Drei Minuten brauchte Bellinzona, um die Kerze der Wiler Hoffnung auszublasen. Tatsächlich war sie nochmals aufgeflackert. Dies nach einem ausgeglichenen ersten Drittel und starkem Wiler Start ins zweite. Bereits nach 9 Minuten im Startdrittel hatte Fabio Högger die Führung Bellinzonas postwendend ausgegelichen. Und im zweiten Abschnitt wurde zunächst nur auf ein Tor gespielt, jenes von Bellinzona-Goalie Mattia Canepa. Aber dann brach es über die Wiler herein. Drei Tore, von 1:1 zu 1:4 in drei Minuten, das zweite davon in Überzahl. Wil hatte davor vier Powerplays ungenutzt gelassen.

Das Spiel sah im grossen Ganzen so aus: Wil rannte an, Bellinzona konterte mit starkem Umschaltspiel. Wil war bemüht, Bellinzona bissig und eiskalt. Nach Eroberung des Pucks brachten die Tessiner jeweils blitzschnell genügend Spieler vor Etters Tor, um für Gefahr zu sorgen. Immer etwas leichter sah es aus bei den Tessinern, während Wil einen hohen Aufwand betrieb und es verpasste, sich dafür zu belohnen.

Canepa hält überragend

Das bessere Powerplay-Spiel der Tessiner machte schliesslich den Unterschied. Und ihr überragender Goalie. Wil kam durch Dominik Senn zwar nochmals auf 2:4 heran. Auch nach einem lehrbuchmässig aufgezogenen Powerplay, das mit Spinedis zweitem Treffer des Abends endete, hielt Canepa alles, was die Wiler auf sein Tor brachten. Besonders Andreas Ambühl dürfte der Mann mit der Maske in den Träumen noch heimsuchen. Er scheiterte innerhalb von einer Minute zweimal aus nächster Nähe am Goalie der Tessiner. Die Bellenzer wussten, bei wem sie sich zu bedanken hatten. Nach der Schlusssirene und der geschafften Qualifikation fürs Halbfinale eilte die ganze Bank jubelnd zu Canepa.

Somit sind die Wiler wie schon in der vergangenen Saison nach nur vier Tagen in den Playoffs ausgeschieden - wieder mit 0:3 gegen Bellinzona. Auf einen Playoff-Sieg warten die Äbtetädter nun schon fast zwei Jahre.

Im Video: «Hatten zwei, drei Minuten Ausfälle»

 
Verteidiger Gian Morson erklärt das frühe Playoff-Out.

Resultate, 1. Liga, Playoffs, Viertelfinals, 3. Runde (Best Of Five)
Wil – BELLINZONA 2:6 (Endstand: 0:3)
FRAUENFELD – Herisau 5:2 (Endstand: 3:0)
Wetzikon – Argovia 5:2  (Stand: 2:1)
Pikes Oberthurgau – Burgdorf 1:2  (Stand: 2:1)

Nächste Spiele (4. Runde):
Dienstag, 18. Februar: Argovia - Wetzikon (20.00 Uhr), Burgdorf - Pikes Oberthurgau (20.00 Uhr).

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Liveticker Spiel 3:

Bleibt zu hoffen, dass der Gegner nächste Saison möglichst lang nicht Bellinzona heisst, wenn Wil wieder in den Playoffs spielt. Damit verabschiedet sich auch der Eishockey-Ticker von hallowil.ch für diese Saison. Vielen Dank für das Interesse und noch einen schönen Samstagabend. Bis bald auf hallowil.ch.

Schlussfazit: Der EC Wil verliert auch das dritte Spiel seiner Viertelfinalserie gegen Bellinzona. Wie schon in der letzten Saison lautet das schonungslose Verdikt der Best-of-Fife-Serie damit 0:3. Doch das Resultat vom Samstagabend täuscht ein bisschen über den Spielverlauf. Wil hat kein schlechtes Spiel gezeigt, erspielte sich genügend Chancen um das Resultat ausgeglichen zu gestalten. Doch ein bärenstarker Canepa, der völlig zurecht zum Man of the Match gekürt wurde, und die fehlende letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor verhinderten, dass es noch ein viertes Spiel gegeben hätte. Bellinzona war schlicht bissiger, konkreter in den Aktionen und vor allem eiskalt vor dem Tor.

Schlusssirene: Der EC Wil verliert gegen die GDT Bellinzona mit 2:6 und scheidet mit dem Gesamtergebnis von 0:3 aus.

60. Minute: TOOOR für die GDT Bellinzona durch Spinedi zum 2:6. Neun Sekunden vor dem Ende fahren die Tessiner zu viert auf das leere Tor zu, vor dem ein paar Wiler noch verteidigen. Schön gespielt, locker eingeschoben. Lichterlöschen im Bergholz.

59. Minute: Zwei Bellinzona-Spieler belagern das leere Tor der Wiler, welches ein Verteidiger schützt. Der Verteidiger gewinnt, kein Tor. 

58. Minute: Etter ist wieder vom Eis. Bellinzona schiesst aus dem eigenen Drittel auf sein verwaistes Tor. Da fehlten nur Zentimeter zum sechsten Treffer.

58. Minute: Wil feuert im Sekundentakt Schüsse auf Canepas Tor ab. Zwei gehen daneben, den dritten hält der Goalie fest.

57. Minute: Wenige Augenblicke später gibt es zwei Minuten gegen Wils Senn. Heisst für Etter: zurück in den Stollen.

57. Minute: Nochmals zwei Minuten wegen Stockschlags gegen Bellinzonas Juri. Nochmal Überzahl für Wil. Der EC Wil bringt einen sechsten Feldspieler. 6 gegen 4 also. 

56. Minute: TOOOR für die GDT Bellinzona durch Spinedi zum 2:5. Das ist wohl die Entscheidung. Kaum in Überzahl, legen sich die Tessiner den Gegner zurecht und spielen Spinedi frei. Dieser bleibt eiskalt und erzielt seinen fünften Treffer in dieser Serie.

55. Minute: Im ungünstigsten Moment kommt die 2-Minute-Strafe gegen Wil. Stockschlag Morson. 

55. Minute: Bellinzona wird wieder gefährlich: Aus nächster Nähe findet der Puck aber den Weg ins Wiler Tor nicht.

55. Minute: Noch fünf Minuten. Wil wirft alles rein, doch langsam wird die Zeit knapp.

54. Minute: Das war klasse gespielt von Wil: Ein Rückpass findet einen Abnehmer an der blauen Linie. Dessen scharfe Hereingabe wird gefühlvoll abgelenkt. Hauchdünn daneben.

53. Minute: Pfosten! Auch Bellinzona ist jetzt wieder wach. Als wollten sie hier sichergehen, dass es nicht mehr allzu spannend wird. Die Tessiner kommen über links, der Schuss aus rund zehn Metern klatscht ans Gestänge.

53. Minute: Canepa pariert wieder. Diesmal mit der Kelle.

52. Minute: Es ist wieder Feuer drin. Wil kommt und es herrscht Chaos im Drittel von Bellinzona. Aber die Tessiner können befreien. 

51. Minute: Etter jedenfalls tut alles dafür. Ein Tessiner läuft auf ihn zu, doch der Wiler Schlussmann macht sich ganz breit und pariert mit dem Bein.

50. Minute: TOOOOOOR für den EC Wil durch Senn zum 2:4. Senn schnappt sich den Puck hinter dem Tor, Canepa ist desorientiert. Senn dreht sich um das Gehäuse und lupft die Scheibe unter die Latte. Geht hier tatsächlich noch was?

49. Minute: Wiedermal eine Überzahl für die Wiler wegen hohen Stocks. Die fünfte schon. Ein Tor ist dabei noch keines herausgesprungen.

48. Minute: Sinnbildliche Szene für den Wiler Auftritt: Ein wunderbar per Dribbling ausgelöster Angriff endet, weil am Ende einer die Scheibe "vergisst".

