Die Anzahl Corona-Neuinfektionen sind weiterhin auf hohem Niveau stabil bis leicht rückläufig. Ja nach dem, wie man die Zahlen liest. Die am besten vergleichbare Kennzahl ist jene der «Anzahl laborbestätigter Covid-19-Fälle der letzten 14 Tage pro 100'000 Einwohner». Im Wahlkreis Wil wurden dabei 1076 Fälle verbucht. Das sind einige weniger als noch am Freitag, weil Tage mit vielen Ansteckungen der vorletzten Woche aus der Wertung geflogen sind. Damit liegt der Wahlkreis Wil weiterhin an der ungeliebten Spitze dieser Rangliste, gefolgt vom Wahlkreis Rorschach mit 1049 Fällen pro 100'000 Einwohner. Seit einigen Tagen ist die Anzahl Neuansteckungen in der Region Wil ziemlich konstant. 357 positive Corona-Tests waren es in der vergangenen Woche, also 51 pro Tag.

Die Zahlen des Wahlkreises Wil lassen sich im Grossen und Ganzen auf den ganzen Kanton St. Gallen übertragen. Kantonsweit waren in den letzten 14 Tagen 944 Neuansteckungen pro 100'000 Personen zu verzeichnen. In dieser Zeit gab es 93 Todesfälle. Aktuell werden in den St. Galler Spitälern 192 Corona-Patienten gepflegt, 13 davon im Spital Wil. (red)

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 15. November, 24 Uhr.

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Leicht weniger Fälle, mehr Hospitalisationen (14.11.20)

Die St. Galler Regierung zieht nach dieser Woche folgendes Fazit: «Die Anzahl Neuinfektionen ist auf hohem Niveau stabil bis rückläufig.» Noch eine Woche zuvor war von einer «steigenden Anzahl» positiver Corona-Tests zu berichten gewesen. Was für den ganzen Kanton gilt, trifft auch auf den Wahlkreis Wil zu. Konkret: 385 positive Corona-Tests wurden im nordwestlichsten Wahlkreis in der vergangenen Woche ausgestellt. Das sind 69 weniger als in der Woche zuvor. In der Messreihe «Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner in den letzten 14 Tagen» liegt der Wahlkreis Wil mit 1103 Fällen weiterhin knapp an der Spitze. Binnen zwei Wochen haben also 1,1 Prozent der Bevölkerung einen positiven Corona-Test erhalten. Einst war auch das Toggenburg auf diesem Niveau. Dort ist die Zahl in den vergangenen Tagen aber auf 784 Fälle pro 100'000 Einwohner gesunken. Als Haupt-Ansteckungsort wird, nicht nur im Toggenburg, weiterhin die Familie vermutet.

Die Anzahl neuer Hospitalisationen ist in der vergangenen Woche allerdings von 56 auf 62 gestiegen – kantonsweit betrachtet. Das wichtigste: «Die Aufnahmekapazität in den Spitälern ist gewährleistet», lässt die St. Galler Regierung verlauten. Und was macht das Kontakt Tracing? Die Auslastung ist «sehr hoch». Noch vor Wochenfrist war vermeldet worden, dieses sei «ausgelastet». Circa 5500 Personen in Quarantäne werden aktuell kantonsweit durch das Contact Tracing betreut – rund 1000 weniger als noch vor einer Woche. (sdu)

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 12. November, 24 Uhr.

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Kanti-Infoanlass für Aufnahmeprüfungen abgesagt (13.11.20)

Und wieder fällt eine Veranstaltung in der Region dem Coronavirus zum Opfer. «Die Informationsveranstaltung zu den Aufnahmeprüfungen, welche am Samstag, 28. November, an der Kantonsschule stattgefunden hätte, musste leider aufgrund der derzeitigen Situation abgesagt werden», teilt das Schulsekretariat in einer kurzen Mitteilung mit. Ab 24. November seien alle Präsentationen und Informationen ausführlich auf der Internetseite der Kanti aufgeschaltet. Die Anmeldung zu den Aufnahmeprüfungen erfolge durch die Erziehungsberechtigten elektronisch ab dem 2. Dezember.

Mehr Infos zu der elektronischen Anmeldung gibt es unter www.maturanavigator.ch.

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Tischtennis: Jetzt doch ein Saisonunterbruch in der NLA (11.11.)

«Gerne hätte ich Ihnen eine Vorschau auf unsere NLA-Partien vom kommenden Wochenende gesendet», schreibt Thomas Wegmann, Präsident des Tischtennisclubs (TTC) Wil, am Mittwoch in einer Medienmitteilung. Stattdessen leitet er die Infos zum kurzfristig beschlossenen Saisonunterbruch weiter. Denn der Zentralvorstand des Swiss Table Tennis (STT) hat am Mittwochmorgen beschlossen, vorläufig alle Wettkämpfe in der Schweiz zu unterbrechen. Auch die NLA-Mannschaften haben eine Unterbrechung ihrer Meisterschaft beschlossen: Nachdem in der vergangenen NLA-Doppelrunde nur die Hälfte der angesetzten Spiele ausgetragen werden konnte, haben die NLA-Clubs in einer Videokonferenz gemeinsam mit dem Vorstand der Nationalliga entschieden, die Saison bis Ende Jahr zu unterbrechen. Die für das kommende Wochenende angesetzten Spiele des Wiler NLA-Teams in Lugano und zu Hause gegen Rapid Luzern sowie die für den 12. und 13. Dezember angesetzte Doppelrunde müssen somit verschoben werden, wie der Vereinspräsident weiter mitteilt. 

Den Grund für diese Entscheidung nennt der SST-Zentralvorstand in einer öffentlichen Stellungnahme: «Trotz national gültiger Massnahmen des Bundes können die Kantone und Gemeinden striktere Vorgaben durchsetzen. Die Kantone handhaben Rahmenbedingungen für Wettkampf und Training, Quarantänevorschriften, unterschiedlich streng, wodurch einige Regionen bereits seit einer Woche vor geschlossenen Hallen stehen, während andere ohne zusätzliche Einschränkungen trainieren und spielen dürfen.»

Fallzahlen sollen gebremst werden

Durch den Saisonunterbruch will Swiss Table Tennis (STT) erreichen, dass Kontakte ausserhalb der clubinternen Kleingruppen minimiert werden. Die Anreise und der Kontakt zu den gegnerischen Teams fallen weg. «Es ist uns wichtig, dass der Schweizer Tischtennissport dazu beiträgt, die steigenden Fallzahlen zu bremsen», heisst es in einer Mitteilung weiter.

STT fokussiere sich aktuell auf die Aufrechterhaltung eines sicheren, gesamtschweizerischen Trainingsbetriebs. Unter Einhaltung der Schutzkonzepte sei das Training gemäss den vom Bundesrat erlassen Vorgaben möglich, sofern keine strengeren kantonalen Massnahmen vorliegen. (pd)

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Corona-Fälle in Altersheimen: Kanton sucht zusätzliche Arbeitskräfte (10.11.20):

Aktuell sind im Kanton St. Gallen zwölf Einrichtungen von einem Ausbruch des Coronavirus betroffen – so auch der «Sonnenhof» in Wil und das Seniorenzentrum Uzwil. Kantonsweit gibt es 174 laborbestätige Fälle bei Bewohnenden und 140 Fälle beim Personal. In der ersten Welle während des Frühlings sind insgesamt 15 Bewohnende von Alters- und Pflegeheimen an oder mit Corona verstorben, seit Oktober sind 22 weitere Todesfälle dazugekommen. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, bietet das Gesundheitsdepartement den Alters- und Pflegeheimen an, die Schutzkonzepte vor Ort auf ihre Effektivität und Verbesserungspotential zu prüfen.

Die personelle Situation in den Betagtenheimen ist angespannt. Das Gesundheitsdepartement hat deshalb einen Pool für Fachpersonen eingerichtet. Gesucht werden Pflegefachpersonal oder Personen mit anderen Ausbildungen im Gesundheitswesen für Einsätze in Spitälern, in der Spitex, in der Langzeitpflege sowie in den Schwerpunktpraxen. Interessierte können sich auf der Webseite http://www.sg.ch/coronavirus eintragen.

