Für eine Aufstockung wäre eine Zweidrittel-Mehrheit nötig gewesen. Mit 10 zu 10 Stimmen ist diese einigermassen deutlich nicht zustande gekommen. Geplant war, die Super League gemäss schottischem Vorbild von zehn auf zwölf Klubs zu erhöhen. Jeder hätte dreimal gegen den anderen gespielt, ehe die Liga für die letzten fünf Runden in eine obere und eine unter Hälfte gesplittet worden wäre. Der Challenge-League-Modus wäre nicht verändert worden. Und wie hat der FC Wil gestimmt? Darauf gibt Präsident Maurice Weber auf Anfrage von hallowil.ch keine Auskunft. Gegen die Aufstockung sprach aber wohl ganz grundsätzlich, dass dann das TV-Geld auf zwei Vereine mehr hätte aufgeteilt werden müssen, was für jeden einzelnen Klub weniger ergeben hätte.

Die Abstimmung wurde schriftlich durchgeführt. Die Ausschreibung der TV- und Marketingrechte im Rahmen der Zentralvermarktung der SFL ab der Saison 2021/22 steht unmittelbar bevor. Deshalb war eine Abstimmung über das Format der Meisterschaften für die nächste Vertragsperiode trotz der momentan unklaren Entwicklungen in Zusammenhang mit dem Coronavirus zum jetzigen Zeitpunkt erforderlich. Eine physische Versammlung der Klubvertreter war unter den aktuellen Gegebenheiten nicht zulässig, schreibt die Swiss Football League in einer Mitteilung.

Somit haben die Klubvertreter zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren eine Modusänderung verworfen. Im Herbst 2017 hatte man sich dagegen ausgesprochen, nachdem das Format eingehend geprüft worden war. Die Barrage war aber wieder eingeführt worden.