47. Minute: Es geht weiter im Canepa-Scheibenschiessen. Nach einem Weitschuss prallt der Puck von seinem linken Beinschoner zurück ins Feld.

47. Minute: Bärenstarke Vorstellung des Gästetorhüters bisher.

46. Minute: Wieder Ambühl, wieder Canepa. Fast die gleiche Szene wie wenige Sekunden zuvor. Canepa kriegt die Beine rechtzeitig zusammen, wieder kein Tor. 

45. Minute: Die Ereignisse wiederholen sich: Die Wiler beginnen stark, lassen aber bisher alle Chancen liegen, die sich ihnen bieten.

45. Minute: Dieser kann sich nicht gerade über mangelnde Arbeit beklagen. Abmühl taucht aus spitzem Winkel wenige Meter vor Canepa auf. Dieser macht sich breit und pariert mit dem Beinschoner.

44. Minute: Und gleich noch ein Schuss, diesmal flach und von etwas gar weit weg. Kein Problem für Canepa. 

44. Minute: Die nächste Chance für Wil: Ein Schuss von halbrechts wird aber neben das Tor abgefälscht. 

43. Minute: Stiefel mit dem ersten guten Abschluss aus zentraler Position. Die Scheibe fliegt aber links vorbei. 

42. Minute: Etter säbelt mit dem Stock einen Tessiner Stürmer um. Das hat aber keine Folgen.

41. Minute: Auf der anderen Seite muss Bellinzona hier nicht mehr allzu viel machen.

41. Minute: Es geht weiter. Wenn die Wiler das noch drehen, wäre das der Stoff für Legenden. Ein schnelles Tor würde da sicher helfen.

Gleich geht es weiter und die Mannschaften sind zurück auf dem Eis. Liegt noch was drin für die Wiler?

Nochmals der Blick auf die anderen Plätze: Herisau hält in Frauenfeld auch dieses Mal gut mit und es steht 2:2. Wetzikon führt nun gegen Argovia mit 3:2. Und die Pikes haben ausgeglichen gegen Burgdorf: 1:1.

Zwischenfazit: Nach verrücktem zweiten Drittel steht der EC Wil ganz nahe am Ausscheiden. Das ist doppelt schade, weil die Gastgeber druckvoll und engagiert starteten und dabei einige gute Chancen liegen liessen. Dann aber verloren die Platzherren komplett den Faden, kassierten binnen drei Minuten drei Tore. So wird das im letzten Drittel eine Herkulesaufgabe. Aber hey, warum nicht mal ein legendäres Drittel spielen? Wer dieses Ding noch dreht, tankt literweise Moral für den Rest der Serie.

Pausensirene: Der EC Wil liegt nach dem zweiten Drittel gegen die GDT Bellinzona mit 1:4 im Hintertreffen. 

40. Minute: Rudelbildung eine knappe Minute vor der Sirene. Auf Wiler Seite dürfte manch einer ordentlich gefrustet sein inzwischen.

39. Minute: Zwei Minuten gegen den Wiler Stiefel wegen Stockschlags.

39. Minute: Ist das bitter für Wil: Binnen weniger Minuten werden ihnen die Felle förmlich fortgerissen. Auch wenn es im Eishockey bekanntlich schnell gehen kann: Diese Hypothek ist wohl zu gross für das Schlussdrittel. Es sei denn, Bellinzona verliert durch die hohe Führung die Spannung.

38. Minute: Nächste 2-Minuten-Strafe gegen die Gäste wegen Hakens. Wil muss jetzt etwas aus der Überzahl machen, wenn es hier nochmals zurückkommen will. 

37. Minute: TOOOR für die GDT Bellinzona durch Kasslatter zum 1:4. Ein Schuss von ziemlich weit weg. Bei den Tessinern geht aber auch alles rein jetzt. 

36. Minute: Wil versucht zu reagieren. Ein abgelenkter Schuss streicht nur knapp am Tor der Tessiner vorbei.

35. Minute: TOOOR für die GDT Bellinzona durch Spinedi zum 1:3. 

35. Minute: Bitter für Wil. Stark ins Drittel gestartet, Überzahl. Dann der Stockschlag von Spillmann. Und nun der Rückstand. 

34. Minute: TOOOR für die GDT Bellinzona durch Lakhmatov zum 1:2. Da ist es passiert. Wil verliert die Übersicht, Lakhmatov schiesst aus halmrechter Position trocken ein.

34. Minute: Weil auch Spillmann stockschlägt, ist die Sache wieder ausgeglichen für den Moment. 4 gegen 4. 

33. Minute: Zwei Minuten wegen Stockschlag gegen die GDT Bellinzona. Das vierte Powerplay für Wil. Gelingt diesmal etwas?

33. Minute: Riesenparade von Etter. Das ist aber auch schön gespielt von Bellinzona. Nach Pass in den Rückraum kommt der Verteidiger zum Abschluss. Doch der Wiler Goalie hält im fallenden Spagat. 

32. Minute: Die Wiler Bären legen sich die Beute zurecht. Im Getümmel vor dem Tor beisst aber Canepa zu. Er hat die Scheibe.

31. Minute: Wil ist wieder komplett.

31. Minute: Applaus brandet auf im Bergholz: 10 Sekunden vor Ende der Unterzahl hält Etter einen Schuss aus zentraler Position fest. Damit ist es bald überstanden.

30. Minute: Bisher riecht es in dieser Überzahl der Gäste eher nach Shorthander. Schon zwei vielversprechende Wiler Gegenstösse.

29. Minute: Erstes Powerplay für Bellinzona: Zwei Minuten gegen Torino wegen Hakens. 

29. Minute: Es fehlt zur Zeit wenig zum 2:1. Aber die Tessiner verteidigen mit allem, was sie haben - und kriegen immer noch einen Stock dazwischen. 

28. Minute: Högger will das nächste Tor. Sein Alleingang über zwei Drittel des Eises endet in einem Dickicht aus Stöcken vor Canepas Tor.

27. Minute: Puh. Ein Wiler will den Puck mit der Hand aus der Luft fangen, legt ihn dann aber einem Tessiner genau auf die Kelle. Der Stürmer ist frei durch, verzieht jedoch rechts neben das Tor. 

27. Minute: Wann belohnen sich die Wiler für den betriebenen Aufwand?

26. Minute: Unübersichtliches Gestochere vor dem Wiler Tor. Aber die Gastgeber kriegen die Scheibe geklärt.

25. Minute: Wil jetzt klar besser. Fabio Högger stiehlt die Scheibe von einem Tessiner Stock, bleibt dann aber kurz vor dem Abschluss selber hängen.

24. Minute: Freie Schussbahn für Herberger, der couragiert durch die Mitte zieht. Aber kein Tor. Das klang nach Beinschoner.

23. Minute: Stöcke fliegen, zwei Spieler geraten vor dem Tor der Wiler aneinander. Aber keine Pfeife ertönt. 

22. Minute: Und gleich der zweite Abschluss der Wiler, die stark beginnen. Canepa hält mit der Fanghand. Bully. 

22. Minute: Senn tankt sich über rechts durch. Sein Schuss wird aber von einem Verteidiger geblockt. 

21. Minute: Der Puck ist auf dem Eis. Weiter geht's. 

Die Spieler stellen sich für das zweite Drittel auf. Gleich geht es weiter. Kann der EC Wil in Führung gehen?

Kurzer Blick auf die anderen Partien der Viertelfinale der Ost-Gruppe. Burgdorf führt bei den Pikes Oberthurgau mit 1:0. Bei Wetzikon gegen Argovia steht es 2:2 und zwischen Frauenfeld und Herisau ebenfalls Remis 1:1.

