Noch ist es schwierig, infolge Corona-Restriktionen eine gleich gute Informationsplattform anzubieten, wie es noch vor zwei Jahren der Fall gewesen ist. Nichtsdestotrotz bleibt hervorzuheben, dass die Macher dieser 23. Durchführung des Lehrstellenforum alles Mögliche in Bewegung gesetzt haben, auch in diesem Jahr, den hunderten Teenagern aus der Region Einblicke in verschiedenste Berufsgattungen zu gewähren. 63 Lehrbetriebe haben an ihren Ständen alle Hände voll zu tun, dies nicht nur, weil die Präsente reissenden Absatz finden, vielmehr, weil sich baldige Schulabgänger über die Ausbildung zum Polymechaniker, Gärtner, Maurer, oder Fachfrau Gesundheit informieren wollen. Natürlich gehört es schon auch dazu, dass Lippenbalsame, Kugelschreiber, Doppelmeter, Notizblöcke und die vielen weiteren Souvenirs sehr beliebt sind, im Vordergrund steht aber zweifelsohne der Lehrberuf an sich.


Wenn die Mutter fast das grössere Interesse hat

Oft sind es an diesem Tag indes die Elternteile, die sich in tiefgründige Gespräche mit den Verantwortlichen der Lehrbetriebe verwickeln, das bestätigen Letztgenannte mehrfach. «Das stimmt. Manchmal sind es wirklich mehr die Erwachsenen, die sich aufgrund ihrer Grund- oder Erstausbildung in ihre Vergangenheit entsinnen. Die Teenager hören dann einfach zu», sagen zwei Lehrlingsbetreuer. Kathrin Eggenberger und Raffaello Demasi, von der Hawle Armaturen in Sirnach, betonen ebenfalls, dass es ab und an schade sei, dass sich gewisse Gespräche eher mit und um die Erwachsenen handeln. «Man müsste die Kinder mehr miteinbeziehen. Aber natürlich ist uns bewusst, dass es in dieser Coronazeit merklich schwieriger ist, sich für die Anliegen aller Interessierten anzunehmen.» Gemeint ist damit auch die Tatsache, dass in diesem Jahr wiederum die Einstunden-Besuchsdauer-Grenze eingehalten werden muss. «Es ist im Vergleich zu früheren Jahren schon etwas ruhiger und wir bemerken die Distanz, die eingehalten werden muss. Nichtsdestotrotz, gehört auch diese 23. Austragung des Lehrstellenforums in die Kategorie «äusserst gelungen». Denn, wenn wir nur einigen bei ihrer Berufswahl helfen und die nötigen Inputs abgeben konnten, kann man zurecht sagen, es hat sich gelohnt», sind sich die beiden von der Firma Hawle einig.

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Gut besuchtes Lehrstellenforum 2021.


Wusstest Du…

Spannendes gibt es ungemein Vieles, auch für Erwachsene. Denn wer weiss schon, dass man nebst Restaurantangestellte EBA, oder Hotelfachmann EFZ, auch Systemgastronomiefachfrau EFZ erlernen kann? Oder wie wäre es mit Feinwerkoptiker EFZ, für solche die ein scharfes Auge und ruhige Hände haben, oder doch eine Lehre als Maurer? «Man gewöhnt sich nämlich an die Wetterbedingungen. Friert man, so geht man schnell in die Baracke, sich aufwärmen. Schwitzt man, ist genug Trinken und Sonnenschutz sehr wichtig», erklärt ein Erstlehrjahr-Maurerlehrling der Firma Gehrig AG, Bauunternehmung in Wil. «Wusstest Du…» verkommt an diesem Tag zu einem den meistgehörten Satzanfängen überhaupt. «Wusstest Du, dass das Team der Berufs- und Laufbahnberatung Wil jederzeit für Fragen zur Verfügung steht?» So ist es. Annemarie Diehl hat, als Leiterin besagter Institution, mit ihrem gesamten Team nicht nur an diesem Samstag offene Ohren für Anliegen von A bis Z. «Heute geben wir uns als Organisatoren Mühe, den rund 700 angemeldeten Besuchern gerecht zu werden», sagt sie. Vor und nach dem Lehrstellenforum sind Teenager, aber auch Rat- und Hilfesuchende jederzeit bei der Berufs- und Laufbahnberatung, an der Oberen Bahnhofstrasse in Wil, willkommen.

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Oft geben junge Berufsleute Auskunft über ihren Beruf.