Kantonale Härtefallregelung soll kommen

Der Bundesrat hat die Vernehmlassung zur Härtefallverordnung am 4. November eröffnet. Die Kantone haben bis am 13. November Zeit, dazu Stellung zu nehmen. Die Regierung des Kantons St.Gallen stimmt der grundsätzlichen Stossrichtung zu. Was die kantonalen Härtefallmassnahmen angeht, bereitet die Regierung derzeit die gesetzlichen Grundlagen vor. Sie wird insbesondere die Fragen zum Kreis der Bezüger, zum Umfang, zu den Voraussetzungen und zum Vollzug der Massnahmen klären. Derzeit schliesst die Regierung noch keine der möglichen Massnahmen aus. Somit sind Darlehen, Bürgschaften, Garantien, aber auch A-fonds-perdu-Beiträge möglich. Im Vordergrund stehen jedoch Bürgschaften und A-fonds-perdu-Beiträge.

Folgende Branchen stehen derzeit im Fokus: Gastronomie, Hotellerie, Reisebüros/Reiseveranstalter, Reisecarunternehmen oder touristische Betriebe, Marktfahrer, Schausteller, Event- und Veranstaltungsbranche. Tierparks.

Nur Geld für «überlebensfähige Unternehmen»

Die Herausforderung besteht darin, dass die Massnahmen nicht strukturerhaltend wirken sollen. Es sollen nur überlebensfähige Unternehmen unterstützt werden. Welche das sind, wird die Regierung anhand eines Kriterienkatalogs definieren.

In zeitlicher Hinsicht prüft die Regierung die Voraussetzungen, Dringlichkeitsrecht anzuwenden, um die Härtefallunterstützung noch dieses Jahr gewähren zu können. Das Dringlichkeitsrecht würde danach auf dem parlamentarischen Weg in ordentliches Gesetzesrecht überführt. Die Regierung wird das Vorgehen und die Ausgestaltung der Massnahmen noc ham Dienstagabend mit den Fraktions- und Parteipräsidenten besprechen. (pd/red)

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Weniger Arbeitslose, hohe Anzahl Corona-Fälle (9.11.20)

In allen Wahlkreisen des Kantons St. Gallen hat im Oktober die Anzahl Stellensuchender leicht zugenommen. Positive Ausnahme ist der Wahlkreis Wil. Neun Personen weniger waren beim RAV in Wil eingeschrieben als im Monat zuvor, nämlich noch 1987 Personen. Dies entspricht einem Rückgang um 0,5 Prozent. Vergleicht man die Zahl allerdings mit dem Oktober des vergangenen Jahres, so ergibt sich eine Zunahme um 35,8 Prozent.

Die Voranmeldungen zur Kurzarbeit – sie werden kantonsweit ausgewiesen und nicht explizit für den Wahlkreis Wil – sind gegenüber dem Vormonat leicht angestiegen. Ende Oktober sind vom Amt für Wirtschaft und Arbeit Gesuche von rund 2100 Betrieben für knapp 31'000 Mitarbeitende bewilligt worden. Dies entspricht jedem zehnten Beschäftigten im Kanton St.Gallen. Im produzierenden Sektor ist es etwa jeder Fünfte, bei den Dienstleistungen jeder Sechzehnte.

In zwei Wochen: 1,2 Prozent mit positivem Corona-Test

Auch andere Zahlen interessieren dieser Tage. Zum Beispiel jene der Neuansteckungen mit dem Coronavirus. Nachdem der Wahlkreis Wil im kantonalen Vergleich Ende vergangener Woche die ungeliebte Führung übernommen hat, wurde diese über das Wochenende noch ausgebaut. Auf 100'000 Einwohner gab es im Wahlkreis Wil in den vergangenen beiden Wochen 1200 positive Corona-Tests. Vor einer Woche waren es noch 1000 gewesen mit Blick auf die beiden davorliegenden Wochen.

In nackten Zahlen formuliert heisst das: Allein in den letzten sieben Tagen haben 455 Personen im Wahlkreis Wil einen laborbestätigten positiven Corona-Befund erhalten. Das sind 65 Personen pro Tag – und somit gleich viele wie vor Wochenfrist. Und im Spital Wil? Am Montagmorgen um 8.30 Uhr waren zehn positiv getestete Patienten in Wil hospitalisiert. Diese Zahl entspricht dem Durchschnittswert der vergangenen Woche.

Am Dienstagnachmittag (10. November) um 14 Uhr wird die St Galler Regierung zusammen mit Fachleuten eine Medienorientierung zur aktuellen Corona-Situation abhalten und dabei die Lage einschätzen. hallowil.ch streamt die Medienorientierung live.

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 8. November, 24 Uhr.

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Neuansteckungen: Wahlkreis Wil am stärksten betroffen (6.11.20)

So hoch war der Wert im Wahlkreis Wil noch nie. Innerhalb der letzten beiden Wochen haben – gerechnet auf 100'000 Einwohner – 1123 Personen einen positiven Corona-Befund bekommen. Das ergeben aktuelle Zahlen, welcher der Kanton St. Gallen am Freitagvormittag publiziert hat. In keinem anderen Wahlkreis des Kantons ist der Wert höher. Somit hat der Wahlkreis die ungeliebte Spitze vom Rheintal übernommen. Zuvor war lange das Toggenburg der Hotspot gewesen. Dort ist der Wert leicht gesunken – auf 999.

Und wie sieht es kantonsweit aus? Die Zahlen sind immer noch steigend, allerdings weniger stark als auch schon. In der vergangenen Woche gab es 2496 positive Corona-Tests. In der Woche zuvor waren es 2376 gewesen. Die Positivitätsrate lag bei 27,8 Prozent – und somit um 1,6 Prozent höher als die Woche zuvor. 56 Personen mussten ins Spital. Das sind 22 mehr als in den sieben Tagen zuvor. «Die Aufnahmekapazität ist gewährleistet», schreibt der Kanton St. Gallen im wöchentlichen Covid-19-Bulletin, das jeweils am Freitag erscheint. Das Contact Tracing ist nach wie vor ausgelastet.

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 5. November, 24 Uhr.

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Corona-Fall beim FC Wil (5.11.20)

Der Verein meldet einen positiven Corona-Befund bei einem seiner Spieler. Die betroffene Person wurde umgehend in die Isolation geschickt. Sowohl die Swiss Football League (SFL) als auch der kantonsärztliche Dienst sind in Kenntnis gesetzt worden. Am Freitagvormittag wird das ganze Team - Spieler und Staff - sich einem Test unterziehen. Über allfällige Massnahmen können zum jetzigen Zeitpunkt bis zum Vorliegen einer Auskunft der Kantonsärztin keine weiteren Informationen erteilt werden.  Dies teilt der FC Wil am Donnerstagabend in einer Medienmitteilung mit. Der Name des betroffenen Spielers kommuniziert der Klub nicht.

Ob das für Samstag angesetzte Heimspiel gegen den FC Winterthur stattfinden kann, ist offen. Für die Winterthurer wäre es die vierte Spielabsage in Folge, da ihre letzten drei Partien wegen Corona in den eigenen Reihen hatten abgesagt werden müssen. Ebenfalls noch nicht geklärt ist, ob die ganze Wiler Mannschaft und der Staff in eine zehntätige Quarantäne müssen. «Der Ball liegt bei der Kantonsärztin. Wir warten auf ihre Infos», sagt FC-Wil-Mediensprecher Dani Wyler zu hallowil.ch.

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Rheintal löst Toggenburg als Hotspot ab (4.11.20)

Am Anfang der zweiten Welle gab es im Wahlkreis Wil am meisten Covid-19-Neuansteckungen – allerdings auf deutlich tieferem Niveau als jetzt. Bald übernahm das Toggenburg die Spitze dieser ungeliebten Rangliste und führte sie lange an. Doch nun hat plötzlich das Rheintal am meisten laborbestätigte Neu-Infektionen zu beklagen. Der Vergleich wird möglich, wenn die Anzahl Neuansteckungen pro 100'000 Einwohner in den vergangenen beiden Wochen untereinander verglichen wird. In fast allen Wahlkreisen hat sich in den letzten zwei Wochen rund 1 Prozent der Bevölkerung positiv auf das Coronavirus testen lassen. Im Wahlkreis Wil waren es genau 999 Fälle pro 100'000 Einwohner – also jeder 100.. Das Toggenburg weist 1033 Fälle auf, das Rheintal 1073.