Zwischenfazit. In einem unterhaltsamen ersten Drittel hatten beide Teams Chancen zuhauf, scheiterten aber mehrmals an den starken Torhütern. Oder zielten etwas zu genau. Bellinzona wirkte bei seinen überfallartigen Gegenstössen einen Tick gefährlicher. Aber für den EC Wil ist auf jeden Fall alles drin heute, wenn er so weiterspielt. Der postwendende Ausgleich dürfte Balsam für die Wiler Moral gewesen sein. Die Gastgeber sollten aber unbedingt die Fehler im Aufbauspiel reduzieren. Denn richtig gefährlich wurden die Tessiner vor allem nach Fehlpässen und Scheibenverlusten der Wiler.

Pausensirene: 1:1 steht es nach dem Startdrittel im kapitalen Spiel 3 der Viertelfinal-Serie zwischen dem EC Wil und der GDT Bellinzona. 

20. Minute: Die letzten Sekunden im ersten Drittel laufen.

19. Minute: Zum ersten Mal beruhigt sich dieses Spiel ein bisschen. Beide Teams wollen wohl kurz vor der Sirene nicht noch in Rückstand geraten. 

18. Minute: Das war fast das 2:1. Über rechts kommt Wil gefährlich ins letzte Drittel, der Abschluss aus vollem Lauf streicht aber links vorbei.

17. Minute: Und gleich nochmals wird es gefährlich vor Etters Tor. Doch der Goalie pariert einen Abschluss mit dem Beinschoner.

16. Minute: Im Gegenteil: Fast hätten sich die Äbtestädter den Shorthander eingefangen. Im Spielaufbau der Puckverlust, dann ist der Tessiner frei durch. Er verzieht aber. 

15. Minute: Schon das dritte Powerplay für Wil. Geht diesmal was?

15. Minute: Nächste Grosschance für Wil: Aus nächster Nähe kommt ein Offensivmann zum Abschluss, doch Canepa lenkt die Scheibe mit dem Armschoner über die Latte. 

14. Minute: Das war schön gespielt, und schnell: Zwei Wiler kommen vor das Tor der Gäste. Doch beim letzten Querpass kriegt ein Verteidiger gerade noch den Stock dazwischen. 

14. Minute: Ein Stürmer taucht frei vor dem Tor der Tessiner auf. Aber Canepa kriegt den Puck zu fassen.

13. Minute: Die Zuschauer sehen ein Eishockey-Match, dem anzumerken ist, dass für beide Teams viel zu holen ist. Für Bellinzona das Halbfinale, für Wil das Überleben in der Serie.

11. Minute: Erneut zwei Minuten Überzahl für die Wiler.

11. Minute: Es geht Schlag auf Schlag: Auch nach den Toren bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen. Nach blitzschnell vorgetragenem Gegenstoss der Tessiner wird der Schuss knapp am Tor vorbeigelenkt. 

9. Minute: TOOOOOOR für den EC Wil durch Högger zum 1:1-Ausgleich. Plötzlich steht Högger aus wenigen Metern frei. Keine Chance für Canepa.

8. Minute: TOOOR für die GDT Bellinzona durch Pedrani zum 0:1. Ach herje.

7. Minute: Wieder Etter. Diesmal hält er den Puck mit der Fanghand. Bully. 

6. Minute: Bellinzona wird stärker. Aber bei einem abgefälschten Schuss der Tessiner ist Etter auf dem Posten und pariert mit dem Beinschoner. 

5. Minute: Wil kommt über links zu einem gefährlichen Abschluss. Der Puck zisch knapp über die Querlatte. Wieder 5 gegen 5. 

3. Minute: Zwar können sich die Wiler im Drittel festsetzen, aber Bellinzona verteidigt das gut bisher.

2. Minute: Erste Strafe gegen Bellinzona. Frühes Powerplay für den EC Wil.

1. Minute: Der Puck ist auf dem Eis, es geht los.

Es beginnt aber mit der Nummer 33 Oliver Etter.

Die Schiedsrichter drehen schonmal die ersten Runden. Gleich geht es los. Was der EC Wil heute sicherlich wieder gebrauchen könnte: einen starken Torwart. Daniel Schenkel hatte ja am Donnerstag in Bellinzona stark gehalten. Auch wenn es da nicht viel geholfen hat.

Der Tag der letzten Chance ist gekommen. Nach zwei Spielen in der Serie steht der EC Wil bereits mit dem Rücken zur Wand. Eine Heimniederlage gegen die GDT Bellinzona heute, und die Äbtestädter müssen sich nach den Viertelfinale aus den Playoffs verabschieden. Wenn verhindert werden soll, dass wie schon im letzten Jahr gegen Bellinzona mit 0:3 deutlich Endstation ist, brauchen die Äbtestädter heute einen Sieg. 

Gibt es noch Hoffnung? Nein, sagt uns der Fakt, dass der Gegner Bellinzona zu einem veritablen Angstgegner der Wiler geworden ist. Ja, sagt der Umstand, dass das Bergholz über die Saison hinweg betrachtet eigentlich ein nur schwer einzunehmendes Bollwerk war. Und vielleicht ist es ja eine zusätzliche Motivation, dass die Fussballer nebenan zur gleichen Zeit ans Werk gehen. Auch bei denen läuft es ja nicht zurzeit. Eine innerstädtische Challenge um die Trendwende als Ansporn? Pablo Rohner tickert für Sie aus der Eishalle.

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Vorschau auf Spiel 3:

«Wir sind heiss und wollen noch möglichst lange in dieser Serie bleiben.» Das sagte EC-Wil-Captain Lars-Kevin Spillmann im hallowil.ch-Video-Interview (siehe unten) am späten Donnertagabend wenige Minuten nach der bitteren 2:5-Niederlage in und gegen Bellinzona. Die Aussage fiel im Centro Sportivo, direkt neben dem Fluss Ticino gelegen. Eine andere Sicht der Dinge ist freilich: Die Wiler Hockeyaner laufen nun akute Gefahr, dass diese Viertelfinal-Serie im 1.-Liga-Playoff schon nach drei Spielen den Bach runter geht – wie im vergangenen Jahr gegen denselben Gegner.

Der EC Wil hat sich in eine Lage manövriert, in welcher er sich nun mit einem Heimsieg eine Reise an jenen Ort erzwingen muss, an dem er so gar nicht gerne spielt: Bellinzona. Es wird von Bedeutung sein, das eigene Spiel so gut aufzuziehen, dass die Tessiner ihr berüchtigtes Power-Hockey nicht zelebrieren können. Dass ein Sieg durchaus möglich ist, haben die Wiler im Dezember des vergangenen Jahres bewiesen, als die GDT Bellinzona gleich mit 5:2 aus dem Bergholz geschossen wurde. Allerdings war es der einzige Sieg in den letzten elf Direktvergleichen dieser beiden Teams.

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Matchbericht Spiel 2: GDT Bellinzona - EC Wil 5:2

Der EC Wil bezieht die vierte Pflichtspiel-Niederlage hintereinander. Zum dritten Mal hiess der Gegner Bellinzona. Dies ist alles kein Zufall, denn einerseits ist nun Playoff, andererseits liegt die Spielweise der Tessiner den Wilern überhaupt nicht. Im schmucken Centro Sportive zu Bellinzona wehrten sich die Äbtestädter nur zu Beginn erfolgreich gegen das drohende Unheil. Ein Drittel lang kämpften sie beherzt, standen gut und zogen ihren Plan durch. Nicht zufällig führten die Gäste dank eines Treffers von Matteo Torino nach dem Startdrittel mit 1:0.

Doch dieser Unterbau des Spiels sollte nicht gut genug tragen, um den ersten Auswärtssieg in Bellinzona seit dem 25. Oktober 2017 zu holen. Einerseits legten die Tessiner im Mitteldrittel eine ordentliche Schippe obendrauf. Andererseits bauten die Wiler ab. Zwar konnte ein starker Daniel Schenkel im Tor der Äbtestädter lange den Ausgleich verhindern. Doch nach Spielhälfte war es soweit. Binnen 33 Sekunden wurde aus der Wiler Führung ein Rückstand. Es war der Anfang vom Ende.

