Spiegels ist noch deutlich an der Stele zu sehen.


«Sehe keine Systematik»

Auch wenn dieser Zwischenfall einigermassen glimpflich ablief: Innerhalb von zwei Monaten hat es schon zum vierten Mal gekracht bei Wil Mobil. Ende Februar war ein Bus im Neulandenquartier auf Blitzeis nicht um eine Kurve gekommen und hatte einen Unfall verursacht. Im März kam es wegen eines medizinischen Notfalls des Chauffeurs auf der Fahrt Richtung Wilen zu einem Unfall. Und am Karsamstag bemerkte ein erfahrener Busfahrer in Sirnach ein Bremsmanöver eines Autos vor ihm zu spät und fuhr in dieses. Eine Frau im Auto verletzte sich.

Beim Busbetreiber bedauert man die Vorfälle. Daniel Wiedmer, Standortleiter Wil bei Bus Ostschweiz und somit für die Wil-Mobil-Busse zuständig, sagt zur Unfall-Serie: «Schon in der Vergangenheit hat es solche unglücklichen Verkettungen von Unfällen in kurzer Zeit gegeben. Danach ist monatelang nichts passiert. Das scheint sich durchzuziehen. Jeder Unfall hatte seine eigene Entstehung. Ich sehe keine Systematik dahinter.»