In nackten Zahlen formuliert: Allein in der vergangenen Woche gab es im Wahlkreis Wil für 365 Personen einen positiven Corona-Befund. Das sind 52 bescheinigte Neuansteckungen pro Tag. Diese Zahl ist tiefer als auch schon. Vor und nach dem vergangenen Wochenende waren in dieser Statistik 65 Neuansteckungen pro Tag vermeldet worden im Wahlkreis Wil (siehe unten).

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 3. November, 24 Uhr.

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Keine Nachtzüge mehr (3.11.20)

In der Schweiz stellen die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs ab dem kommenden Wochenende (6. auf 7. November) die Nachtnetze ein. Das betrifft auch die zuschlagspflichtigen Thurbo-Züge, welche jeweils in der Nacht auf Samstag und Sonntag auf der Strecke St. Gallen-Wil-Winterthur verkehren. Die Einstellung ist eine Massnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Der Entscheid stützt sich auf die Vorgabe des Bundesrates, der eine Sperrstunde ab 23 Uhr angeordnet hat. Dadurch bleibt die Nachfrage nach einem Nachtangebot aus, schreiben die SBB am Dienstag. Während in der Ostschweiz nach der ersten Corona-Welle das Nachtangabot wieder hochgefahren worden ist, wurde zum Beispiel im Kanton Zürich das ZVV-Nachtnetz nicht wieder in Betrieb genommen.

Die Einstellung des Nachtangebots erfolgt vorerst unbefristet. Die Wiederaufnahme hängt von den Vorgaben des Bundesrates zu den Bereichen Sperrstunde und Nachtleben ab. Die Verbindungen sind alle im Online-Fahrplan aufgeführt. (pd/red)

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Wahlkreis Wil: Jeder 100. hat Corona (2.11.20)

Was vor dem Wochenende zu vermelden war, ist nun noch immer so: Pro Tag erhalten aktuell im Wahlkreis Wil rund 65 Personen einen positiven Corona-Test. Dies bestätigt aktuelles Zahlenmaterial, welches der Kanton St. Gallen am Montagmorgen publiziert hat. Allein in der vergangenen Woche haben im Wahlkreis Wil 449 Personen einen vom Labor bestätigten positiven Corona-Test erhalten. In den vergangenen zwei Wochen ist die Anzahl auf 779 gestiegen. Somit hat sich in dieser Zeitspanne erstmals mehr als ein Prozent der Bewohner des Wahlkreises Wil mit Corona infiziert. Dies ergibt die Statistik «Anzahl laborbestätigter Covid-19-Fälle der letzten 14 Tage pro 100'000 Einwohner». Für den Wahlkreis Wil werden 1024 Fälle ausgewiesen. An der kantonalen Spitze ist weiterhin das Toggenburg mit 1096 Fällen.

Und wie sieht es im Spital Wil aus? «Derzeit sind acht Patienten mit bestätigter Corona-Virus-Infektion hospitalisieret», sagt Spital-Wil-Sprecherin Barbara Anderegg am Montagvormittag zu hallowil.ch. Das sind vier weniger als vor einer Woche. Da es in Wil keine Intensivstation gibt, werden keine Corona-Patienten beatmet.

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 1. November, 24 Uhr


Verschärfung der Massnahen?

Was macht nun die St. Galler Regierung? Diese hat die Möglichkeit, die vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen zu verschärfen. So geschehen am Sonntag im Kanton Genf. Der St. Galler Regierungspräsident Bruno Damann hatte sich zuletzt aber in verschiedenen Medien gegen zu strenge Massnahmen ausgesprochen. Am Dienstag um 14 Uhr wird die St. Galler Regierung eine Medienkonferenz zur aktuellen Situation des Coronavirus’ abhalten. Dabei werden die aktuelle Lage eingeschätzt und «beschlossene Massnahmen erläutert», wie es in der Einladung heisst. Anwesend sind Regierungspräsident Bruno Damann, die Regierungsräte Beat Tinner (Volkswirtschaftsdepartement) und Stefan Kölliker (Bildungsdepartement), Kantonsärztin Danuta Zemp und eine Vertretung der Spitäler. hallowil.ch streamt die Medienkonferenz live.

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Tonhalle Wil sagt November-Konzerte ab (1.11.20)

Noch maximal 50 Personen sind an Veranstaltungen zugelassen. Und niemand weiss, ob selbst diese Regel schon bald wieder über den Haufen geworden wird. Eine äusserst schwierige Situation mit tiefer Planbarkeit für die Kultur-Veranstalter. Das zählt auch für die Tonhalle Wil. Sie hat die zwei November-Konzerte nun abgesagt. Auf dem Programm standen die beiden Gastauftritte der Universal Brass Band unter dem Titel «Brass Meets Classic» am 1. November und ein gemeinsames Konzert des Jugendorchesters Wil zusammen mit dem Orchester Stringendo am 8. November.

Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Die nächste Veranstaltung in der Tonhalle ist auf den 28. November angesetzt. Dann soll der Friedrich-Dürrenmatt-Klassiker «Der Besuch der alten Dame» vom Theater Kanton Zürich aufgeführt werden. «Ob die nachfolgenden Produktionen gezeigt werden können, entscheiden wir im Verlauf der nächsten Woche», teilen die Tonhalle-Verantwortlichen auf ihrer Homepage mit. (red)

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Corona im Wahlkreis Wil: Jetzt sind es 65 Fälle pro Tag (31.10.20)

Mit den Corona-Zahlen ist es so eine Sache. Die Entwicklung der Pandemie lässt sich immer erst mit einigen Tagen Verzögerung einordnen. Heruntergebrochen auf den Wahlkreis Wil ist nicht allzu viel Zahlenmaterial zugänglich. Aber es wird fast täglich ausgewiesen, wie viele laborbestätigte Corona-Neuinfizierungen es in den letzten sieben Tagen gegeben hat. In der vergangenen Woche waren es demnach 395 positive Fälle. Das sind deren 56 pro Tag. Zum Vergleich: Anfang dieser Woche waren es noch täglich 45 Neuansteckungen innerhalb von sieben Tagen gewesen. Die Zahl steigt also weiter an, aber nicht mehr ganz so stark wie in den Tagen zuvor. Seit dem Ausbruch des Virus’ haben sich im Wahlkreis Wil 1086 Personen angesteckt.

Eine andere wichtige Zahl, welche für den Wahlkreis Wil ausgewiesen wird, ist jene der Anzahl Neuansteckungen pro 100'000 Personen in den vergangenen 14 Tagen. Laut den Zahlen des Kantons haben 857 Personen einen positiven Befund bekommen in den letzten 14 Tagen. Anfang Woche war die Zahl im Wahlkreis noch bei 627 Personen gelegen. An der Spitze dieser ungeliebten Rangliste liegt weiterhin das Toggenburg mit 986 positiven Corona-Tests pro 100'000 Einwohner. Somit hat im Toggenburg rund jeder 100. Bewohner einen positiven Befund bekommen – binnen der letzten beiden Wochen.

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 29. Oktober, 24 Uhr

Und wie sieht es im Kanton St. Gallen aus? Innerhalb der letzten Woche wurden ziemlich genau 10'000 Corona-Tests durchgeführt – 2376 waren positiv. Laut dem Kanton sind mehrere Altersheime und Schulen betroffen – so auch das Alterszentrum «Sonnenhof» in Wil. Das Contact Tracing ist mittlerweile ausgelastet.

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Auch Badminton-NLA-Saison wird unterbrochen (30.10.20)

Der Bundesratsentscheid vom Mittwoch hat auch für die Badminton NLA-Meisterschaft Auswirkungen. So hat Swiss Badminton beschlossen, dass die geplanten Partien – die nun im November ausgetragen werden sollten – auf ein unbestimmtes Datum verschoben werden. «Wann der Ligabetrieb fortgesetzt wird, bleibt offen», schreibt der Badmintonclub Uzwil in einer Medienmitteilung am Freitagmorgen. Ebenfalls finden bis mindestens 31. Dezember keine nationalen Turniere mehr statt. «Dies bekommen besonders die Nachwuchsspieler zu spüren», meint der Badmintonclub. Sowohl deren Ostschweizer Meisterschaften, als auch die Schweizermeisterschaften können nicht wie geplant durchgeführt werden. «Beide Individualturniere sind je nach Leistungsklasse wichtige Highlights im Saisonkalender», betont der Klub weiter.