Noch ein Doppelschlag

So passte ins Bild, das die Wiler während einer fünfminütigen Überzahl einen weiteren Gegentreffer kassierten. Dass ein Fehler im Wiler Aufbauspiel diesen Treffer einläutete, war ebenfalls symptomatisch. Hatten die Gäste im Startdrittel eine im Vergleich mit Dienstag deutlich verringerte Zahl an Eigenfehlern an den Tag gelegt, so begaben sie sich fortan wieder in den alten Trott. Zwar kamen die Wiler durch Elia-Marius Mettler noch einmal heran, doch mit einer Strafe machten sie sich in der Folge aufkeimende Hoffnungen zunichte.

Ein zweiter Doppelschlag an diesem Abend sorgte schliesslich für die Entscheidung. Innerhalb von 64 Sekunden traf Joel Morotti doppelt zum Endergebnis. Somit wird die Wiler Bilanz gegen Bellinzona immer schlechter. Von den letzten elf Spielen gegen die Tessiner wurde nur eines gewonnen. Jetzt braucht es aber drei Siege in Folge, um im Playoff-Rennen zu bleiben. Wahrscheinlicher scheint aber, dass sich die Wiler wie schon in der vergangenen Saison in der kürzest möglichen Zeit in unerwünscht lange Sommerferien verabschieden. Letzte Chance, um das Ruder noch herumzureissen, ist am Samstag-Vorabend im Bergholz.

«Das war es noch nicht», sagt EC-Wil-Captain im Video

 

Resultate, 1. Liga, Playoffs, Viertelfinals, 2. Runde (Best Of Five):
Bellinzona – Wil 5:2 (Stand: 2:0)
Herisau – Frauenfeld 3:4 n.V. (Stand: 0:2
Argovia – Wetzikon 2:3 n.V. (Stand: 1:1)
Burgdorf – Pikes Oberthurgau 2:3 n.P. (Stand: 0:2)

Nächste Spiele (3. Runde):
Samstag, 15. Februar: Wil – Bellinzona (17.30 Uhr), Frauenfeld – Herisau (17.30 Uhr), Wetzikon – Argovia (17.30 Uhr), Pikes Oberthurgau – Burgdorf (17.30 Uhr).

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Liveticker Spiel 2:

Wir melden uns dann noch mit einem zusammenfassenden Artikel – und wünschen trotz Sturm eine geruhsame Nacht. Vielen Dank für das Interesse an diesem Liveticker. Bis bald auf hallowil.ch.

Weiter geht es für die beiden Teams bereits übermorgen Samstag, wenn sie sich wieder im Bergholz zu Spiel 3 treffen. Spielbeginn ist um 17.30 Uhr. Auch von dieser Partie berichtet hallowil.ch mit einem Liveticker.

Schlussfazit: Wieder nichts hier im Tessin. Die Wiler müssen weiter seit Oktober 2017 auf einen Auswärtssieg in Bellinzona warten. Heute durfte man eine halbe Stunde lang hoffen. Doch dann drehte das Spiel. Der Sieg der Tessiner geht in Ordnung, da sie alles in allem mehr gemacht haben für die Partie und auch mehr Chancen hatten. Somit droht den Wilern wie schon in der vergangenen Saison das schnellstmögliche Saisonende nach nur drei Playoff-Spielen.

Schlusssirene: Der EC Wil verliert gegen die GDT Bellinzona auswärts mit 2:5 und liegt in der Best-Of-Five-Serie mit 0:2 zurück.

60. Minute:  Auch nicht drin.

60. Minute: Penalty für Bellinzona.

59. Minute: Aber Mettler scheitert. Da fehlte die Überzeugung. Wil übrigens wieder komplett.

59. Minute: Die letzten 100 Sekunden. Penalty für den EC Wil.

58. Minute: Das 6:2 lag mehrfach in der Luft.

57. Minute: Dann entlädt sich der Wiler Frust und es gibt eine Prügelei. Isler muss zwei Minuten raus. Die Schlinge zieht sich somit weiter zu. Aber im Prinzip ist sie schon ganz zu. Zumindest für heute Abend.

57. Minute: TOOOOR für die GDT Bellinzona durch Morotti zum 5:2. Das dürfte es dann definitiv gewesen sein.

57. Minute: Wil braucht nun ein sehr schnelles Tor. Noch knapp vier Minuten.

56. Minute: TOOOOR für die GDT Bellinzona durch Morotti zum 4:2. Die Strafe war zwar soeben ausgelaufen. Doch die Platzherren nahmen den Schwung mit. Noch knapp fünf Minuten. Aber ich habe da so eine Befürchtung.

55. Minute: Die Tessiner drücken, sind ununterbrochen im Wiler Drittel.

54. Minute: Strafe gegen Swart von Wil wegen Beinstellen. Wie wäre es auch hier mit einem Shorthander? Noch knapp 7 Minuten.

53. Minute: Die Wiler haben Lunte gerochen, sind nun kämpferisch wieder voll da. Aber aufgepasst: Auch Bellenz powert.

52. Minute: Wobei: Momentan ist es die Ruhe vor dem wahrscheinlichen Schlusssturm.

51. Minute: Noch knapp zehn Minuten: Wil braucht den Ausgleich, aber Bellinzona ist nahe am 4:2. Alles offen. Das gibt wohl eine heisse Schlussphase.

49. Minute: TOOOOOOOOR für den EC Wil durch Mettler zum 3:2-Anschlusstreffer. Irgendwie reingedrückt. Egal. War gerade noch in der Überzahl.

48. Minute: TOOOOR für die GDT Bellinzona durch Lakhmatov zum 3:1. Shorthander. Riesenbock im Wiler Aufbauspiel. Da kann der NLA erprobte Spieler der Tessiner losziehen und trifft. Können die Wiler darauf noch reagieren?

48. Minute: Wo ist die Lücke? Noch nicht gefunden.

47. Minute: Die Wiler haben sich im Drittel der Tessiner positioniert. Noch ist das aber zu ungenau.

46. Minute: Also, Freunde: Das ist nun DIE Chance. Da muss doch was drin sein nun.

45. Minute: Was machen die Schiedsrichter nun? Es gibt einen 5er gegen Colombo von Bellinzona, nach langen Diskussionen. Und eine Spieldauer-Disziplinarstrafe obendrauf. Die Wiler haben ja im Verlauf des Spiels schon Müller verloren nach einem Check gegen den Kopf.

44. Minute: Es kommen nun mehr einfache Wiler Fehler als im Startdrittel. Irgendwie müssen die Gäste hier wieder ins Spiel finden.

42. Minute: .Und schon wieder schepperts an der Wiler Torumrandung. Ui, ui, ui.

42. Minute: Die Strafe verstreicht ohne Ausgleichstor. Auf der Gegenseite trifft dann Bellinzona den Pfosten. Wow, was für ein Start ins Schlussdrittel.

41. Minute: Das Spiel läuft wieder. Die Wiler drücken gleich aufs Gaspedal. Aber Canepa zweimal stark.

Die Mannschaften sind wieder da. Das Schlussdrittel kann in Kürze beginnen. Für Spannung ist gesorgt.

Nochmals der Blick auf die anderen 1.-Liga-Playoff-Plätze: Auch Frauenfeld hat das Spiel gedreht und führt nun in Herisau zu Beginn des Schlussdrittels mit 3:2. Wetzikon führt in Aarau nun mit 3:1 und steuert auf den Ausgleich in der Serie zu. Burgdorf hat ausgeglichen gegen die Pikes. 1:1 steht es da. Weiterhin ist also auf allen Plätzen noch alles möglich.

Zwischenfazit: Da haben die Gastgeber mächtig aufgedreht und ihr berüchtigtes Power-Hockey gespielt. Binnen 33 Sekunden hat das Spiel gedreht. Und hätten die Wiler nicht einen starken Schenkel im Tor, das Verdikt wäre noch höher. Nach den beiden Gegentoren haben sich die Wiler wieder gefangen und auf den Ausgleich gedrückt. Immerhin können die Gäste zu Beginn des Schlussdrittels gut eine Minute lang in Überzahl spielen. Wäre wichtig, sofort wieder anzuschreiben.

