Auf Anfrage von hallowil.ch bestätigt Dominique Thomi von den Wiler Nachrichten, dass die Zeitung noch nicht von Umfangreduktionen betoffen sei. Die Situation müsse aber laufen überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. 

Die Gratiszeitung Wiler Nachrichten bezieht nämlich rund 50 Prozent des Papiers von der Zeitungspapierfabrik Perlen AG, wie Dominique Thomi schreibt. Den Rest beziehen sie von Lieferanten aus dem nahen europäischen Raum, erklärt sie weiter.

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So hat hallowil.ch bisher berichtet (12.10.21)

Auch Wiler Zeitung wird dünner wegen Brand in Papierfabrik

Nachdem letzten Donnerstag im Luzernischen Perlen eine Papierfabrik gebrannt hat, wird auch die Wiler Zeitung in den nächsten Wochen dünner ausfallen. Dies bestätigt das Medienunternehmen CH Media auf Anfrage von hallowil.ch, das auch das St. Galler Tagblatt und damit auch die Wiler Zeitung herausgibt. 

So lässt Odilia Hiller, stellvertretende Chefredaktorin des St. Galler Tagblatts, verlauten: «Im Schnitt werden, je nach Dauer des Engpasses, über alle Zeitungsbünde hinweg täglich einige Seiten eingespart.» Beim Regionalbund würden rund zwei Seiten pro Tag wegfallen, es seien alle Regionalausgaben des St. Galler Tagblatts betroffen. «Die Redaktion wird stets darauf bedacht sein, dennoch alle relevanten Inhalte und Geschichten in der gedruckten Zeitung unterzubringen», versichert Odilia Hiller. Zudem sei das ganze Angebot für Abonnenten online verfügbar.

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So hat hallowil.ch bisher berichtet (12.10.21)

Brand in Papierfabrik hat Auswirkungen auf Zeitungslandschaft

Die Schweizer Zeitungen werden bis sicher Ende Oktober dünner. Der akute Grund dafür ist ein Brand in der einzigen Schweizer Zeitungspapierfabrik. Die Lager sind zudem schon länger angespannt, so dass sich der Mangel jetzt noch deutlicher zeigt.

Das Zeitungspapier in der Schweiz sei knapp, meldet Radio SRF am Dienstagvormittag. Die Zeitungen werden deshalb teilweise schon ab heute Dienstag dünner. Dies hätten die grossen Medienhäuser CH Media – wozu etwa die Wiler Zeitung gehört –, NZZ und Tamedia am Montag bekanntgegeben. Für den akuten Mangel verantwortlich sei ein Brand in der Papierfabrik im Luzernischen Perlen, heisst es in der Meldung weiter. 

Am vergangenen Donnerstag habe es in der Perlen Papier AG gebrannt, und zwar seien zwei Papiermaschinen davon betroffen gewesen. Passiert sei es bei der Aufbereitung des Altpapiers, wie es in einer Nachricht der Luzerner Zeitung heisst. Der Brand sei aber nicht allein verantwortlich für den Mangel, denn die Papierlager seien schon vor dem Brand «angespannt» gewesen, wie es in der Nachricht der LZ weiter heisst. Die Perlen Papier AG beliefert einen Grossteil der Schweizer Zeitungsverlage, einige Medienhäuser beziehen ihr Papier aus dem Ausland und sind vom Brand nicht betroffen.