Der Badmintonclub Uzwil sei aber überzeugt, dass die Saison in absehbarer Zeit weitergeführt werden könne. «Immerhin kann der Trainingsbetrieb aufrechterhalten werden – wenn auch mit den nötigen Sicherheitsmassnahmen, die von den Behörden und Swiss Badminton erlassen wurden», heisst es in der Mitteilung weiter. (pd)   

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Saisonstopp – auch das Uzwiler NLA-Team darf momentan keine Spiele mehr bestreiten. (Bild Matthias Zindel)

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27 Bewohner des Wiler Alterszentrums Sonnenhof haben Covid-19 (29.10.20)

Vergangenes Wochenende sind erste Covid-Infektionen bei Bewohnenden des Alterszentrums Sonnenhof in Wil festgestellt worden (siehe Artikel unten). «Die Anzahl der mit Covid infizierten Personen im Sonnenhof ist am Dienstag von zwei auf fünf Personen angestiegen», sagt Alard du Bois-Reymond, CEO der Thurvita AG, auf Anfrage von hallowil.ch. Um rasch ein genaueres Bild davon zu haben, inwieweit das Coronavirus unter den Bewohnenden verbreitet ist, führte Thurvita am Mittwoch bei allen Bewohnenden des Alterszentrums Sonnenhof einen Covid-Test durch. Gemäss du Bois-Reymond wollte die Thurvita den Verbreitungsgrad kennen. «Aufgrund der heute erhaltenen Testresultate wissen wir: 27 Bewohnende der insgesamt 100 Sonnenhof-Bewohnenden haben das Coronavirus», berichtet das Alterszentrum in einer Medienmitteilung am Donnerstagabend. Alle positiv getesteten Bewohner seien am Donnerstag isoliert worden. Die Pflegeteams seien geschult und würden durch zusätzliches Personal Verstärkung erhalten. «Die Bewohnenden waren froh mit den breit angelegten Tests Sicherheit über ihre Situation zu erhalten», berichtet du Bois-Reymond.

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RMV Mosnang sagt die U-23-EM der Radballer vom Samstag ab (29.10.20)

Nach Angaben von Gregor Schnellmann, Präsident des Rad- und Motorfahrer-Vereins (RMV) Mosnang, war die Hoffnung bis zuletzt gross: «Lange haben wir gehofft, gekämpft, umfangreiche Schutzkonzepte erstellt und waren überzeugt, dass wir die U-23-Europameisterschaft der Radballer durchführen können.» Die Vernunft und die Bestimmungen des Bundes hätten klar Vorrang und deshalb habe man sich zu diesem Schritt entschieden. «Trotzdem möchte ich es nicht unterlassen, Helfern, Behörden und Sponsoren, die bis zuletzt an uns geglaubt und bei einer möglichen Durchführung unterstützt hätten, ein herzliches Dankeschön auszusprechen», betont Schnellmann. Man prüfe momentan eine Durchführung im September 2021 und hoffe, dass man dann wieder ein Radballfest mit den legendären Mosliger Emotionen durchführen könne. (pd)

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Nach der Pressekonferenz des Bundesrates: An einer Sitzung am Mittwochabend hat das Organisationskomitee des RMV Mosnang entschieden, die Radball-EM U23 vom Samstag abzusagen. (Bild pd)

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Geld auch für das Spital Wil: Regierung spricht 42 Millionen Franken (29.10.20):

Der Bundesrat verpflichtete Spitäler und Kliniken, zwischen dem 17. März und 26. April dieses Jahres auf nicht dringend angezeigte medizinische Untersuchungen, Behandlungen und Eingriffe zu verzichten. Aufgrund dieses Behandlungsverbots verzeichneten die meisten Spitäler und Kliniken erhebliche Ertragsausfälle, die nicht mit Erträgen aus der Behandlung von Covid-19-Patientinnen und Patienten kompensiert werden konnten.

Da sich voraussichtlich weder der Bund noch die Krankenversicherer an den Ertragsausfällen der Spitäler und Kliniken beteiligen, unterstützt der Kanton die st. gallischen Spitäler und Kliniken mit 42,3 Millionen Franken für diese Ertragsausfälle. Sollten der Bund oder Dritte zu einem späteren Zeitpunkt doch noch Beiträge leisten, würden diese mit den vom Kanton geleisteten Entschädigungen verrechnet. Nicht Gegenstand der Vorlage sind Ertragsausfälle, die nach der Aufhebung des Behandlungsverbots entstanden sind. In den meisten Spitälern und Kliniken dauerte es einige Zeit, bis die ursprünglichen Frequenzen wieder erreicht werden konnten. Ertragsausfälle im Zusatzversicherungsbereich werden ebenfalls nicht entschädigt.

Die vorgesehene Unterstützung will die Regierung aus dem besonderen Eigenkapital finanzieren. Aus Sicht der Regierung handelt es sich dabei um gebundene Ausgaben. Diesen Ausgaben steht eine Entlastung in der Spitalfinanzierung gegenüber. Der Kanton beteiligt sich mit 55 Prozent an den Kosten der stationären Behandlungen. Durch das Behandlungsverbot konnten die Spitäler nur wenige stationäre Eingriffe durchführen, was die Ausgaben des Kantons für die Spitalfinanzierung um mindestens 15 Millionen entlastet. (pd)

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Ein Spieler des EC Wil hat sich mit Covid 19 angesteckt (28.10.20)

Nun hat es auch den EC Wil erwischt: Wie Vereinspräsident Roger Dietschweiler auf Anfrage von hallowil.ch bestätigt, hat ein Spieler einen positiven Corona-Test erhalten. Bei einem zweiten Spieler, bei dem ebenfalls Verdacht auf Infizierung bestanden hatte, gibt es Entwarnung. Da beim «positiven» Spieler früh genug Massnahmen ergriffen wurden, muss laut Angaben von Dietschweiler nicht die ganze erste Mannschaft in Quarantäne.

Trotzdem finden beim EC Wil momentan weder Spiele noch Trainings statt. Am vergangenen Freitag hatte der Verband kommuniziert, dass alle Meisterschaften im Amateurbereich auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden, also auch die 1.-Liga-Ostgruppe. Beim EC Wil geht man davon aus, dass es sich um eine längere Zeitspanne ohne Spiele handeln wird und hat den Trainingsbetrieb deshalb ausgesetzt. 

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Keine Spiele für RiWi: Faustball-Saison abgesagt (27.10.20)

Der Zentralvorstand von Swiss Faustball hatte sich noch in der vergangenen Woche für die Durchführung der Schweizer Hallenmeisterschaft ausgesprochen. Manchenorts sind die Hallen aber bereits geschlossen und ordentliche Trainings nicht mehr oder nur stark eingeschränkt möglich. «Dies schafft unter den beteiligten Mannschaften unterschiedliche Bedingungen. Zudem kann bei kurzfristig gesperrten Hallen in der Regel nicht einfach auf einen Ersatz ausgewichen werden. Das verunmöglicht eine vernünftige Planung», ist bei Swiss Faustball zu vernehmen.

Der Zentralvorstand ist deshalb in einem ausserordentlichen Zirkularbeschluss zum Entscheid gekommen, die nationalen und regionalen Faustball-Hallenmeisterschaften 2020/21 in der geplanten Form abzusagen und im Dezember zu prüfen, ob in den Monaten Januar und Februar eine verkürzte Meisterschaftsausgabe möglich wäre. «Da davon auszugehen ist, dass am Mittwoch vom Gesamtbundesrat ohnehin verschärfte Schutzmassnahmen präsentiert und die Kantone jeweils auch noch zusätzliche eigene Regelungen unterschiedlicher Ausprägungen treffen werden, machte es keinen Sinn, mit dem Entscheid zuzuwarten», schreibt der Zentralvorstand von Swiss Faustball in einer Mitteilung. (pd/red)

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Zweiter Corona-Fall bei Thurvita (26.10.20)

Seit Samstag steht das Alterszentrum Sonnenhof wegen Covid 19 unter Quarantäne. Bislang sind dort zwei Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilt Thurvita am Montagabend mit. Thurvita geht davon aus, dass es einige Zeit dauern wird, bis sich die Situation mit dem Coronavirus entschärft. Um das Risiko weiterer Ansteckungen so gering wie möglich zu halten, setze man auf die konsequente Einhaltung der Hygiene- und Schutzmassnahmen durch die Mitarbeitenden, die Bewohnenden und die Angehörigen.

