Viele Restaurants bieten zurzeit einen Take Away Service an, einige erfolgreich, andere eher weniger. Im Münchwiler Lime setzte man indes auf «Berner Bricelets», also Bretzeli. Kein Einkommen und wenig bis gar keine Unterstützung von Gemeinde, Kanton und Staat, daraus resultieren wird wohl für viele eine endgültige Restaurantschliessung. Diesem sieht man auch im Lime entgegen. «Doch aufgeben ist nicht unser Ding. Wir probieren mit dem Verkauf von selbstgebackten Berner Bretzeli den Supergau zu verhindern. Ein ganz grosses Problem sehen wir darin, als dass uns unser Vermieter mit dem Pachtbeiträgen nicht entgegenkommt, das heisst, gleichbleibende Ausgaben bei null Einkommen», sagt Manuela Ehrensperger. Aktuell steht sie stundenlang in der Küche und bäckt Bretzeli, schon Dutzende Portionen à 200 Gramm haben wir verkauft, das freut uns natürlich. So können wir ein paar Franken eruieren die wir an die weiterlaufende 100 Prozent Miete des Lokals einsetzen.» Die Idee zum Verkauf von Bretzel hatte Manuela Ehrensperger selbst. «Doch alleine wäre es zu viel Arbeit, insbesondere auch, da wir auf die Wochenenden hin auch Knoblauchbrote und Zöpfe backen. Zum Glück hilft mir meine Mutter in der Backstube», sagt sie lachend.

Von Stammkunden und anderen

«Wir backen bis wir umfallen», sagt Manuela Ehrensperger und lässt dabei ihrer Dankbarkeit freien Lauf. «Viele von unseren Stammkunden haben schon Bretzel gekauft oder bestellt. Auch einheimische Gewerbetreibende unterstützen uns. Das Creative Blumenatelier und das Atelier Aphrodite sind sogar bereit, unsere Bretzel in ihren Läden zu verkaufen.» Das Gebäck kann aber nach Terminierung auch vor Ort abgeholt werden und im Notfall werden die Pakete auch verschickt. Manuela Ehrensperger und das ganze Lime-Team gibt sich in dieser schwierigen Zeit kämpferisch und sagt, «wenn alles nichts mehr hilft, backen wir einfach weiter bis wir umfallen. Darum schon jetzt ein grosses Dankeschön an alle die uns in irgendeiner Art und Weise unterstützen.»