Öffentliche Bauten, also Schulhäuser, Sport- und Freizeitanlagen, Verwaltungsgebäude und andere Hochbauten repräsentierten in Uzwil einen Verkehrswert von 100 und einen Neuwert von 150 Millionen Franken. Mit regelmässigen Sanierungen sorge die Gemeinde dafür, dass die Vermögenswerte der Bevölkerung erhalten blieben oder an veränderte Bedürfnisse angepasst würden. Bei einem Vergleich, dass Private in der Steuererklärung 2 Prozent des Wertes als Liegenschaftenunterhalt abziehen könnten, ergebe sich für die Gemeinde ein jährlicher Aufwand von zwei bis drei Millionen Franken. Wenn weniger investiert werde, ergebe sich ein Wertverlust, bilanziert die Gemeinde.

Ferienzeit muss genutzt werden

Zu den aktuellen Vorhaben gehören die Sanierungsarbeiten an der Gebäudehülle des Schulhauses Kirchstrasse 6. Am ehemaligen Sekundarschulhaus sind die Natursteinarbeiten bereits ausgeführt. Während den Sommerferien werden der Haupteingang zurückversetzt und Treppenaufgänge ersetzt. Aus Rücksicht auf den Schulbetrieb können auch Arbeiten im Kindergarten Taaholz, in der Schulanlage Oberberg-Henau, am Schulhaus Algetshausen und in der Schulanlage Herrenhof zum Teil nur während der Schulferienzeit ausgeführt werden. Im Herrenhof muss wegen der Schulraumnot der bestehende Pavillon um einen zusätzlichen Raum erweitert werden.

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Der Haupteingang beim Schulhaus Kirchstrasse 6 wird zurückversetzt, die Treppenaufgänge werden ersetzt.


Eishalle und Spielplatz

Voll im Gang sind die Arbeiten bei der Kunsteisbahn. Im September und Oktober werden die Umgebungsarbeiten und der Bau des neuen Velounterstandes erfolgen. Parallel dazu wird in der Halle der Betrieb losgehen. Start für die Vereine ist voraussichtlich am 7. September und für den öffentlichen Eislauf am 4. Oktober.

Erwähnt wird schliesslich auch das grosse Sanierungsvorhaben der Parkanlage Birkenstrasse. Nach den Sommerferien gehts los. Zuerst werden die Spielgeräte entfernt, dann wird die oberste kontaminierte Bodenschicht ausgewechselt. Weiter gehts mit den neuen Wegen, Plätzen, den Bepflanzungen und schliesslich mit den Ansaaten. Die Bauarbeiten dauern bis voraussichtlich im Juni 2022. Im September 2022 kann die Anlage vollständig in Betrieb gehen.

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Die Mitarbeitenden der Uzwiler Gemeindeverwaltung arbeiten gern bei ihrem Arbeitgeber,  nehmen aber eine negative Wertschätzung gegenüber der Tätigkeit für die Öffentlichkeit wahr.


Überdurchschnittliche Zufriedenheit

Die Gemeindeverwaltung informiert auch über eine Studie, die sie bezüglich der Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden gemacht hat. Und führt nicht ohne Stolz an, dass sie im Vergleich zu anderen öffentlichen Verwaltungen deutlich über dem Durchschnitt liege. Bei der Motivation ihrer Mitarbeitenden zähle sie zu den 20 Prozent der besten Unternehmen der Branche in der Schweiz. 96 Prozent der Mitarbeitenden hätten sich an der Befragung beteiligt. Geschätzt würden vor allem der freundliche, respektvolle Umgang, die Gleichberechtigung der Mitarbeitenden und die faire Behandlung durch die Vorgesetzten. Das Marktforschungsunternehmen, welches die Befragung durchgeführt hat, zum Ergebnis: «Die Befragung bestätigt, dass sich die Gemeinde Uzwil als exzellente Arbeitgeberin positionieren und auf Mitarbeitende mit hoher Motivation zählen kann.»

In günstiges Licht gesetzt

Kein Zweifel: Die Gemeinde Uzwil steht gut da. Behörden und Verwaltung schaffen effizient. Es wird offensiv informiert. Fast ausschliesslich über das Uzwiler Blatt. Von den Verantwortungsträgern nach dem Grundsatz redigiert «Tue Gutes und rede darüber». Verständlich, dass man bestrebt ist, sich bei dieser Selbstdarstellung ins günstigste Licht zu setzen. Weil heute eine kritische mediale Begleitung weitgehend fehlt, bleibt zu hoffen, dass sich Behörden und Verwaltung weiterhin vom Gemeinwohl leiten lassen.