Pausensirene: Die GDT Bellinzona führt gegen den EC Wil nach zwei Dritteln mit 2:1.

40. Minute: Druckphase der Wiler in dieser sehr späten Phase des Mitteldrittels. Bei 39:02 muss Franzoni von Bellinzona raus wegen Crosscheck.

39. Minute: Die eine oder andere Wiler Halbchance ist da mit dabei. Aber Canepa ist Herr der Lage.

37. Minute: Jetzt müssen sich die Wiler neu sortieren. Aber um das festzuhalten: Die beiden Treffer sind verdient. Im Mitteldrittel haben die Platzherren gedrückt. Lange konnte Schenkel mit mehreren Paraden den Kasten sauber halten. Aber ewig konnte das nicht gutgehen. Wil versucht zu reagieren.

34. Minute. TOOOOR für die GDT Bellinzona durch Juri zum 2:1. Wie bitter ist denn das. Binnen 33 Sekunden ist aus der Wiler Führung ein Rückstand geworden. Die Scheibe kommt von der Bande zurück und liegt dann frei. Drin das Ding. Au Backe.

34. Minute: TOOOOR für die GDT Bellinzona durch Spinedi zum 1:1. Der Puck landet zuerst an der Torumrandung. Dann liegt er frei und wird verwertet. Da ist es also passiert.

32. Minute: Aber nicht lang. Nun muss auch noch Maraffio raus wegen Stockschlags. 4-gegen-3-Überzahl für die Gastgeber.

32. Minute: Je eine Strafe. Wieder mal 4 gegen 4.

31. Minute: Schenkel hält und hält. Die Hälfte ist rum. Und noch immer steht die Null. In der diesjährigen Saison hat der EC Wil übrigens noch nie zu Null gespielt. Aber Bellenz drückt nun vehement.

30. Minute: Beinahe der Shorthander. Auch die Wiler mit der Grosschance. Kein Tor, aber die Strafe überstanden.

29. Minute: Uff, da drückt Bellinzona. Aber wieder ein Big-Safe von Schenkel. Aber wie lange geht das noch gut?

28. Minute: Nun Wil erstmals in diesem Spiel in Unterzahl. Högger sitzt in der Kühlbox wegen Beinstellens.

28. Minute: Dann müsste eigentlich der Ausgleich fallen. Schenkel ist bereits ausgespielt und am Boden. Aber wieder wird das offene Gehäuse verfehlt von den Gastgebern. Durchatmen.

26. Minute: Wieder ein kerniger Check der Wiler. So macht das Spass. Das ist Playoff.

25. Minute: Und weiter steht die Null hinten. Kämpferisch ist der Auftritt deutlich verbessert im Vergleich zum Dienstag. Aber Bellenz kommt.

24. Minute: Auffällig: Die Schiedsrichter lassen sehr viel laufen. Wie schon am Dienstag. Playoff halt.

23. Minute: Riiiiesenchance für Bellinzona zum Ausgleich. Da war die Hütte speerangelweit offen. Doch der Tessiner verzieht. Auf der Gegensite kann dann Ambühl losrauschen. Der Puck trudelt vor dem Tor rum, geht aber nicht rein. Die Strafen sind rum. Beide Team wieder komplett

21. Minute: Das Spiel läuft wieder. Wer nutzt den Platz?

Die Mannschaften sind zurück auf dem Eis. Gleich geht es weiter. Übrigens mit 4 gegen 4. Bei 20:00 haben beide Teams wegen Stockschlags noch einen 2er gefast.

Schauen wir noch auf die anderen Plätze, wo heute Abend in der Ostgruppe 1.-Liga-Playoff gespielt. Herisau führt gegen Leader Frauenfeld überraschend mit 2:1. Die Pikes Oberthurgau liegen in Burgdorf mit 1:0 in Führung. Und Argovia liegt hinten gegen Wetzikon mit 1:2. Überall ist es also noch eng. Playoff halt.

Zwischenfazit: Diese Führung geht durchaus in Ordnung. Die Wiler waren zwar nicht deutlich überlegen, aber um den Tick, der die Führung rechtfertigt. Vor allem ist der Auftritt deutlich weniger fehlerhaft als noch am Dienstagabend. Die Raumaufteilung ist besser und defensiv lassen die Wiler bisher kaum etwas zu. Damit ist ein Teilziel erreicht. Oftmals war man in der Vergangenheit von Bellinzona schon im ersten Drittel düpiert oder gar distanziert worden. Nun führen die Äbtestädter. Unter dem Aspekt, dass heute ein Sieg fast schon Pflicht ist, ist das mal eine gute Grundlage, auf welcher sich aufbauen lässt. Auch wenn der Weg natürlich noch weit ist zum ersten Sieg hier seit Oktober 2017.

Pausensirene: Der EC Wil führt in Bellinzona nach dem Startdrittel mit 1:0.

20. Minute: Die letzten Sekunden im Startdrittel. Und da bracht es nochmals Schenkel. Allzu viel zu tun hatte der aber gar nicht.

18. Minute: Dann gleich zweimal Ambühl zentral alleine vor dem Tor. Doch beide mal scheitert er an Canepa. Für gewöhnlich macht er mindesten einen davon im Schlaf. 33 Saisontore haben sich da ja schon angesammelt.

18. Minute: Was natürlich half: Die Wiler haben noch keine Strafe genommen. Die Disziplin ist bisher deutlich besser als am Dienstag.

17. Minute: Was geht noch vor der ersten Pause? Nochmals die Wiler. Aber im letzten Augenblick gestört. Diese Führung mal in die Kabine mitnehmen, das wär schon richtig nett.

15. Minute: Die zweit Phase dieser langen Überzahl war besser. Einmal brannte es lichterloh vor Canepa. Aber die Scheibe wollte nicht rein. Bellenz wieder komplett.

13. Minute: Da war mager. Kaum ein Abschluss - und Bellinzona gleich mehrfach mit Kontern. Gefahr ging beidseits aber keine Aus. Aber grad noch eine Strafe für die Gastgeber.

11. Minute: Und die gibt es. Ein erster Tessiner muss raus. 2 Minuten Überzahl für de EC Wil.

11. Minute: Haben die Tessiner einen Mann mehr auf dem Eis? Nein. Aber sie spielen da trotzdem Powerplay. Wil braucht Entlastung.

10. Minute: Big Safe von Schenkel. Da hält er zuerst gut und stürzt sich dann auf die Scheibe. Weiter Wil in Führung.

9. Minute: Bellenz erhöht die Kadenz.

8. Minute: Was wirklich bemerkenswert ist: Es hat noch weniger Zuschauer als am Dienstag im Bergholz. Da waren es ja gut gezählt 130 gewesen.

7. Minute: Bellinzona reagiert sogleich und kommt zu Abschlüssen. Aber bis jetzt steht die Null. Bie 21 Gegentoren in den letzten drei Pflichtspielen ist das ja schon allerhand nach knapp 7 Minuten.

5. Minute: TOOOOOOOR für den EC Wil durch Torino zum 0:1. Da waren gleich mehrere Wiler Chancen in einer Aktion, ehe schliesslich der wichtige Führungstreffer fällt. Genau so haben wir uns das vorgestellt. Nett vom DJ, dass  er die Tormusik laufen lässt.

5. Minute: Die erste Top-Chance gehört dem EC Wil. Ambühl kommt knapp vor dem Tor zum Abschluss. Aber da war er schon zu nahe an Goalie Canepa und bleibt an diesem hängen.

3. Minute: Die erste Welle der Tessiner scheint mal überstanden. Auch Wil nun in Gegners Drittel - ohne Torchance bisher.