In den anderen Thurvita-Standorten gelten die Einschränkungen, welche die Regierung für alle Alters- und Pflegeheime im Kanton St. Gallen verfügt hat. Heisst konkret: Es sind täglich noch zwei Besucher je Bewohner möglich. Diese Zahl kann in Ausnahmesituationen, wenn zum Beispiel jemand im Sterben liegt, nach Absprache mit der Heimleitung überschritten werden. Die Besucher müssen sich im Voraus anmelden und ihre Kontaktdaten hinterlassen. Die Regelung tritt am Dienstag (27. Oktober) in Kraft.

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Schon 45 Corona-Neuansteckungen pro Tag im Wahlkreis Wil (26.10.20)

Eine Entspannung in der Corona-Situation ist nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil. Die Zahlen, welche der Kanton St. Gallen am Montagmorgen kommuniziert hat, zeigen weiterhin einen starken Anstieg – auch im Westen des Kantons. Allein in der vergangenen Woche haben im Wahlkreis Wil 317 Personen einen positiven Covid-19-Befund bekommen. Das sind im Durchschnitt 45 Personen pro Tag. Zum Vergleich: Noch am Freitag war zu vermelden, dass sich in der vorangehenden Woche täglich rund 30 Personen angesteckt haben (siehe unten). Im ganzen Kanton St. Gallen waren es in der vergangenen Woche knapp 2000 Neuansteckungen. Seit dem Ausbruch des Virus im März wurden kantonsweit gut 5200 Fälle gezählt. Mehr als ein Drittel der laborbestätigten Neuansteckungen ereignete sich somit vergangene Woche.

Umgerechnet auf 100'000 Einwohner ergeben sich in den vergangenen zwei Wochen im Wahlkreis Wil 627 laborbestätigte Corona-Neuansteckungen. Noch am Freitag war diese Zahl bei 476 gelegen. Am meisten Ansteckungen gibt es weiterhin im Toggenburg mit 866 Fällen pro 100'000 Einwohner. Der Wahlkreis Wil folgt auf Platz zwei. In den vergangenen beiden Wochen gab es sechs Todesfälle im Kanton St. Gallen, die auf das Coronavirus zurückzuführen sind. 110 Personen befinden sich wegen Covid 19 in einem der St. Galler Spitäler.

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 25. Oktober, 24 Uhr

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Einschränkungen bei Altersheim-Besuchen (25.10.20)

Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Heimbewohnern und von Angehörigen bei Besuchen müssen mit Blick auf ethische und soziale Aspekte verhältnismässig sein. Das ist ein Grundsatz im neuen Drei-Phasenmodell, welches das Amt für Soziales (Departement des Innern) mit dem Heimverband Curaviva St.Gallen und der Geriatrischen Klinik St.Gallen erarbeitet hat. «Die Regierung hat gestützt darauf und aufgrund der aktuellen epidemiologischen Lage heute an ihrer ausserordentlichen Sitzung eine Beschränkung der Besuche beschlossen», informiert die St. Galler Staatskanzlei am Sonntag einer Medienmitteilung.

Neu sind täglich noch zwei Besucher je Bewohnerin oder Bewohner möglich. «Diese Zahl kann in Ausnahmesituationen, wenn jemand beispielsweise im Sterben liegt, nach Absprache mit der Heimleitung überschritten werden», so die St. Galler Staatskanzlei. Die Besucher müssten sich im Voraus anmelden. Je nach Heim können die Besuche auf besondere Zeitfenster beschränkt werden. Und weiter: «Besucher müssen ihre Kontaktdaten hinterlegen und sind aufgefordert, bei Symptomen einer allfälligen Covid-19-Erkrankung von einem Besuch abzusehen.» Wer sich unsicher fühle, könne im Vorfeld den Coronavirus-Check des Bundesamtes für Gesundheit durchführen. Cafeterien in den Heimen seien gemäss der vom jeweiligen Heim vorgegebenen Nutzung in der Regel nur noch im Rahmen der allgemeinen Besuchsregelung zugänglich.

Diese Regelung gilt ab diesem Dienstag, 27. Oktober, für alle Alters- und Pflegeheime im Kanton St.Gallen. Vorläufig bis zum Jahresende oder bis sich die epidemiologische Lage verbessert. Die Einschränkungen entsprechen der «Phase 2: Ausbruchsbekämpfung» des neuen «3-Phasenmodells: Besuchsregelungen in Heimen» vom 22. Oktober.

Vorläufiger Verzicht auf weitergehende Beschränkungen

Erkranken in einem Heim mehr als drei Bewohner oder Mitarbeiter, so dass Personalengpässe auftreten, kann die Heimleitung die Besuche auch auf begründete Einzelfälle oder Ausnahmesituationen beschränken. Dies ist aktuell in wenigstens sechs Heimen im Kanton St.Gallen der Fall. «Die Vorkehrungen der Heime gemäss eigenem Schutzkonzept und die allgemein geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen sind stets zu beachten», betont die St. Galler Regierung. Besucher werden bereits heute um die Angabe der Kontaktdaten gebeten. Die Umsetzung des Modells liege primär in der Verantwortung der einzelnen Heime, weshalb bei einer grösseren Betroffenheit von Covid-19-Erkrankungen bisher und auch künftig eine Einschränkung der Besuche auf Ausnahmefälle zulässig sei.

«Kantonsweit ist aus Sicht der Regierung indes derzeit eine massvolle Beschränkung der Besuche ausreichend», heisst es weiter. Diese Situation könne sich aufgrund der Dynamik der Pandemieentwicklung aber verändern und weitergehende Einschränkungen durch den Bundesrat seien nicht auszuschliessen.

Lage in Behinderteneinrichtungen stabil

Da betagte Menschen die grösste Risikogruppe darstellen, die es mit entsprechenden Massnahmen zu schützen gilt, fokussiert das 3-Phasenmodell primär auf die Betagten- und Pflegeheime. «Die Fallzahlen in den Behinderteneinrichtungen nahmen in den letzten Tagen zwar ebenfalls zu, erfordern aber noch keine generellen Regelungen im Kanton», so die Regierung. Das Amt für Soziales stehe im direkten Austausch mit den Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Die Empfehlungen wurden in Absprache mit dem Branchenverband Insos entsprechend den Bedürfnissen angepasst.

Weitere Einschränkungen angedacht

Die Regierung hat an ihrer ausserordentlichen Sitzung von Sonntag noch weitergehende Einschränkungen besprochen. «Sie wird diese am kommenden Freitag umsetzen, sofern die bereits bestehenden Einschränkungen ihre Wirkung innerhalb von 14 Tagen nicht erzielen oder der Bundesrat in der Zwischenzeit keine neuen national gültigen Regelungen erlässt», heisst es in der Mitteilung. (pd)

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Corona-Fall im Wiler Sonnenhof: Besuche nur mit Bewilligung möglich (24.10.20)

«Lange blieben die Übertragungsketten des Coronavirus ausserhalb der Thurvita Standorte», berichtet die Thurvita AG am Samstagvormittag in einer Medienmitteilung. Nun sei jemand von den Bewohnenden im Sonnenhof an COVID-19 erkrankt. «Die Person befindet sich in Isolation und wird von Fachpersonal betreut», wird in der Mitteilung weiter informiert. «Ab sofort gelten Alterszentrum Sonnenhof weitergehende Einschränkungen zum Schutz der Bewohnenden», heisst es weiter. Insbesondere seien Besuche wieder nur mit Bewilligung möglich. Das Restaurant «Chez Grand Maman» empfange keine Gäste. Die Einschränkung der Kontakte diene dazu, die Verbreitung des Coronavirus Sonnenhof zu unterbrechen. In den anderen Heimen der Thurvita sei zurzeit keine Anpassung der Schutzmassnahmen notwendig. (pd)

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1. Mannschaft des STV Wil Volleyball spielt ohne Zuschauer (24.10.20):

Der Hintergrund der Instagram-Story, welche Stadtturnverein (STV) Wil Volleyball am Freitagabend publiziert, ist schwarz. Darauf folgt eine kurze Information in weisser Schrift: «Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen», heisst es gleich zu Beginn. Denn der Vorstand des STV Wil Volleyball hat am Freitag beschlossen, bei allen Heimspielen ab dem 24. Oktober auf Zuschauer zu verzichten. Es sei nun einmal so, dass die Corona-Infektionen nicht beim Volleyballspielen selbst passieren. «Sondern beim Geschehen rund um die Spiele herum», betont der Wiler Verein. Durch diese Massnahmen wolle der STV Wil Volleyball in dieser Zeit die Teams, Schiedsrichter und natürlich auch die Fans schützen. Der Verein erhofft sich von dieser Entscheidung vor allem etwas: «Wir hoffen mit dieser Massnahme, die Saison zu Ende spielen zu können.»

