Corona ist (hoffentlich) weg, dafür sind die Musikanten der hiesigen Musig Affeltrangen wieder am Start – und wie. Als Superhelden treten sie am Samstagabend auf die Bühne, beobachtet von Besuchern, welche die Sitzgelegenheiten in der Halle bis auf den letzten Platz besetzen. Essen, Trinken, Musik geniessen und Lachen, wenn der übergewichtige Superman mit seiner angebeteten Superwoman ins Scheinwerferlicht tritt. Kugelrund ist sein Bauch, doch wer ihn kennt, der weiss, als Trompetenspieler braucht er später die nötige Power und viel Luft. Denn das «Deep Purple Medley», «The wishing well», «Rosen aus dem Süden», oder «Merry go round» verlangen vom Bläser-Ensemble alles ab. Dass nichts schief geht, dafür sorgt einmal mehr Dirigent David Hänsenberger.


Der Nachwuchs kann’s

Musikalisch macht an diesem Abend die Jungmusik den Auftakt. Unter der Leitung von Benedikt Hubov spielen sie unter anderem «Dance Monkey», «Peter Gunn», und «Go west». Selbstredend applaudiert das Publikum so lange, bis die Zugabe ertönt. Vereinspräsidentin Nadine Weber freut sich derweil, «unsere Vorfreude war entsprechend gross, dass wir nach einer gefühlten Ewigkeit wieder ein Unterhaltungsprogramm einstudieren konnten. Nichtsdestotrotz sind wir in den vergangenen Jahren nicht untätig gewesen. Trotz Pandemie, pflegten wir – so weit es möglich war – den Probebetrieb und die Kameradschaft, das war enorm wichtig.» Zur Höchstform laufen an diesem Abend aber auch die Teams der Gastronomie und den Grilleuren, auf. Denn kaum ein Anwesender der nicht Gebrauch macht, vom üppigen Angebot auf der Menukarte.

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Die Jungmusik Affeltrangen, unter der Leitung von Benedikt Hubov, eröffnete den musikalischen Reigen.

Und zum Schluss noch dies; Supermans dicker Bauch war natürlich nicht echt. Diejenigen das langjährige Vereinsmitglied Roger Weber kennen, haben es natürlich bemerkt.

«Eigentlich wäre ich jetzt auch auf der Bühne und würde mit meiner Klarinette mitspielen. Doch mein lädiertes Handgelenk verunmöglicht es für dieses mal. So geniesse ich es halt einfach mal als Zuschauerin, das hat auch seinen Reiz.»

Brigitte Pfister, Klarinettistin aus Affeltrangen

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Brigitte Pfister

«Ich war 62 Jahre lang Mitglied der Musikgesellschaft Affeltrangen. Zuerst mit dem Cornet, später auch mit dem Flügelhorn. 2017 gab ich den Austritt, da mich zunehmends die Augen im Stich gelassen haben. Bis heute lasse ich mir keinen Konzertabend «meiner» Musikanten-Freunde entgehen.»

Richard Debrunner, Zezikon

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Richard Debrunner