Rund 11'600 Personen zogen im Jahr 2021 vom In- und Ausland in den Thurgau. Dies sind 280 Personen oder 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig zogen mehr Menschen weg: 9'200 Personen verliessen den Thurgau über die Kantons- oder Landesgrenze (+150 Personen oder +1,6 %). Damit lag der Wanderungssaldo (Zu- minus Wegzüge) bei 2'400 Personen – um 420 Personen tiefer als im Vorjahr. Nach wie vor sind die Zuzüge (absolut und per saldo) aber höher als 2019, im Jahr vor der Coronapandemie.

Weniger Einwanderungen, mehr Auswanderungen in das Ausland

Aus dem Ausland wanderten im Jahr 2021 etwas weniger Menschen ein als im ersten Pandemiejahr 2020. Die meisten der 4'400 Einwanderinnen und Einwanderer hatten einen deutschen Pass (1'520 Personen), gut jede oder jeder Zehnte die schweizerische Staatsangehörigkeit (510 Personen). Im Vorjahr waren die Rückkehrerinnen und Rückkehrer mit Schweizer Pass und die Palette ihrer Herkunftsländer noch zahlreicher gewesen.

Aus dem Thurgau ins Ausland abgewandert sind im Jahr 2021 2'800 Personen, leicht mehr als im Vorjahr. Die Auswanderer zogen in fast 100 verschiedene Länder, mit Abstand am häufigsten jedoch nach Deutschland, gefolgt von Portugal und Polen.

Vermehrte Zuzüge aus dem Kanton Zürich

2'870 Personen zügelten 2021 vom Kanton Zürich in den Thurgau. Gleichzeitig wechselten 2'020 Personen vom Thurgau in den Nachbarkanton. Der Zuwanderungsüberschuss betrug markante 850 Personen. Erstmals verlegten mehr Personen ihren Hauptwohnsitz von der Stadt Zürich in den Thurgau als in die umgekehrte Richtung (per saldo 30 Personen). Die meisten Zugezogenen kommen aus dem Bezirk Winterthur (per saldo 430 Personen).

Während die Zuzüge aus dem Kanton Zürich zuletzt an Schwung gewannen, liessen jene aus dem Kanton St. Gallen nach. 2021 zügelten aus diesem Kanton 100 Personen mehr in den Thurgau als in umgekehrter Richtung.

Insgesamt zogen 2021 rund 7'180 Personen aus anderen Kantonen in den Thurgau und etwa 6‘330 wechselten vom Thurgau in einen anderen Kanton.

Etwas mehr Einbürgerungen im Jahr 2021

Im Jahr 2021 erwarben im Kanton Thurgau rund 950 Personen die Schweizer Staatsangehörigkeit. Dies sind etwa 70 Personen mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Bürgerrechtserwerbe liegt im Thurgau tiefer als in der Gesamtschweiz: 2021 wurden landesweit pro hundert ausländische Niedergelassene und Aufenthalter 1,8 Personen eingebürgert (rohe Einbürgerungsziffer), im Thurgau waren es 1,4 Personen.

Etwas weniger als die Hälfte der Eingebürgerten (450 Personen) wurden in der Schweiz geboren; die meisten von ihnen (83 Prozent) waren jünger als 30 Jahre. Die im Ausland geborenen Eingebürgerten sind in der Regel älter: Nur 13 Prozent waren unter 30 Jahre, die meisten waren zwischen 40 und 50 Jahre alt.