«Der Test ist vorerst abgeschlossen», sagt Daniel Meili auf Anfrage von hallowil.ch. Damit meint der Wiler Stadtrat den Versuch, die Pestalozzistrasse wegen zunehmender Verdreckung und Lärmbelästigung in den lauen Sommernächten zu sperren. Das Pilotprojekt wurde offiziell vor über zwei Wochen, am 13. September, beendet. Die Erkenntnisse eben dieses Testversuchs sollen nun analysiert und zusammengefasst  werden. Immerhin wollte man mit diesem Test im Wiler Westquartier untersuchen, ob mit einem Fahrverbot zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens Dreck und Lärm von Rasern behoben werden können. Eins ist klar: Bereits zu Beginn des Prilotversuchs stiess das Vorhaben auf negative Reaktionen. Wie hallowil.ch bereits berichtete, wurde das Gitter der Teilsperre gleich zu Beginn des Projekts von Unbekannten entfernt. 

Doch wie soll es mit der lärmbelästigenden Situation auf der Pestalozzistrasse in Zukunft weitergehen? «Ob der Test in angepasster Form noch weiter geführt wird, noch zusätzliche Massnahmen getestet werden oder noch weitere Grundlagen für eine Umsetzung beigebracht werden müssen, wird nun evaluiert», antwortet Stadtrat Meili distanziert. Immerhin würde sich die Situation im Herbst naturgemäss entschärfen. «Damit kann die Planung für allfällige Massnahmen für den nächsten Sommer sorgfältig und fundiert in Angriff genommen werden», erklärt Meili weiter. (pd/mce)

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So hat hallowil.ch am 4. September berichtet: 

Zwei Wochen lang dauert der Versuch auf der Pestalozzistrasse – und somit noch bis zum 13. September. Da diesen Sommer Dreck und Lärm von Rasern im Wiler Westquartier zugenommen haben, wird nun getestet, ob das Problem mit einer Teilsperre der besagten Strasse behoben werden kann. Ein Gitter bei der Kreuzung mit der Notkerstrasse zeigt das Fahrverbot an – zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens.

Doch am späten Dienstagabend waren dann die Gitter und eine Fahrverbotstafel plötzlich neben der Strasse beim Veloständer zu finden. Am Tag danach steht einzig fest, dass nicht die Stadt Wil selber dies veranlasst hat. Auf die Frage, ob die Täter bekannt seien, sagt Stadt-Wil-Sprecher Philipp Gemperle: «Die Abklärungen sind derzeit im Gange. Es wird geprüft, ob die Video-Aufzeichnungen zum Vorfall verwendet werden können.» Hintergrund: Um Einsicht in gespeichertes Videomaterial zu erhalten, bedarf es dem Einverständnis der Strafverfolgungsbehörde. Oder anders gefragt: War der Zwischenfall schlimm genug, um Videobilder zu bekommen?

Wie auch immer: Der Pilotversuch wird trotz der offensichtlichen Unmutsbekundung fortgeführt «und bei Bedarf angepasst», wie Gemperle sagt. Allerdings gibt es eine Anpassung: Dass «Allgemeine Fahrverbot» wird durch ein «Verbot für Motorwagen und Motorräder» ersetzt.

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So hat hallowil.ch am 30. August berichtet:

Die Polizei hat bereits mehrfach interveniert. Doch es half nur kurzfristig. Die Situation an den lauen Sommerabenden ist für die Anwohner der Pestalozzi-, Gallus- und Zürcherstrasse im Wiler Westquartier alles andere als befriedigend. «Diesen Sommer hat der liegen gelassene Abfall, der nächtliche und nachmitternächtliche Lärm sowie die Raserei auf den Strassen um das Alleeschulhaus das Fass zum Überlaufen gebracht», ist in einem Flugblatt zu lesen, welches am Donnerstag in den Briefkästen der Westquartier-Bewohnern gelandet ist.

Verfasst wurde das Schreiben von Guido Bünzli, dem Präsidenten des Quartiervereins Wil West. Zusammen mit der Schulleitung des Alleeschulhauses ist man bei der Stadt Wil vorstellig geworden, damit «die schleichende Verdreckung und Lärmbelästigungen aufhören».

Gitter zeigt Sperre an

Nun werden Massnahmen in die Wege geleitet, die im Herbst oder dann im nächsten Frühling umgesetzt werden sollen. Eine erste besteht darin, den Zugang beim Beginn der Pestalozzistrasse bei der Allee für Autos zu sperren. Nicht den ganzen Tag, sondern am späten Abend und in der Nacht. Dies ist ein Pilotversuch, der ab heute Freitag während zwei Wochen bis zum 13. September durchgeführt wird. In dieser Zeit sollen die Auswirkungen der Sperre untersucht werden. Die Sperrung erfolgt durch ein Gitter bei der Kreuzung Pestalozzistrasse/Notkerstrasse – und zwar jeweils zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens.

Doch das bringt auch das Problem mit sich, dass die nächtliche Zulieferung zum Bioladen «Kornhaus» erschwert wird. Der Lieferant muss seine Trolleys auf dem Trottoir zum Laden rollen – rund 40 Meter weit. Das wird für neuen Lärm sorgen.