Leo Braun lässt sich für seine Bilder vom Alltag inspirieren. Es sind die Details, die ihn in seinen Bann schlagen. Sei es eine Farbe, die ihn anspricht, ein Gesicht oder die Körperhaltung. Er zückt sein Telefon und fotografiert die Quelle seiner Faszination. In seinem Atelier bannt er die aufgenommene Szene mit Ölfarben auf Leinwand. «Ich bin ein Wirklichkeitsdieb», erklärt der Maler schmunzelnd. Er verfremde die Personen mit Bart, Hut, Sonnenbrillen oder anderen Details, damit sie anonym bleiben. Der bekannte Ostschweizer Künstler Josef Eggler bezeichnete Brauns Stil als «poetischen Realismus». Auch reale, alltägliche Szenen hätten ihre Ästhetik und können sehr inspirierend sein.

Ausser den Menschen, die Braun auf öffentlichen Plätzen ins Auge springen, lässt er sich gern von Filmen anregen. In diesen «Filmstills» portraitiert er Charaktere aus Serien oder Filmen. Aber auch Landschaften, die in einem besonderen Tageslicht und ihren besonderen Farben zur Momentaufnahme werden, finden sich auf den Leinwänden des gebürtigen Flawilers. Sie so wahrheitsgetreu wie möglich wiederzugeben, betrachtet er als willkommene Herausforderung.

Die öffentliche Vernissage findet am Samstag, 14. Januar von 16.00 – 18.00 Uhr mit Laudatio von Martin Preisser (Pianist und Kulturjournalist) aus St. Gallen und Saxophonklängen von Manuel Thoma aus Henau statt. 

Die Ausstellung beginnt um 14. Januar bis 5. Februar 2023. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind wie folgt: 

Mittwoch: 9.00 - 11.00 Uhr

Donnerstag: 18.00 - 20.00 Uhr

Samstag: 16.00 - 19.00 Uhr

Sonntag: 14.00 - 17.00 Uhr

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