UBS, Credit Suisse, Raiffeisen, St. Galler Kantonalbank, Acrevis, Valiant und Migros Bank. Gleich sieben Baken zählt die Äbtestadt mit ihren rund 24’000 Einwohnern. Weitere komme im Umland dazu. Es ist eine verhältnismässig hohe Anzahl. Die Gretchenfrage aber ist: Verträgt Wil so viele Geldinstitute? Genau das hat hallowil.ch seine Leser im Rahmen der Valiant-Eröffnung im November gefragt. Das Ergebnis: Fast 46 Prozent beantworten die Frage mit «Nein, es hat nicht Platz für sieben Banken». 112 Personen haben an der Umfrage mitgemacht. Stadtpräsidentin Susanne Hartmann sagt augenzwinkernd in dieser Thematik: «Wir können uns schon fast Bankenstadt nennen.»

Die neueste Veränderung in der Bankenstadt: Die Migros Bank, welche seit 30 Jahren in der Äbtestadt präsent ist, hat ein neues Zuhause und ist nun an der Bronschhoferstrasse 2a im Freihof-Gebäude eingemietet. Auf 510 Quadratmetern Fläche sind elf Arbeitsplätze in zwei Stockwerken eingerichtet worden. Distanz zum alten Ort an der Oberen Bahnhofstrasse: Rund 100 Meter. Schon seit knapp einem Monat werden die Kunden in den deutlich geräumigeren Sitzungszimmern beraten. «Wir haben in den Standort Wil investiert, damit wir auch morgen noch da sind», sagte Markus Maag von der Migros-Bank-Geschäftsleitung am Mittwochabend im Rahmen der offiziellen Wiedereröffnung.

Im Video: Darum gibt es keinen digitalen Empfanng

 
Daniele Marino, Niederlassungsleiter der Migros Bank Wil, sagt im hallowil.ch-Interview, warum die Bank um rund 100 Meter gezügelt hat.

«Haben nichts gegen Konkurrenz»

Aber zurück zur Grundfrage und den umkämpften Wiler Bankenplatz. Hat es nun Platz für sieben Player? «Man kann sich darüber streiten, ob es gerade so viele braucht. Der Markt wird es zeigen. Wir haben nichts gegen Konkurrenz. Das belebt das Geschäft», sagt Daniele Marino, Niederlassungsleiter der Migros Bank Wil. Mehr dazu im obenstehenden Video-Interview.