1. Minute: Das Spiel läuft. Und Bellinzona setzt sich gleich mal im Wiler Drittel fest. Aber noch ohne Torchance.

So, die Mannschaften sind da. Gleich geht es los mit der Revanche 

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Das schmucke Centro Sportivo in Bellinzona bekommt noch den letzten Schliff, bevor es los geht.

Der EC Wil ist bereits unter Druck. Ein Sieg ist heute Pflicht, um dann am Samstag nicht schon das Messer am Hals zu haben. Allerdings haben die Äbtestädter hier im Tessin seit Oktober 2017 nicht mehr gewonnen. Wichtig wird sein, nicht schon wieder früh distanziert zu werden. Das war zuletzt gegen Bellinzona fast immer der Fall. Passiert das erneut, könnte das heute bereits die letzte Busreise dieser Saison sein.

Die Pizza hat gemundet, das Tiramisu ebenso. Aber nun ist fertig mit dolce far niente. Jetzt ist Eishockey-Playoff angesagt. Der EC Wil hat in der Tessiner Kantonshauptstadt eine grosse Aufgabe vor der Brust. Gegen die GDT Bellinzona ist das «Rebreak» gefragt, um in der Serie anzukommen. Herzlich willkommen aus dem lauten Centro Sportivo in Bellinzona zu Spiel 2 im 1.-Liga-Playoff-Viertelfinal zwischen der GDT Bellinzona und dem EC Wil. Simon Dudle hat die paar Meter unter die Räder genommen und kann hoffentlich von einem kurzweiligen Hockey-Abend aus dem Tessin berichten. Buona serata a tutti.

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Vorschau auf Spiel 2:

Der Traum von der Cup-Qualifikation ist für den EC Wil in dieser Saison definitiv ausgeträumt. Nachdem er am vergangenen Samstag trotz einer 6:2-Führung gut acht Minuten vor Schluss am oberklassigen EHC Dübendorf gescheitert war, durfte er noch auf das Los hoffen. Denn unter allen zehn Verlierer-Klubs dieser letzten Quali-Runde wurde am Mittwoch im Rahmen der Ligaversammlung der National und Swiss League ein letzter Platz für die nationale Cup-Hauptrunde verlost. Wie schon vor Jahresfrist der EHC Uzwil hatte heuer auch der EC Wil kein Glück. Dieses war dem Walliser 2.-Ligisten EHC Raron hold.

Somit gilt nun definitiv die volle Konzentration der Meisterschaft und dem 1.-Liga-Playoff. Bereits heute Donnerstagabend geht es für die Wiler in der Viertelfinal-Serie gegen Bellinzona weiter. Die Äbtestädter wollen sich ab 20.15 Uhr für die 4:6-Heimniederlage an den Tessinern revanchieren und somit den Heimvorteil zurückholen. Das wird aber alle andere als einfach. Der letzte Wiler Sieg in Bellinzona liegt schon über zwei Jahre zurück und datiert vom 25. Oktober 2017. Gibt es eine weitere Niederlage, droht bereits am Samstag in Spiel drei das Saisonende.

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Matchbericht Spiel 1: EC Wil - GDT Bellinzona 4:6

Und plötzlich war sie da, die Spannung. Levin Schneider hatte knapp 100 Sekunden vor Schluss auf 4:5 verkürzt und doch noch Hoffnung aufkeimen lassen. Doch diese währte nur gerade neun Sekunden. Denn aus dem Anspiel-Bully heraus lancierten die Tessiner den matchentscheidenden Angriff. Hannes Kasslatter traf zum 6:4 für die Gäste und machte damit den Deckel auf die Partie.

Das Problem war aber nicht die Schlussphase. Ganz im Gegenteil. In den letzten zehn Minuten spielten die Wiler endlich so, wie es sich die wenigen Zuschauer erhofft hatten: druckvoll, temporeich, mit Spielwitz. Plötzlich wurde Bellinzona im eigenen Drittel eingeschnürt und Goalie Mattia Canepa aus allen Lagen geprüft.

Löchrige Abwehr

Es gab aber eben auch die ersten 50 Minuten der Partie, in welchen die Wiler nicht auf Betriebstemperatur gekommen waren. Sie verteidigten zuweilen fahrig, liessen die nötige Playoff-Härte vermissen und leisteten sich zu viele Fehler. So lagen die Äbtestädter nach zwei Dritteln mit 2:5 zurück. Es war eine Hypothek, die nicht mehr korrigiert werden konnte. Einmal mehr hatte man gegen Bellinzona den Kürzeren gezogen – schon zum neunten Mal in den zehn letzten Vergleichen mit den Tessinern. Dieses Mal waren zwei Tore von Andreas Ambühl und je eines von Dominik Senn und eben Levin Schneider zu wenig.

So mussten die Wiler eine Erfahrung akzeptieren, die sie schon seit über einem Jahr nicht mehr gemacht hatten: ein Heimspiel nach 60 Minuten verlieren. Einmal mehr kassierten die Äbtetädter schlicht zu viele Gegentore. Deren 21 mussten in den letzten drei Pflichtspielen hingenommen werden. Eine 7er-Quote, die drastisch und zügig reduziert werden muss, um nicht das gleiche zu erleiden wie in der vergangenen Saison. Damals hatten die Playoffs für den EC Wil nur gerade vier Tage gedauert, ehe das frühestmögliche Saisonende Tatsache war. Und zwar gegen Bellinzona in den Viertelfinals.

Doch noch im Cup dabei?

Der EC Wil steht am Donnertagabend in Bellinzona also bereits unter Druck. Spannend wird es für ihn aber schon am Tag davor. Denn am Mittwochnachmittag bietet sich den Wilern die Chance, doch noch in die nationale Cup-Hauptrunde vorzustossen, obwohl man im letzten Qualifikationsspiel Dübendorf mit 6:7 unterlegen war. Denn unter allen zehn Teams, welche in der letzten Qualifikationsrunde hängen geblieben sind, wird ein Lucky-Looser ausgelost. Die Chancen, doch noch ein erstes Mal in der Klubgeschichte die Cup-Sechzehntelfinals zu erreichen, sind also klein, aber vorhanden.

Resultate, 1. Liga, Playoff, Viertelfinals, 1. Runde:
Wil – Bellinzona 4:6 (Stand: 0:1)
Frauenfeld – Herisau 3:0 (Stand: 1:0)
Wetzikon – Argovia 2:3 (Stand: 0:1)
Pikes Oberthurgau – Burgdorf 4:3 n.V. (Stand: 1:0)

Nächste Spiele (Playoff, Viertelfinals, 2. Runde):
Donnertag, 13. Februar: Herisau – Frauenfeld (20.00 Uhr), Argovia – Wetzikon (20.00 Uhr), Burgdorf – Pikes Oberthurgau (20.00 Uhr), Bellinzona – Wil (20.15 Uhr).

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Liveticker Spiel 1:

Für heute soll es das gewesen sein mit diesem Liveticker. Vielen Dank für das Interesse. Bis bald auf hallowil.ch.

Weiter geht es bereits übermorgen Donnerstag mit Spiel zwei. Dann natürlich im Tessin. Auch dieses Spiel können Sie im hallowil.ch-Liveticker mitverfolgen. Spielbeginn ist ebenfalls um 20.15 Uhr.

Schlussfazit: Zu spät erwacht. Erst in den letzten zehn Minuten des Spiels sind die Wiler drin in dieser Partie und machen aus einem 2:5 noch ein 4:5. Doch es reicht nicht mehr, um noch auszugleichen. Die Hypothek der ersten 50 Minuten wog schliesslich zu schwer. So müssen sich die Wiler vorwerfen lassen, zu viel Anlaufzeit gebraucht zu haben. Und es wird nicht einfacher: Im Tessin warten die Wiler seit dem Jahr 2017 auf einen Sieg.

Schlusssirene: Der EC Wil verliert gegen die GDT Bellinzona mit 4:6.