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30 Fälle pro Tag im Wahlkreis Wil – 8 Patienten im Spital Wil (23.10.20):

Gut 76'000 Personen wohnen im Wahlkreis Wil. 651 Personen haben in diesem Jahr einen positiven Corona-Test von einem Labor bekommen. Das sind 0,86 Prozent der gesamten Bevölkerung. Eigentlich ein tiefer Wert. Das Problem ist aber: Die Zahl der Neuansteckungen ist auch im Wahlkreis Wil zuletzt stark angestiegen. Und die Kehrtwende scheint noch nicht in Sicht.

In Zahlen ausgedrückt: Allein in der vergangenen Woche waren es im Wahlkreis Wil 224 Neuansteckungen – also mehr als ein Drittel der Gesamtzahl. Das belegen Zahlen, welche der Kanton St. Gallen am Freitagmorgen veröffentlicht hat. Somit ist die Kennzahl «Fälle in den letzten 14 Tagen pro 100'000 Einwohner» im Wahlkreis Wil auf 476 gestiegen. Bereits ab 60 Neuinfektionen pro zwei Wochen ist man ein Risikogebiet. Damit gehört der Wahlkreis Wil zu den stärker betroffenen. Am stärksten ist die prozentuale Verbreitung der Corona-Neuansteckungen weiterhin im Toggenburg, wo sich 600 Personen auf 100'000 angesteckt haben in den letzten beiden Wochen.

Auch in Anzahl Hospitalisierungen steigt. Im Spital Wil werden am Freitag acht Personen gepflegt, die mit dem Covid-19-Virus infiziert sind. Beatmungen gibt es keine, da das Spital Wil nicht über eine Intensivstation verfügt. «Patienten, deren Zustand eine intensivmedizinische Behandlung benötigen, werden in ein Spital mit Intensivstation verlegt, zum Beispiel nach St. Gallen», sagt Barbara Anderegg, Sprecherin des Spital Wil.

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 22. Oktober, 24 Uhr

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Wieder ein Rekord im Kanton St. Gallen (21.10.20)

Dass die vom Bund verordneten und aktuell geltenden Schutzmassnahmen im Kampf gegen das Coronavirus bedeutend sind, zeigen auch die stetig steigenden Infektionszahlen im Kanton St. Gallen: Alleine in den letzten 24 Stunden sind genau 400 neue Corona-Fälle gemeldet worden – so viele wie noch nie. Nach Angaben der offiziellen Internetseite des Kantons zählt St. Gallen gesamthaft 3754 Corona-Betroffene. Die Zahl enthält auch Nachmeldungen der letzten Tage, die meisten Fälle wurden in den letzten sieben Tagen  im Wahlkreis St.Gallen (+286 Fälle) und im Rheintal (+216 Fälle) gemeldet. Dicht dahinter kommt mit 174 laborbestätigten Fällen in den letzten sieben Tagen der Wahlkreis Wil. Im Wahlkreis Toggenburg gab es in der letzten Woche 147 neue Corona-Fälle. (pd)

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Kanton SG: Grossveranstaltungen möglich, Unterstützung für Kultur (20.10.20)

Im Gegensatz zum Kanton Bern sind im Kanton St. Gallen Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern weiterhin erlaubt. Der FC St. Gallen im Fussball und die Rapperswil-Jona Lakers im Eishockdy dürfen aufatmen. "Unseres Wissens ist noch kein Fall bekannt, bei dem sich jemand an einem Grossanlass angesteckt hat", sagt Regierungspräsident Bruno Damann an einer Medienkonferenz. Bei Veranstaltungen mit  bis zu 1000 Gästen, braucht es neu Sektoren mit höchsten 100 Personen. Bis anhin waren es 300er-Sektoren gewesen. Die Regierung behält sich aber vor, diese Regelungen anzupassen, sollte sich die Situation verändern.

Auch die Kultur war ein Thema an der Medienkonferenz. Kulturunternehmen können neu zusätzlich zu Ausfallentschädigungen auch Beiträge für Transformationsprojekte erhalten. Das hat die Regierung basierend auf dem eidgenössischen Covid-Gesetz entschieden. Seit Frühjahr 2020 und bis Ende 2021 stehen insgesamt rund 22,8 Millionen Franken für diese Unterstützungsmassnahmen zur Verfügung. Am Tanzverbot hält die Regierung aber fest, obwohl das "einschneidende Folgen" habe.

Contact Tracing am Anschlag

Kantonsärztin Danuta Reinholz sagte, dass das Contact Tracing an die Grenzen komme. Aktuell würden 50 Personen im Contact Tracing arbeiten. "Positiv getestete Personen sollen zuhause bleiben, bis sie vom Contact Tracing angerufen werden. Auch Personen, die auf ein Test-Resultat warten, sollen zuhause bleiben", sagte Reinholz. Im Kanton St. Gallen befinden sich aktuell rund 1000 Personen in Isolation.

Und wie sieht es bei den Schulen aus? "Wir wollen so viel Präsenzunterricht wie möglich durchführen", sagte Regierungsrat Stefan Kölliker. Neuerdings wird empfohlen, dass erwachsene Personen eine Maske tragen. Auf eine generelle Maskenpflicht an Schulen wird hingegen verzichtet. Sie wird als nicht verhältnismässig erachtet. _______________________________________________________________________________

Neuinfektionen steigen weiterhin stark an (19.10.20)

Dass verschärfte Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Situation dringend nötig sind, zeigt aktuelles Zahlenmaterial, welches vom Kanton St. Gallen am Montagmorgen veröffentlicht worden ist. 991 Personen haben in der vergangenen Woche im Kanton St. Gallen einen positiven Covid-19-Bescheid bekommen. Das ist fast ein Drittel der Gesamtzahl seit Ausbruch des Virus im März. Seit Beginn sind 3209 Fälle bekannt. Auch der Wahlkreis Wil ist stark betroffen. 156 Neuinfektionen wurden innerhalb einer Woche gemeldet. Am öftesten trifft es kantonsweit junge Erwachsene im Alter zwischen 20 und 29 Jahren.

Damit die Zahlen vergleichbar sind, werden die Neuinfektionen in den vergangenen zwei Wochen auf 100'000 Einwohner gerechnet. Am Gesamtbild innerhalb des Kantons St. Gallen der vergangenen Tage hat sich nicht viel geändert (siehe Artikel unten). Nur sind die Zahlen noch einem deutlich gestiegen. Am stärksten betroffen ist weiterhin der Wahlkreis Toggenburg. Pro 100'000 Einwohner stecken sich dort 425 Personen ab. Schon ab 60 Fällen gilt eine Region als Risikogebiet. Auch im Wahlkreis Wil ist die Zahl merklich angestiegen auf 284 Fälle pro 100'000 Einwohner. Damit ist die Ansteckungsquote wieder höher als im Wahlkreis St. Gallen. Dort sind es 231 Fälle.

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Quelle: Kanton SG, Meldestand: 18. Oktober, 24 Uhr.

