Erst Anfang Oktober wurde bekannt, dass das Jonschwiler Jahrbuch zum 30-Jahr-Jubiläum heuer das letzte Mal in dieser Form so erscheint. Im Blatt «Gemeinde aktuell» erklärte die Gemeinde Jonschwil damals, dass «die Zeit der Jahrbücher abgelaufen ist». Grund für diese Entscheidung: die stark rückläufigen Verkaufszahlen des Jahrbuchs. Dabei blickte die Gemeinde mit Stolz und Genugtuung auf 30 veröffentlichte Jahrbücher. Und für das letzte Jahrbuch wurde eine Vernissage im Cubo-Event-Saal bei der Möbel Svoboda AG geplant. Kaum ist eine Gewitterwolke vorbeigezogen, kommt auch schon die nächste und damit ein weiterer Niederschlag für das Josnschwiler Jahrbuch: Eben diese auf den 30. Oktober angesagte Vernissage muss nun abgesagt werden. «Die neusten Vorgaben zur Eindämmung der Corona-Pandemie verunmöglichen eine Durchführung des Anlasses», wird in der aktuellsten «Gemeinde aktuell»-Ausgabe erklärt. Das Jahrbuch gelange jedoch trotzdem in den Verkauf. 

Die letzte Vernissage wird aber nicht komplett angesagt, denn es gibt doch einen kleinen Hoffnungsschimmer für das letzte traditionelle Jahrbuch. «Da es sich um die letzte Jahrbuch-Ausgabe handelt, wird die Gemeinde zu einem späteren Zeitpunkt einen Abschluss-Anlass organisieren», verspricht die Gemeinde, «um das Ende der Jonschwiler Jahrbücher gebührend zu feiern». Der Zeitpunkt dieses Anlasses sei derzeit völlig offen. (pd/red)

________________________________________________________________________________________________________________

Ende einer Ära: Jonschwiler Jahrbuch wird nach 30 Jahren eingestellt (7.10.20):

In der neusten Ausgabe von «Gemeinde Aktuell» der Gemeinden Jonschwil, Schwarzenbach, Bettenau und Oberrindal wird bekannt, dass Ende Oktober die 30. und letzte Ausgabe des Jonschwiler Jahrbuches erscheint. Das Jahrbuch werde zum letzten Mal von Markus und Ursi Egli vom Thur-Verlag produziert. Denn der Gemeinderat habe in den letzten Monaten mehrmals über die Zukunft des traditionellen Jahrbuches beraten. «Es gab Gespräche über mögliche Nachfolgelösungen», wird im «Gemeinde Aktuell» berichtet, «die mit Konzeptänderungen verbunden gewesen wären». Der Gemeinderat musste aber schlussendlich einräumen, dass die Zeit der Jahrbücher vorbei sei.

Stark rückläufige Verkaufszahlen

Auch wenn Konzeptänderungen vorgenommen würden, zweifelt der Gemeinderat, ob die Einwohner bereit seien, für ein Produkt wie das Jahrbuch zu bezahlen. «Kritisch zu sehen, sind auch die Akquisition von Inseraten, die Rekrutierung von Freiwilligen für die Redaktionsarbeit und der recht grosse Aufwand für die Gestaltung des Buches», betont die Gemeinde. Die stark rückläufigen Verkaufszahlen des Thur-Verlages zeigen, dass die Herausgabe des Jahrbuchs eingestellt werden müsse. «Der Gemeinderat weist darauf hin, dass als Ersatz im Gemeinde-Mitteilungsblatt Artikel platziert werden können», heisst es weiter. Und: «Die Berichterstattung über Anlässe, Vereine und ähnliches soll tendenziell ausgebaut werden.» Als Ersatz für das wegfallende Jahrbuch sei vorgesehen, dass jährlich eine einmalige Beilage im «Gemeinde Aktuell» zu diversen Themen erstellt werde.

Letzte Vernissage am 30. Oktober

«Die Gemeinde kann mit Stolz und Genugtuung auf die Herausgabe von 30 Jahrbüchern zurückblicken, die sehr wertvolle Zeitdokumente darstellen», so die Gemeinde. Das Redaktionsteam mit Ursula Egli, Markus Egli, Matthias Egli, Theres Germann, Köbi Zimmermann und Stefan Frei habe sich dabei grosse Verdienste erworben. Die letzte Vernissage findet am 30. Oktober, um 17.30 Uhr, im Cubo-Event-Saal bei der Möbel Svoboda AG statt. Die zur Vernissage zugelassenen Personen hätten bereits eine persönliche Einladung erhalten. «Allfällige freie Plätze werden im 'Gemeinde Aktuell' vom 23.Oktober bekanntgegeben», heisst es. (pd/red)