Ende August 2022 waren im Kanton St.Gallen 8'636 Stellensuchende bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldet. Das sind 48 Personen oder 0,6 Prozent weniger als Ende Juli 2022, was einer saisonüblichen Entwicklung entspricht. Im Vergleich zum August 2021 sind 3'370 Personen oder 28,1 Prozent weniger auf Stellensuche. Die Zahl der Stellensuchenden liegt tiefer als vor der Pandemie, nämlich um 620 Personen gegenüber Ende August 2019.

Altersgruppen

In der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen hat sich die Zahl der Stellensuchenden gegenüber dem Vorjahreswert um 30 Prozent beziehungsweise um 382 Personen vermindert. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl, wie nach den Sommerferien zu erwarten, um 115 Personen angestiegen. Bei den 25- bis 49-Jährigen wird der Vorjahresstand um rund 2'000 Personen oder knapp 29 Prozent unterschritten. Die Zahl der 50-jährigen und älteren Stellensuchenden ist gegenüber dem Vorjahreswert um über 1'000 Personen gesunken, das entspricht mehr als einem Viertel.

Wahlkreise

Die Zahl der Stellensuchenden hat sich in den Wahlkreisen im Vergleich zum Vormonat aus saisonalen Gründen unterschiedlich entwickelt. Die Bandbreite liegt zwischen einer Abnahme um 2,8 Prozent im Werdenberg und einer Zunahme um 0,7 Prozent im Wahlkreis Rorschach. Im Vorjahresvergleich ist in allen Wahlkreisen eine deutliche Abnahme der Stellensuchendenzahlen zu beobachten. Hier bewegt sich die Spannbreite zwischen -20,4 Prozent im Wahlkreis Wil und -37,1 Prozent in See-Gaster. Spezifische Gründe für die Unterschiede sind nicht festzustellen, sie betreffen den Industrie- wie auch den Dienstleistungsbereich.

Kurzarbeit

Die Zahl der für Kurzarbeit vorangemeldeten Mitarbeitenden ist per Ende August 2022 auf rund 350 aus 22 Betrieben gesunken. Dies sind nochmals 400 Personen weniger als im Vormonat. Solche tiefen Werte gab es zuletzt im Jahr 2019 vor der Pandemie. Betroffen sind vor allem Industriebetriebe.

Offene Stellen

Ende August waren bei den RAV des Kantons St.Gallen 5'987 offene Stellen gemeldet, rund 1'550 Stellen mehr als vor Jahresfrist und 100 Stellen mehr als im Vormonat. Über 80 Prozent davon stammen aus Berufen, die der Meldepflicht unterstehen. Am stärksten gesucht sind mit total rund 5'900 Stellen Hilfsarbeitskräfte, Dienstleistungsberufe, Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Handwerks- und verwandte Berufe. Der Anteil der Teilzeitstellen beträgt 18,2 Prozent und ist gegenüber dem Vorjahr (19,8%) etwas gesunken.