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Bundesrat verschärft Regeln (18.10.20)

«Die Lage ist ernst. Das Coronavirus verbreitet sich exponentiell.» Das sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Sonntag vor den Medien. Darum nimmt der Bund nun gewisse Dinge wieder selbst in die Hand. Ab Montag gilt eine Maskentragpflicht in allen öffentlichen Innenräumen des Landes und an Bahnhöfen. So braucht es zum Beispiel auch beim kurzen Einkauf an der Tankstelle eine Maske. Zudem wird von Familienfesten abgeraten. Auf öffentlichen Plätzen sind nur noch Versammlungen mit höchstens 15 Personen zugelassen. Organisierte Veranstaltungen und Demonstrationen sind weiterhin möglich, brauchen aber ein Schutzkonzept. In Restaurant und Bars darf nur noch sitzend konsumiert werden. Ferner ist, wenn irgendwie möglich, im Home-Office zu arbeiten. Aktuelles Zahlenmaterial zu den Ansteckungen wird am Montag kommuniziert.

Kein Weihnachtsmarkt, aber Weihnachtsstimmung

Auch der Grossraum Wil ist von diesen Massnahmen betroffen, da sie landesweit gelten. Am Sonntagabend vermeldete das Geschäftszentrum Uzwil (GZU) die Absage des Weihnachtsmarkts. «Die aktuelle Situation lässt diesen Anlass nicht zu», verkünden die Organisatoren. Auch wenn man allenfalls die Schutzmassnahmen hätte einhalten können, wollen sie den Anlass nicht durchboxen. Für das GZU ist es die zweite Absage, nachdem es bereits den Herbstmarkt Uzwil in diesem Jahr hatte streichen müssen.

Trotzdem wollen die Organisatoren nicht auf die Weihnachtsstimmung im Uzwiler Zentrum verzichten. In einem kleineren Rahmen wird am 13. Dezember ein Glühwein-Sonntag organisiert. Auch Weihnachtsbäume können vor Ort gekauft werden. Ebenfalls im Zuständigkeitsbereich des GZU steht die Weihnachtsbeleuchtung. Die grossen Sterne werden wie gewohnt die Strassen im Uzwiler Zentrum erleuchten. (pd/sdu)

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Die federführende Glühwein-Sonntag-Crew (von links): Philipp Herzog, Susanne Herzog, Jrène Chiavi und Claude Moser.

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Kanton St. Gallen zieht die Schraube an (17.10.20)

Über 3000 Covid-19-Ansteckungen innerhalb eines Tages. Was das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag vermelden musste, hatte es noch nie zuvor gegeben. Der Schrei nach verschärften und bundesweiten Massnahmen wird immer lauter. Während durchsickert, dass eine landesweite Maskenpflicht in Vorbereitung ist, hat der Kanton St. Gallen die Schraube angezogen und per Mitternacht folgende Regeln in Kraft gesetzt:

  • Tanzverbot
  • Maskenpflicht für Servicepersonal sowie für sämtliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit über 30 Personen.
  • Konsumation in der Gastronomie ausschliesslich sitzend.
  • Für sämtliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen über 30 Personen gilt eine Maskentragepflicht, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Eine generelle Maskenpflicht wurde aber nicht angeordnet.

Wahlkreis Wil: 112 Fälle in einer Woche

Und wie sieht die Entwicklung im Wahlkreis Wil aus? Keineswegs besser als in anderen Regionen. Allein innerhalb der vergangenen Woche gab es 112 laborbestätigte Neuansteckungen. Um das in die Relation zu setzen: Seit dem Ausbruch des Coronavirus im März sind im Wahlkreis Wil 400 solcher Fälle gezählt werden. Mehr als jeder Vierte also allein in der vergangenen Woche. In den letzten zwei Wochen gab es im Wahlkreis Wil pro 100'000 Einwohnern 204 laborbestätigte Neuansteckungen. Hotspot bleibt, wie in den vergangenen Tagen, das Toggenburg mit 290 Fällen.

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Quelle: Kanton SG, Meldestand 15. Oktober, 24 Uhr.

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St. Galler Regierung bereitet Massnahmen vor (13.10.20)

Die St. Galler Regierung hat die aktuelle Lage zusammen mit Fachleuten aus dem Kantonsarztamt und dem Kantonalen Führungsstab analysiert. Mit dem Resultat: Wegen der steigenden Zahlen werden weitere Massnahmen beschlossen. Die Regierung hat die Aufträge bereits erteilt, diese Massnahmen einzuleiten. «Sie werden in allen Bereichen greifen, in denen wir derzeit höhere Ansteckungszahlen verzeichnen», schreibt der Kanton am Dienstagnachmittag in einer Mitteilung. Konkrete Informationen wird die Regierung nächsten Dienstag an einer Medienorientierung erteilen. Bis dahin wird sie sich mit den Nachbarkantonen absprechen und am Freitag den Wochenverlauf im Kantonalen Führungsstab besprechen.

Die Anzahl laborbestätigter Covid-19-Neuansteckungen ist im Kanton St. Gallen seit Montag nochmals angestiegen. In den vergangenen beiden Wochen waren es pro 100'000 Einwohner 124 Fälle. Am Vortag hatte der Wert noch 114 betragen. Und im Wahlkreis Wil? Mit 108 labor-bestätigten Neuansteckungen liegt man knapp unter dem kantonalen Mittel. Am meisten solcher Neuinfektionen werden weiterhin im Toggenburg verzeichnet: 183 auf 100'000 Einwohner. (pd/sdu)

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So ist die Lage am Wochenende 10./11. Oktober 2020

Man kann es Drehen und Wenden wie man will: Auch in der Ostschweiz infizieren sich wieder mehr Menschen mit dem Covid-19-Virus. Im Wahlkreis Wil waren es in den vergangenen beiden Wochen 49 laborbestätigte Fälle – allein 34 in den letzten sieben Tagen. Das geht aus dem regelmässig erscheinenden Covid-19-Bulletin hervor, welches der Kanton St. Gallen am Freitag veröffentlicht hat. Im Vergleich mit den anderen Wahlkreisen steht die Region Wil mittlerweile passabel da. Rechnet man die Anzahl Ansteckungen pro 100'000 Einwohner, so ergeben sich folgende Zahlen:

- Wahlkreis Toggenburg: 112
- Wahlkreis See-Gaster: 93
- Wahlkreis St. Gallen: 83¨
- Wahlkreis Rorschach: 83
- Wahlkreis Rheintal: 75
- Wahlkreis Werdenberg: 66
- Wahlkreis Wil: 64
- Wahlkreis Sarganserland: 44

Ganz grundsätzlich gilt ein Gebiet als Risiko-Gebiet, wenn die Marke von 60 Ansteckungen pro 100'000 Einwohner überstiegen wird.

Wo man sich ansteckt

In der vergangenen Woche wurden im Kanton St. Gallen 3446 Corona-Tests durchgeführt, knapp 600 mehr als in der Vorwoche. 290 Tests sind positiv ausgefallen. Das sind um 205 positive Tests mehr als in der Vorwoche.

Die vermuteten Ansteckungsorte in den vergangenen beiden Wochen verteilen sich wie folgt:
- Zu Hause: 29 %
- Unbekannt: 26 %
- Veranstaltungen: 18 %
- Bar/Club: 9 %

«Nur» eine Person musste vergangene Woche wegen Covid-19 ins Spital. In der Woche davor waren es noch deren drei gewesen. Die Verfügbarkeit von Spitalkapazitäten für die Aufnahme von Covid-19-Patienten wird als «sehr gut» eingestuft.

«Weiterer Verlauf ist sehr relevant»

Anzahl neuer registrierter Rückreisende in der vergangenen Woche: 483. In der Woche davor waren es noch 301 gewesen. Aktuell sind 836 Rückreisende in Quarantäne. Die meisten Menschen, welche nach einer Reise aktuell in Quarantäne müssen, stammen aus Deutschland, Kosovo und Bosnien-Herzegowina.

Die Auslastung des Contact-Tracing wird mit «sehr hoch» angegeben. In der Woche davor war sie noch «hoch» gewesen.

Die epidemiologische Einschätzung im Kanton St. Gallen: Die Anzahl Neuinfektionen ist deutlich steigend und der weitere Verlauf sehr relevant. In der Woche davor war die Anzahl Neuinfektionen noch auf «mittlerem Niveau» gewesen.

Weiterhin gilt: Hände waschen, Abstand halten, lieber einmal zu viel als einmal zu wenig die Maske tragen.

