An fünf Plätzen, drei im Kanton St. Gallen – Henau, Buchs und Kaltbrunn – und zwei im Thurgau – Neuwilen und Güttingen – führt die Holzmarkt Ostschweiz AG im Vorfrühling traditionell Wertholzsubmissionen durch. Zu diesen Plätzen wird speziell wertvolles Rundholz zusammengeführt. Käufer müssen so nicht in der ganzen Ostschweiz nach den Spezialitäten suchen, sondern finden sie konzentriert an den fünf Standorten.

Damit komme man nicht nur den Holzkäufern entgegen, betont Revierförster Bruno Cozzio, sondern auch den Waldbesitzern, die so bessere Preise erzielen könnten. In Henau sind Hölzer aus der Region zwischen Goldach und Sirnach sowie von Wuppenau bis Mosnang zugeführt worden. «Durch die Submission wird wertvolles Holz optimal eingesetzt. Es wird beispielsweise als Furnierschicht gebraucht und bringt so dem Waldbesitzer ein Mehrfaches gegenüber dem Verkauf als Sägeholz», hält Bruno Cozzio fest. Die Förster vor Ort wirken für die Waldbesitzer als Berater. Sie weisen sie darauf hin, welche Stämme sie für die Submission anmelden sollen.

Information vor Ort

Holzkäufer können ihr Angebot im Internet machen. Für sie gibt es am Samstag, 6. März um 10.30 Uhr auf dem Platz Henau eine Führung. Wegen den Covid-19-Vorgaben wird sie in Kleingruppen erfolgen müssen. Revierförster Bruno Cozzio, zuständig für das Forstrevier Uzwil, und Förster aus benachbarten Revieren werden Wissenswertes über das Wertholz entlang der Strasse und die Waldwirtschaft vermitteln. Der Zuschlag wird dann jeweils an den Meistbietenden gehen.


Begehrt: Bergahorn und Nussbaum

28 Baumarten insgesamt sind auf allen fünf Submissionsplätzen zu sehen, 18 auf dem Platz Henau. Als Besonderheiten auf dem Platz Henau nennt Bruno Cozzio die Edelkastanien und eine Mehlbeere. Die besten Preise erwartet er für Bergahorne, Nussbäume, Ulmen und Eichen. Ausserdem weist er auf zahlreiche qualitativ sehr gute Douglasien-Stämme hin.

Holzmarkt im Aufwind

Waldbesitzer klagen seit Jahren über tiefe Holzpreise. Auf die aktuelle Situation angesprochen, macht Bruno Cozzio, der sich auch als Kantonsrat und momentan dessen Präsident für die Belange der Holzwirtschaft einsetzt, einen Lichtblick aus: «Wir spüren seit Anfang Februar eine steigende Nachfrage, nun auch im klassischen Nadel-Bauholzmarkt, da vielerorts die alten Lager aufgebraucht sind. Der Laubholzmarkt bei Eschen und weiteren Edelnutzhölzern ist gut. Sehr gross ist die Nachfrage im Energieholzbereich (Brennholz und Schnitzel). Leider sind aber vor allem im Nadel-Bauholzbereich die Preise noch nicht dort, wo wir sie gerne hätten. Da aber die Preise für gesägtes Holz gestiegen sind, muss es nun auch beim Holz ab der Waldstrasse eine positive Preisentwicklung geben. Sollte dies nicht der Fall sein, werden die Waldbesitzer auch weiterhin nur wenig Frischholz für den Markt zur Verfügung stellen».