60. Minute: Wil nun ohne Goalie und mit der Topchance, nochmals den Anschluss zu schaffen. Aber am leeren Tor vorbei.

59. Minute: TOOOOR  für die GDT Bellinzona durch Kasslatter zum 4:6. Praktisch nach dem Anspiel läuft er durch und macht den Sack zu.

59. Minute: Das Problem nun: Die Wiler müssen für fast den Rest des Spiels in Unterzahl spielen wegen der Mettler-Strafe. Wird als schwierig.

59. Minute: TOOOOOOR für den EC Wil durch Schneider zum 4:5. Drin das Ding. Und noch bleiben gut 1,5 Minuten, um den Ausgleich zu machen.

58. Minute: Dann muss auch auch Wils Mettler raus wegen hohen Stocks. Eine dumme Strafe.

58. Minute: Die erste Minute 5-gege-3 ist durch. Wil drückt, aber trifft nicht.

57. Minute: Gleich zwei Bellinzona-Spieler müssen raus, resultierend aus einer Aktion. Jetzt wird es spannend. Goalie Schenkel bleibt drin. Keine 6-gegen-3-Situation also.

57. Minute: Die Sekunden zerrinnen ...

56. Minute: Die Wiler drücken jetzt. Brauchen aber schnell ein Tor. Noch gut vier Minuten bleiben.

55. Minute: Das war nun ganz heiss. Mehrfach. Aber Goalie Canepa zaubert und hält wiederholt spektakulär. Die Strafe verstreicht ohne Anschlusstor. Noch gut fünf Minuten.

54. Minute: Sie schiessen nun aus allen Lagen, die Wiler. Aber bis jetzt ohne Erfolg. Noch läuft das Powerplay.

52. Minute: Powerplay Wil. Jetzt aber.

52. Minute: Geht da noch was? Irgendwie wird doch der letzte Samstag nochmals präsent im Hinterkopf. Wer weiss, wenn hier das 4:5 fällt? Ambühl hat den Anschlusstreffer auf dem Stock. Aber daneben.

51. Minute: TOOOOOOR für den EC Wil durch Ambühl zum 3:5. Von links braust der Wiler Top-Torschütze dieser Saison heran, schlägt noch einen Haken und versenkt die Scheibe. Saisontreffer Nummer 33 für den Bündner.

50. Minute: Die Wiler versuchen es zwar. Aber da fehlt die letzte Überzeugung.

48. Minute: Ich lege mich mal fest: Wenn das 6:2 fällt, kannst du den Schalter hier kippen.

47. Minute: Und zu dieser Aussage passt auch die Zuschauerzahl, die soeben bekannt gegeben wurde: 130. Und das ist noch grosszügig gezählt.

46. Minute: Erst je zwei kleine Strafen für beide Teams bisher - in 45 Minuten. Auch das ein Indiz, dass das Playoff-Feuer noch nicht wirklich lodert.

45. Minute: Da brauchen die Wiler Glück, dass es nicht einschlägt. Das Tor war offen. Auf der anderen Seite dann die Gastgeber mit zwei Chancen binnen weniger Sekunden.

43. Minute: Die Wiler sind bemüht. Aber eben auch mit Mühen, gefährlich zu werden.

41. Minute: Das Spiel läuft wieder. Ein schnelles Wiler Tor ist gefragt.

So, die Mannschaften sind wieder da. Finden die Wiler in die Partie?

Nochmals der Blick auf die anderen Plätze der 1. Liga: Weiterhin führt nirgendwo der Favorit. Zwischen Wetzikon und Argovia steht es nun 2:2. Die Pikes sind hinten gegen Burgdorf mit 2:3. Und weiterhin keine Tore zwischen Frauenfeld und Herisau.

Zwischenfazit: Da deutet wenig bis nichts auf einen gelungenen Wiler Start in diese Playoff-Serie hin. Und das in diesem wichtigen Spiel. Die Wiler sind zu fehleranfällig und machen es dem Gegner leicht. Es fehlt auch weiterhin das Playoff-Feuer bei den Wilern. Oder anders formuliert: Bellinzona ist einmal mehr der gewohnt unbequeme Gegner. Von den letzten neun direkten Duellen zwischen diesen beiden Teams hat der EC Wil ja nur eines gewonnen. Viel Hoffnung habe ich ehrlich gesagt nicht mehr. Aber vielleicht gibt es ja eine ähnliche Wende wie am vergangenen Samstag hier im Bergholz. Da stand es ja nach 51 Minuten 6:2 für Wil gegen das oberklassige Dübendorf, was bekanntlich nicht zum Sieg reichte.

Pausensirene: Der EC Wil liegt gegen die GDT Bellinzona nach zwei Dritteln mit 2:5 zurück.

40. Minute: Die letzten Sekunden im Mitteldrittel. Aber da dürfte nichts mehr passieren.

38. Minute: TOOOOR für die GDT Bellinzona durch Spinedi zum 2:5. Wieder er. Und wieder war er alleine vor Schenkel. Tja, wer so verteidigt, braucht sich nicht wundern ...

38. Minute: Noch knapp drei Minuten im Mitteldrittel. Geht noch was für die Wiler?

36. Minute: Die Gastgeber leisten sich weiterhin zu viele Fehler.

35. Minute: Bellinzona wieder komplett nach einem mageren Wiler Überzahlspiel. Und Sekunden später braucht es einen starke Schenkel, um das fünfte Gegentor zu verhindern.

33. Minute: Powerplay Wil. Kommt jetzt der Anschluss? Zuerst mal Bellinzona mit einem Konter. Aber Schenkel ist zur Stelle.

32. Minute: Und dann hat Mettler den Anschlusstreffer auf dem Stock. Aber er scheitert.

31. Minute: TOOOOOOR für den EC Wil durch Senn zum 2:4. Auch er hat keinen Geleitschutz und trifft via Pfosten. Neue Hoffnung keimt auf.

30. Minute: TOOOOR für die GDT Bellinzona durch Spinedi zum 1:4. Da ging der Tessiner Stürmer völlig vergessen und trifft alleine vor Schenkel sicher.

29. Minute: Wer sorgt für die Initialzündung bei den Wilern? Und wann kommt sie? Die Gastgeber tun sich schwer, zu Chancen zu kommen - oder hauen wie gerade eben gut positioniert über den Puck.

28. Minute: Die hallowil.ch-Leser waren vor dem Spiel übrigens optimistisch. 92 Prozent sagten, dass der EC Wil diese Serie gewinnen wird. Kann ja noch werden. Da sollten aber ein paar Fehler weniger kommen.

26. Minute: Wir fragen uns auch: Wie viel Saft ist noch im Wiler Tank? Und hat das 6:7 im Cup gegen Dübendorf Spuren hinterlassen?

25. Minute: Pfostenschuss Bellinzona. Guter Rat ist in dieser Phase teuer.

24. Minute: Schenkel wird da richtig warmgeschossen. Wo ist bloss der sonst so heimstarke EC Wil?

22. Minute: Die Tessiner haben den besseren Start ins Mitteldrittel erwischt. Ich weiss nicht, ob die Wiler auf ein 1:4 noch reagieren könnten.

21. Minute: Das Spiel läuft wieder. Und der erste gefährliche Abschluss des Drittels gehört den Gästen. Knapp vorbei.

Die Mannschaften sind wieder da. Goalie Schenkel klopft mit seinem Schläger aufs Eis. Kommt nun die Wiler Reaktion?

Noch ein Blick auf die anderen Plätze: Nirgendwo in den vier Viertelfinal-Spielen führt das favorisierte Heimteam. Burgdorf liegt in Romanshorn mit 3:1 vorne, Argovia in Wetzikon mit 2:1. Noch keine Tore zwischen Frauenfeld und Herisau.