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Plötzlich sind die anderen Wahlkreise Hotspots (8.10.20)

Die untenstehende Grafik zeigt es deutlich: Je dunkler das Grün, desto mehr Ansteckungen pro 100'000 Einwohnern gibt es in einem Wahlkreis. War Wil bis vor ein paar Tagen noch das einzige dunkelgrüne Feld, so hat sich das mittlerweile geändert. Berücksichtigt werden die laborbestätigten Fälle in den vergangenen 14 Tagen. Im Wahlkreis Wil sind es 59 pro 100'000 Einwohner. Im Toggenburg wurden in der gleichen Zeitspanne deren 81 gemeldet, in den Wahlkreisen See-Gaster, St. Gallen und Rorschach je mehr als 70. Der Hauptgrund ist in Clustern zu sehen, also Ansteckungen bei Gruppenansammlungen. Es trifft mittlerweile vor allem die jüngere Altersgruppe. Statistisch sind im Kanton St. Gallen die 10- bis 40-jährigen am stärksten betroffen. In einer nackten Zahl formuliert: In der vergangenen Woche gab es im Wahlkreis Wil 30 Neuansteckungen, welche von einem Labor bestätigt sind.

Da Cluster derzeit der Hauptgrund für Ansteckungen sind, lässt sich auch sagen: Schnell kann sich die Situation wieder verändern und die Region Wil erneut zu einem Hotspot werden, sollte es einen oder mehrere Zwischenfälle geben.

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Quelle: Kanton SG


Kurzarbeit geht deutlich zurück

Und wie reagiert der Arbeitsmarkt auf die derzeit vorherrschende Covid-19-Situation? Das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen hat am Donnerstagvormittag aktuelles Zahlenmaterial publiziert. Daraus geht hervor, dass sich im September die Situation im Kanton St. Gallen und auch im Wahlkreis Wil im Vergleich mit dem August kaum verändert hat. Im Wahlkreis Wil waren Ende September genau 1996 Personen auf Stellensuche. Das sind 15 Personen mehr als im Vormonat. Im Vergleich mit September 2019 entspricht dies aber einer beträchtlichen Zunahme um über einen Drittel, nämlich um 36,8 Prozent.

Die Anträge auf Kurzarbeit sind kantonsweit hingegen deutlich zurückgegangen. Ende September wurden vom Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons St. Gallen rund 1800 Gesuche für 28'500 Mitarbeiter bewilligt. Somit ist jeder Elfte Beschäftigte in Kurzarbeit. In den Vormonaten war es mehr als jeder Dritte gewesen. Dieser Rückgang ist wegen der zuletzt abgerechneten Kurzarbeitsentschädigung erwartet worden.

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Corona-Hotspot Wil: Jetzt wird die Politik aktiv (7.10.20)

Die Frage beschäftigt viele. Warum ist der Wahlkreis Wil jener mit der höchsten Ansteckungs-Rate im ganzen Kanton St. Gallen? Pro 100'000 Einwohner haben sich in den vergangenen beiden Wochen 59 Personen mit Covid-19 angesteckt. Somit steht die Region Wil an der Schwelle, um vom Bundesamt für Gesundheit als Risikogebiet eingestuft zu werden. Ein solches ist man, wenn mehr als 60 Personen pro 100'000 Personen angesteckt werden.

Über die Gründe konnte unlängst selbst der zuständige Regierungsrat Bruno Damann nur mutmassen. Das wiederum findet der Wiler SVP-Kantonsrat Erwin Böhi fragwürdig. Denn hinter vorgehaltener Hand wird ihm zugetragen, dass es hauptsächlich importiere Fälle seien. Das sind vom Ausland zurückkehrende Personen, die sich an ihrem Aufenthaltsort infiziert haben. «Da sich in einigen europäischen Ländern die Corona-Situation aktuell dramatisch verschlechtert, wäre die Kontrolle der Einhaltung der Quarantäne gerade jetzt von grosser Bedeutung», so Böhi.

Was passiert am Ende der Herbstferien?

Der Wiler SVP-Kantonsrat hat nun eine dringliche Anfrage eingereicht und somit bei der Regierung deponiert. Denn er hat festgestellt, dass die Einwohnerzahl des Wahlkreises Wil 15 Prozent der Wohnbevölkerung des ganzen Kantons ausmacht, die Anzahl bestätigter Covid-19-Infektionen aber bei rund 25 Prozent liegt. «Die Situation in anderen Teilen des Kantons ist weit weniger kritisch», so Böhi. Und weiter: «Gemäss Medienberichten gibt es grosse Unterschiede in den Kantonen bei der Kontrolle von Personen, die sich aufgrund einer bestätigten Infektion oder nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet in Quarantäne begeben haben. In Zürich werden am meisten Kontrollen durchgeführt und fehlbare Personen angezeigt, im Kanton St. Gallen offenbar sehr wenige», schreibt Böhi weiter.

Der Wiler Politiker will nun wissen, ob die Regierung über detaillierteres Zahlenmaterial für den Wahlkreis Wil verfügt als bisher publiziert. Ihn interessiert auch, wie viele Corona-Kontrollen im Kanton St. Gallen und im Wahlkreis Wil durchgeführt worden sind. Er fragt ferner, wie viele laborbestätigte Corona-Fälle bei Personen festgestellt wurden, die aus dem Ausland in die Schweiz einreisten. Zudem will Böhi wissen, welche Massnahmen die Regierung trifft, dass die Zahl infizierter Personen nach den Herbstferien wegen der Rückkehr aus Risikogebieten nicht weiter steigt.

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Wahlkreis Wil knapp keine Risiko-Gruppe mehr (4.10.20)

Die Schwelle ist klar definiert: Wenn auf 100'000 Einwohner innerhalb von zwei Wochen mehr als 60 Covid-19-Ansteckungen gemeldet werden, wird die Region als Risiko-Gebiet eingestuft. Als der Kanton St. Gallen vor Wochenfrist sein wöchentliches Corona-Bulletin publizierte, lag der Wert im Wahlkreis Wil bei 76 Ansteckungen (siehe Artikel unten).

Nun hat sich das aber geändert. «Nur» noch elf Personen haben sich innerhalb der vergangenen Woche im Wahlkreis Wil mit dem Covid-19-Virus infiziert. In der Zweiwochen-Statistik ergibt das einen Wert von 59,17 Fällen pro 100'000 Einwohner, womit die Risiko-Grenze knapp nicht mehr erreicht wurde. Noch immer ist es aber so, dass es im Wahlkreis Wil prozentual am meisten Ansteckungen gibt. Über die Gründe wird gerätselt – und die Nähe zum dichtbesiedelten Zürich als möglichen Grund angeführt.

Auch kantonsweit gab es vergangenen Woche weniger Covid-19-Neuansteckungen. Es waren noch 85 – und somit 8 weniger als in der Woche zuvor. Keine Person ist in den vergangenen beiden Wochen am Coronavirus verstorben. Seit Pandemiebeginn im März waren im Kanton St. Gallen 41 Todesfälle zu beklagen.

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Coronavirus: Wahlkreis Wil als Risiko-Gebiet (26.9.20)

58 Personen haben sich in den vergangenen beiden Wochen im Wahlkreis Wil mit dem Coronavirus infiziert. Das zeigt eine Auswertung, welche der Kanton St. Gallen am Freitag publiziert hat. Der Wert ist ziemlich genau gleich hoch wie jener im dichter besiedelten Wahlkreis St. Gallen, wo 59 Ansteckungen registriert wurden. Somit ist der Grossraum Wil ein Risikogebiet. Dies trifft zu, wenn pro 100'000 Einwohner innerhalb von zwei Wochen mehr als 60 Infizierungen zu registrieren gewesen waren. Im Wahlkreis Wil liege der Wert bei 76. Das berichtet das St. Galler Tagblatt am Freitag in seiner Online-Ausgabe.

Warum das so ist, kann der zuständige St. Galler Regierungsrat Bruno Damann gegenüber dem Portal nicht sagen. Er spekuliert, dass die Nähe zu Zürich als Arbeitsort eine Rolle spielen könne. Der Kanton beobachte die Lage genau und kommuniziere, wenn Massnahmen nötig würden. (sdu)