Und plötzlich schaut die Welt wieder deutlich freundlicher aus. Schon fast vergessen sind die teils schwachen Leistungen aus der Vorrunde, als man noch am Tabellenende herumdümpelte. Die Uzwiler schienen beim Rückrundenstart wie ausgewechselt. Die beiden Auftritte gegen Argovia und St. Gallen-Appenzell waren einfach nur stark. Beeindruckend war die Moral, welche die Uzwiler an den Tag legten. Schon die Körpersprache sprach Bände. Mit grossem Siegeswillen schaffte der amtierende Schweizer Meister den Turn-Arround. Innert einem Wochenende spielte sich die Mannschaft vom zweitletzten Tabellenrang bis auf den dritten Platz vor. Damit wird Uzwil im Meisterrennen wieder heiss gehandelt. Allerdings liegt auch ein Nicht-Playoff-Platz weiterhin nur zwei Punkte entfernt.

Meisterlich war bereits der Heimsieg gegen Argovia. Den Grundstein dazu legte Uzwil gleich zu Beginn der Partie, als die beiden wichtigen Männerdoppel gewonnen wurden. Damit tankte die Mannschaft viel Selbstvertrauen. In der Folge zeigten die Uzwiler wiederholt viel Nervenstärke und gewannen die entscheidenden Punkte. Dabei hätte der 5:3-Sieg gut und gerne auch höher ausfallen können. Sowohl das Fraueneinzel als auch das Frauendoppel gingen erst im Entscheidungssatz mit 8:11 verloren. Dies waren aber die einzigen Wehrmutstropfen in einer sonst makellosen Partie.

Im Kollektiv stark

Genauso souverän trat Uzwil einen Tag später im Lokalderby in St.Gallen auf. Die einzelnen Resultate beim 6:2-Erfolg fielen nun deutlicher aus. Wieder wurden die beiden Männerdoppel gewonnen. Dazu folgten auch klare Siege im Fraueneinzel (Mahulette) und Mixeddoppel (Hofstetter/Cwalina). Die zwei erfolgreichsten Uzwiler an diesem Wochenende waren einmal mehr Artem Pochtarev und Nicolas A. Müller. Beide blieben ohne Niederlage. Letztlich überzeugte aber das starke Kollektiv.

Im nächsten Spiel treffen die Uzwiler am 26. Januar zuhause auf den BC Zürich. Gibt es einen weiteren Sieg, rückt der amtierende Schweizer Meister auf Platz zwei vor. (pd/red)

Resultate, Nationalliga A, 8. + 9. Runde:
8. Runde:
Uzwil – Argovia 5:3
La Chaux-de-Fonds – Tafers-Fribourg 3:5
Lausanne – St. Gallen-Appenzell 4:4
Yverdon – Zürich 3:5

9. Runde:
St. Gallen-Appenzell – Uzwil 2:6
Argovia – Lausanne 4:4
Tafers-Fribourg – Yverdon 7:1
Zürich – La Chaux-de-Fonds 6:2

Rangliste:
1. Tafers-Fribourg 9/28. 2. Zürich 9/19. 3. Uzwil 9/19. 4. Argovia 9/18. 5. La Chaux-de-Fonds 9/17. 6. St. Gallen-Appenzell 9/16. 7. Yverdon 9/14. 8. Lausane 9/13.

Nächste Spiele (10. Runde):
Sonntag, 26. Januar: Yverdon – Argovia (13.00 Uhr), Uzwil – Zürich (14.00 Uhr). La Chaux-de-Fonds – St. Gallen-Appenzell (14.00 Uhr), Lausanne – Tafers-Fribourg (14.00 Uhr).