Zwischenfazit: Kaltstart für die Wiler. Die sind noch nicht richtig drin in diesem Spiel und somit in dieser Serie. Bellinzona ist stilsicherer, aber auch kämpferischer. Die Führung für die Gäste geht in Ordnung. Auch wenn das Schussverhältnis mit 11:11 ausgeglichen ausfällt, war es doch gefährlicher, was die Tessiner machten. Da braucht es mehr von den Wilern, um nicht das frühe Break zu kassieren. Ambühls 32. Saisontreffer ist bisher zu wenig. Das Ganze erinnert an die Serie des vergangenen Jahres, als Bellinzona im ersten Spiel auch früh im ersten Drittel mit 4:1 führte - und dann mit 3:0-Siegen durchlief. Aber es bleibt ja noch Zeit, um das Ding zu drehen. Im Hockey kann es bekanntlich schnell gehen, um eine nächste Floskel zu bemühen. 

Pausensirene: Der EC Wil liegt nach dem ersten Drittel gegen die GDT Bellinzona mit 1:3 zurück.

20. Minute: Strafe vorbei. Und im Gegenzug fast das 4:1 für die Tessiner.

20. Minute: Schlussminute im Startdrittel.

19. Minute: Da hat's gescheppert. Mettler trifft … den Pfosten.

18. Minute: Jetzt erstmals Wil in Überzahl in diesem Spiel. Und das gut zwei Minuten vor Drittelsende. Ein Treffer wäre natürlich wichtig.

16. Minute: TOOOOR für die GDT Bellinzona durch Pedrani zum 1:3. Da kommt er von rechts aus relativ spitzem Winkel zum Abschluss und trifft. Ach herje.

16. Minute: Die Führung von Bellinzona ist übrigens nicht unverdient. Die Tessiner machen mehr fürs Spiel.

15. Minute: Noch fehlt dem Spiel die Würze. Es ist noch kein Playoff-Feeling spürbar.

13. Minute: Bellinzona mit viel Eiszeit im Drittel der Wiler. Aber ohne den ganz prickelnden Abschluss. Beide Teams wieder komplett. Die Strafe verstreicht ohne Treffer.

11. Minute: Und dann droht noch mehr Ungemach. Wils Huber muss unmittelbar nach dem zweiten Gegentor für zwei Minuten in die Kühlbox.

10. Minute: TOOOOR für die GDT Bellinzona durch Guidotti zum 1:2. Ja, diese erste Linie der Tessiner. Nicht zum ersten Mal haben die Wiler Mühe, diese in den Griff zu bekommen.

8. Minute: Die Strafe verstreicht schliesslich ohne weitere Tore  - und ohne allzu viel Gefahr für das Wiler Gehäuse.

6. Minute: Dann aber erste Strafe gegen Wil. Da gibt es aber Chancen auf beiden Seiten. Fast ein Wiler Shorthander.

6. Minute: TOOOOOOOR für den EC Wil durch Ambühl zum 1:1. Buebetrickli. Alles wieder offen.

4. Minute: TOOOOR für die GDT Bellinzona durch Guidotti zum 0:1. Bully-Goal, wie man so sagt. Das isst natürlich ein Kaltstart. Und das nach der bitteren Pille gegen Dübendorf von vergangenem Samstag mit fünf Gegentoren binnen etwas mehr als acht Minuten.

4. Minute: Wir warten noch immer auf die erste Chance. Und die Zuschauer. Dürften wohl keine 100 sein bis jetzt.

2. Minute: Gemächlicher Beginn. Gegenseitiges Abtasten, um mal ein erste Floskel zu dreschen.

1. Minute: Der Puck ist im Spiel. Auf geht's.

Der EC Wil übrigens heute wieder mit Daniel Schenkel im Tor. Am vergangenen Samstag im Cup war es ja Oliver Etter. In der Meisterschaft hat allerdings Schenkel die klare Mehrzahl der Spiele bestritten.

So, die Mannschaften sind da. Gleich geht es los mit EC Wil gegen GDT Bellinzona. Und wir fragen uns: Kommen da noch ein paar Zuschauer? Wir sind noch fast alleine in der schmucken Halle.

Gut möglich, dass die Tessiner geladen antreten. Denn sie hatten im Vorfeld dieser Partie gegen die Errechnungs-Art der Rangliste Protest eingelegt – erfolglos. Sie interpretierten das Reglement so, dass bei Punktgleichheit das Torverhältnis der Masterround zählt. Da hätten sie die Nase gegen Wil vorne und das Heimrecht gehabt. Allerdings hatten die Vereine vergangenes Jahr an der Liga-Versammlung entschieden, dass das Torverhältnis von Qualifikation plus Masterround zusammengezählt werden. Und da waren die Wiler hauchdünn besser. Darum trifft man sich heute zum Auftakt im Bergholz und nicht im Centro Sportivo zu Bellinzona.

Wer ist denn eigentlich Favorit? Schwierig zu sagen: Es trifft der Tabellenvierte auf den Tabellenfünften. Beide haben 49 Punkte gesammelt – und beinahe das gleiche Torverhältnis. Die Formkurve spricht eher für die Tessiner, die Heimstärke für die Wiler, der direkte Vergleich klar für die Tessiner. Also dürfte das heutige Spiel äusserst wichtig sein. Man hat so das dumpfe Gefühl, dass die Wiler heute einen Sieg brauchen.

Endlich Playoff. Da schlägt das Herz jedes Eishockey-Spielers und Fans höher, ob nun National League oder 1. Liga. Es bleibt aus Äbtestädter Sicht zu hoffen, dass der ganze Zauber Ende Woche nach vier Tagen nicht schon wieder vorbei ist. So war es in der vergangenen Saison gegen denselben Gegner. In diesem Sinne: Herzlich willkommen in den Playoffs, herzlich willkommen bei EC Wil gegen GDT Bellinzona. Simon Dudle tickert für sie live aus der Eishalle Bergholz durch den Abend.

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Vorschau auf die Playoff-Serie:

Wie gut ist der Schock des Cup-Outs verdaut? Dass man gegen das oberklassige Dübendorf ausscheidet, ist nicht das Problem. Dass man aber acht Minuten vor Schluss mit 6:2 führt und nicht als Sieger vom Feld geht, schon eher. Zeit, um sich zu ärgern, blieb allerdings kaum. Denn nun geht es in die heisse Phase der Meisterschaft. Und es kommt im 1.-Liga-Playoff ausgerechnet zur Neuauflage der letztjährigen Viertelfinal-Serie.

Der Vergleich Wil gegen Bellinzona dauerte vor Jahresfrist nur gerade vier Tage, ehe der EC Wil mit der Höchststrafe von 0:3-Siegen ausgeschieden war. Das Unheil nahm früh seinen Lauf und die Äbtestädter lagen in Spiel 1 im Tessin bereits nach gut elf Minuten mit 1:4 zurück. Die Wiler sollten danach nie in die Serie finden. Ganz allgemein ist Bellinzona alles andere als ihr Lieblingsgegner. Von den letzten neun direkten Vergleichen wurde nur ein einziger siegreich gestaltet.

Reaktion auf ein 2:8 gefordert

Von besonderer Wichtigkeit dürfte der Start in die Serie sein – heuer mit Heimrecht Wil. Seit über einem Jahr mussten sich die Äbtestädter in nun mehr 16 aufeinanderfolgenden Pflicht-Heimspielen nie mehr bereits noch 60 Minuten geschlagen geben. 13 Siege mit der vollen Punktzahl stehen zwei Niederlagen in der Verlängerung und einer Pleite im Penaltyschiessen gegenüber. Zudem bleibt die Frage zu klären: Wie hat der EC Wil die 2:8-Niedeerlage gegen Bellinzona vor zehn Tagen im Tessin verdaut? Es war die mit Abstand schlechteste Saisonleistung.

Schafft es der EC Wil dieses Jahr in den Playoff-Halbfinal? hallowil.ch berichtet von allen Spielen dieser Viertelfinalserie mit einem Liveticker, angefangen heute Dienstagabend ab 20.15 Uhr.